08 Mai 2021

Spielsachen für Kinder: Was lohnt sich?

 Es steht nach 13 Jahren wieder ein Umzug an. Zwischen Einzug mit einem Kind und Auszug mit drei Kindern hat sich einiges angesammelt. Obwohl ich die Kinderkleidung immer mal wieder aussortiert habe: Kinderspielsachen und Kinderbücher wurden ja immer noch fürs nächste Kind gebraucht... das heißt, wir haben einen Großteil noch hier und müssen jetzt auss
ortieren, denn ich möchte nichts mitnehmen, was die Kinder nicht mehr interessiert.

Also ein idealer Zeitpunkt, um rückblickend zu schauen: was waren tolle Anschaffungen, die die Kinder geliebt haben und viel und lange damit gespielt haben? Was hätten wir uns sparen können? Und was hätten wir mal besser früher angeschafft?

Spielzeug für Mädchen. Spielzeug für Jungs. Oder?

Unsere ersten beiden Kinder sind Mädchen, unser drittes ein Junge. Obwohl wir nicht so sehr auf Mädchen-/ oder Jungenspielsachen geschaut haben, war es trotzdem so, dass wir einige Spielsachen "erst" beim Jungen angeschafft haben. Manches haben wir auch einfach "spät" geerbt von Freunden und Verwandten.
Eins meiner Mädchen hat später mal gesagt: "Damit hätte ich auch total gerne gespielt! Warum habt ihr das nicht früher angeschafft?"  --- Bitte macht diesen Fehler nicht und bringt eure Mädchen nicht um diese Erfahrung. Und auch Jungs spielen total gerne mit einer Spielküche oder mit Puppen!

Zu den Spielsachen, die wir erst spät angeschafft haben und die die Mädchen vermisst haben, gehörte insbesondere Spielzeug zum kreativen Bauen, also

- Murmelbahn von Haba plus gaaaanz viele Bausteine
- Lego (die Mädels haben fast nur mit Playmo gespielt)
- Kappla Bausteine

Darüber hinaus haben sich alle drei Kinder gerne mit der Holzeisenbahn und mit Playmobil beschäftigt und immer wieder richtige kleine "Welten" aufgebaut. Diese Spielsachen lohnen sich meiner Meinung nach wirklich. Also es sei denn, Eure Kinder sind nicht so die Bau- und Kreativfans, aber ehrlich gesagt, glaube ich nicht, dass es solche Kinder gibt. Wir haben vieles gebraucht gekauft oder von Freunden und Verwandten geschenkt bekommen. Fast jeder, der Kinder hat, hat irgendwann Dinge über...!
Murmelbahn, Lego und Kappla dürfen auch mit ins neue Zuhause. 

Gesellschaftsspiele

Wir haben ziemlich viele Brettspiele, Kartenspiele und ähnliches geschenkt bekommen oder selbst angeschafft. Wir sind ehrlicherweise nicht gerade die "Exzessiv-Brettspiel-Familie". Deswegen ist manches auch im Schrank verstaubt.
Hier eine kleine Auswahl, was wir gerne zusammen gespielt haben:

Im KiGa Alter:

"Obstgarten" von Haba.
Eins der ersten Spiele, das man mit kleinen Kindern spielen kann, und es ist wirklich sehr schön, einfach und wurde hier gern ausgepackt.

"Diego Drachenzahn" von Haba.
Ein Geschicklichkeitsspiel mit Murmeln, was vor allem unserem Jüngsten viel Spaß machte. 

"Husch, husch, kleine Hexe" von Zoch - ein Merkspiel für KiGa Kinder

"Uno": die Kinderversion mit Tieren, seeeehr beliebt.

Für Schulkinder:

"Carcassonne" - ein Anlegespiel, man baut Städte und Straßen. Es gibt viele Erweiterungen.

"Mogel Motte" von "drei Magier" - Kartenspiel mit Mogeln, sehr lustig.

"Das verrückte Labyrinth" von Ravensburger

"Die Siedler von Catan" von Kosmos - ab 10 Jahren interessant, auch für Erwachsene. Strategiespiel.

"Scotland Yard" gefällt meinem Sohn so gut, dass er jetzt unbedingt mal nach London möchte. 

In einigen Stadtbüchereien kann man auch Spiele ausleihen. Das ist ein guter Weg, um herauszufinden, ob es was für Euch ist oder nicht so sehr. 

Andere Spiele...:

"Wikingerschach" - Ein Wurfspiel für draußen, für große Familien oder Gruppen

"Shuffle board" - bei den Schwiegereltern entdeckt...taugt super zum verletzungsfreien Dampfablassen.

"Kicker" - wir haben dieses Jahr zu Weihnachten einen kleinen Tischkicker für 35 EUR gekauft. Den musste mein Mann zwar verbessern (vernünftige Metallstäbe; mit Schraubzwingen auf sideboard befestigen). Aber seitdem ist er sehr beliebt! Unsere Mittlere schlägt den Jüngsten beim Kicker. Mich zieht er immer ab. Mein Mann und ich liefern uns auch öfters ein Match. Auch eins der Dinge, die wir früher anschaffen hätten sollen... und das wir uns ohne den Jungen wahrscheinlich auch nicht angeschafft hätten....Mädchen-Eltern! Schafft Euch nen Kicker an! Das übt die Hand-Auge-Koordination!

 Ausblick

So. Das ist eine kleine Auswahl, was bei uns an Spielsachen gut funktioniert (hat). Ich hoffe, Ihr findet was dabei für Euch und fühlt Euch bereichert. Gibt es Spiele, die bei Euch gut ankommen? Schreibt gerne in die Kommentare.

Ich mache demächst noch einen Post zu Kinderbüchern. Ein Herzensanliegen von mir. Auch zum Thema "Spiele fürs Tablet" schreibe ich noch einen kleinen Text, auch wenn meine Erfahrungen im Bereich elektronische Medien sehr überschaubar ist ...


 

 







12 April 2021

Von den Stoffies zu den Stoffies... zur Mooncup

 Vor vielen Jahren habe ich von meinem Stoffwindel-Experiment berichtet. Ich habe meine mittlere Tochter tatsächlich ungefähr 1,5 Jahre mit Stoff gewickelt. Mein jüngstes Kind kam mit Stoffies nicht gut zurecht, so dass ich dann nur noch teilweise "umweltfreundlich" gewickelt habe. 

Wenn man in der Stoffwindel-Szene drin ist, kommt man früher oder später mit Stoffbinden in Berührung. Ich war so mutig und habe es ausprobiert. Weil ich immer gleich "alles oder nichts" will, habe ich zeitgleich auch meine erste Menstruationstasse gekauft. Das hat dann teilweise nicht so gut funktioniert. Um genau zu sein, hat es Jahre gedauert, bis ich nun einen sehr zufriedenstellenden Modus gefunden habe. Meine ersten beiden Tassen saßen irgendwie nie richtig, so dass ich es zeitweise wieder völlig eingestellt hatte. Stoffbinden funktionieren bei mir gut nachts und wenn ich zu Hause bin. Da ich an wenigen Tagen eher starke Blutungen habe, bin ich zeitweise wieder auf Tampons und Wegwerfbinden umgestiegen, vor allem während der Arbeitszeiten. 

Vor einiger Zeit habe ich dann Mut gefasst und habe mir in einer Drogerie nochmal eine Menstruations-tasse gekauft. Und siehe da: diese funktionierte deutlich besser. Seitdem benutze ich nur noch außer Haus Wegwerfbinden, in Kombination mit der Tasse. Klappt meistens. Wichtig sind Toiletten mit Waschbecken in der Kabine. Diese sind nicht immer vorhanden. Zur Not hilft eine Flasche Wasser... Aber: die Tasse hält bei mir deutlich länger als die Tampons. Also... Alles kein Problem!

Ich kann nur dazu ermutigen, nochmals eine andere Tasse auszuprobieren, wenn man unzufrieden ist. Bei mir war die günstigere Cup dann die bessere. :-)

 Eigentlich mache ich ja nicht so gerne Werbung. Aber... diese Binden und Menstruationstassen kann ich sehr empfehlen:

- Maijat Nachtbinden (mit Bambus, super dünn)
- alles von yurtcraft auf etsy
(beste Binden ever, schön, sehr langlebig, ohne PUL, dafür mit Fleece, aber: aus USA...)
- SERENA Cup (günstig, angenehm zu tragen, kein Stiel, sondern ein kleiner Ring zum Rausnehmen)
- Lunette Cup (teurer, festeres Material als Serena, für den Anfang besser, weil sie gut aufploppt)

 So weit, so gut....

Seid mutig, Mädels, und probiert es aus. Ob Stoffbinden, Cups oder ... für Eure Kinder: Stoffwindeln. ;-)

 

Kurz zur Pflege: Ich sammle die Stoffbinden in einem Wetbag und gebe sie dann zunächst in den "Spülen & Schleudern"-Gang in die WaMa. Anschließend werden sie mit dunkler 40° Wäsche und ab und zu mit 60° Wäsche mitgewaschen. (Der Fleece kann hohe Temperaturen nicht so gut ab). Ich benutze ganz normales Colorwaschmittel. Auf den meisten Seiten zu Stoffbinden und Stoffwindeln wird dazu geraten, ökologisches Waschmittel zu verwenden. Bei den Stoffwindeln habe ich das teilweise so gemacht. Insgesamt ist meine Erfahrung aber die: je komplizierter es wird, desto weniger setzt man um. Es wäre mir schlicht zu viel Aufwand für die wenigen Stoffbinden anderes Waschmittel zu besorgen und sie gar extra zu waschen.... also lass ich es...

 



E

02 April 2021

Unser Chaos-Garten und warum ich ihn trotzdem liebe

 Unser Garten war nie besonders "schön" im Sinne von eine Augenweide, sehr schön anzusehen, ordentlich, ein Blühparadies.

Eher so: rundum viele Büsche, die ich im Herbst versuchte etwas einzuhegen. Ein alter Baum, der jedes Jahr mehr von Efeu überwuchert wurde. In den Beeten Bambus, den vorherige Bewohner angepflanzt hatten, und dem letztlich nicht beizukommen war. Außer vielleicht mit einem Bagger und einer kompletten "Sanierung". Auf der Terrasse ein wunderschöner, auch schon ziemlich alter Rosenbusch, den ich auch jedes Jahr versuche einzuhegen, mit inzwischen mäßigem Erfolg. 

Zwischen alldem wuchern immer mal wieder wilde Brombeerranken (Achtung, Dornen!) und Hollerbüsche, beides rupfe ich jedes Jahr immer wieder raus, nur, damit sie im nächsten Eck schon wieder wuchern...

Ein uralter Pool, den wir zeitweise nutzen, im Moment aber nicht, und so richtig sauber war das Wasser da trotz all unserer Bemühungen mit Pumpe und Chemie meist nur kurz nach Neubefüllung. Da es nur eine Schwimmabdeckung gibt, regnet´s da auch immer rein. Als wir hier eingezogen sind, lebten im Pool Stechmücken und Amphibien. :-)

Am hinteren Ende wächst schon viele Jahre eine Kirschlorbeer-Hecke, die inzwischen wie eine ca. 2m breite Mauer zum Nachbarn steht. Sie muss jedes Jahr geschnitten werden, was mein Mann macht. Es ist immer ziemlich viel Arbeit.

Ein inzwischen sehr hoher Gingko-Baum. Wir haben ihn nie beschnitten, hätten wir wohl tun sollen...

 Auf der Terrasse ein kleines Erdbeer-Beet, habe ich letztes Jahr angelegt. Und Kräuter, zwischen dem Bambus: Bohnenkraut (prima Bodendecker, wuchert prima), Thymian, Salbei, der im Frühling wunderschön blüht.

Ein Kompromiss-Garten, denn meine Zeit ist begrenzt. Was wir nicht haben: Steinwüste. 

Die Nachbarn mögen unseren Garten nicht besonders. Ist einfach zu ungepflegt, zu wild. So viel Brennessel hinten unter dem Kirschlorbeer! Äste, die zum Nachbarn rüber ragen! Und überhaupt. 

Die Gärten der Nachbarn haben im Prinzip keine Hecken mehr. Vereinzelt mal ne kleine, niedrige Hecke. Vereinzelt mal ein Obstbaum. Ansonsten Rasen, Steinplatten, Pools, noch mehr Rasen. Ein paar Blümchen am Rand. That´s it. 

Eine Nachbarin hat einen großen, schönen Gemüsegarten und viele, viele Blumen. Ihr Vorgarten ist eindeutig der schönste. Aber auch dieser wurde von den Kindern (sie ist über 80 Jahre) schon zugepflastert, so dass die zu bearbeitende Fläche deutlich kleiner geworden ist. 

Wir wohnen in einer Stadt, in der auch ein großer Pflanzenschutzhersteller ansässig ist. Da viele Menschen dort arbeiten oder wen kennen, der dort arbeitet, wird hier auch viel gespritzt. Nur unsere Nachbarin und wir halten uns da zurück...

 Bald werden wir wieder einmal umziehen. Nach fast 13 Jahren hier... Da das Haus nur gemietet ist und der neue Hausverwalter den Garten schon immer schrecklich fand, ahne ich, was passiert, wenn wir hier ausziehen. Bagger werden anrücken.

Was wir auch haben in diesem wilden Garten und warum ich ihn deswegen sehr liebe und sehr vermissen werde:

Auf dem Gingko-Baum sitzen im Frühjahr die Vögel: Sehr gerne die Elstern, Amseln und Tauben. Wenn ich im Bett liege im 1. Stock, können sie zu mir reinschauen. Im Efeu-Baum nistet jedes Jahr ein Ringeltauben-Pärchen. Als sie das erste Mal kamen, dachte ich: oh nein, verjagen!! Ist mir zum einen nicht gelungen. Zum anderen ist es auch gar nicht so schlimm. Eigentlich bemerke ich die beiden kaum. Manchmal haben sie Gurr-Stunde, dann höre ich sie schon früh im Bett. Es ist übrigens nicht alles voller Taubendreck. 

In den Hecken nisten jedes Jahr mehrere Vögel: Meisen, Spatzen, Amseln. Im Frühjahr üben sie fliegen, von einem Strauch zum andern, und über den Pool von einer Gartenseite zur andern. Zu Fressen finden sie, glaube ich, reichlich: Wilde Brombeeren. Hollerbeeren. Beeren vom Kirschlorbeer. Hagebutten von den Rosen (weil ich die nie alle abgeschnitten bekomme). Selbst früh im Jahr gibts noch Reste vom letzten Jahr. Schnecken, Regenwürmer und sonstiges Getier gibt es hier auch. Im Unterholz liegen teilweise alte abgesägte Äste, schön aufgeschichtet. Laub kehre ich zwar im Herbst zusammen, aber ich tue nur einen Teil in die Biotonne. Der Rest kommt unter die Büsche. Für den Igel, der schon seit einigen Jahren hier lebt. Im Sommer hören wir ihn manchmal hinter uns auf der Terrase schnaufen und stampfen und rascheln. Einmal ist er in den Pool gefallen. Zum Glück waren wir gerade draußen, und mein Sohn hat ihn bemerkt! Es war gar nicht so einfach, das ziemlich schwere Prachtexemplar von Igel aus dem Wasser raus zu fischen. Ich habe ihn in den Busch gesetzt und ihm Rührei gebracht. Bald war er wieder verschwunden. Wo genau er lebt, wissen wir nicht. Wahrscheinlich hinten unter dem Kirschlorbeer. Einmal haben wir an der größten Erdbeere im Beet Bissspuren gefunden, die eindeutig nicht von einer Maus oder einem Vogel stammten. Auch an unseren Tomaten, die wir zeitweise auf der Terrasse ziehen, hat er sich schon gütlich getan.
Spitzmäuse haben wir auch im Garten. Leider sind Mäuse noch weitaus dümmer als Igel. Deswegen fischen wir häufiger tote Mäuse aus dem Pool. Manchmal stolpern wir über ein kleines Loch im Boden: Aha. Da waren sie wieder. 
Manchmal wohnen im nächsten Jahr im gleichen Loch keine Mäuse mehr, sondern Erdhummeln oder Wespen. Besonders dann, wenn das Loch ein wenig versteckt unter einem Busch oder unter Efeu und Laub liegt. Ich könnte stundenlang zusehen, wie die kleinen Insekten rein und raus fliegen.
Irgendwo wohnen wahrscheinlich auch Wildbienen. Ich schneide die langen,trockenen und hohlen Stängel von den Lilien im Herbst ab und häufle sie unter einem Busch auf. Vielleicht leben dort ein paar von ihnen. 
Wenn im Frühling der Salbei blüht, kann man den Hummeln und Bienen beim Nektar sammeln zusehen. Das ist herrlich. Und nebenbei bestäuben sie unsere Tomaten- und Erdbeerpflanzen. 

Ich werde diesen Garten sehr vermissen. Die Vögel, die vielen Insekten, den Igel. Das wilde Durcheinander. Dass der Garten so "eingewachsen" ist. Ja, das wird mir fehlen. 

Ich hoffe einfach, dass der Garten weitgehend so erhalten bleibt. Er ist ein Kleinod und eine Insel für viele Tiere zwischen all diesen glatt gebügelten Gärten rechts und links. (Wobei: links ist ja der schöne Gemüsegarten). Den Bambus kann man vielleicht wirklich mal abgraben. Aber dann muss man wahrscheinlich den Rosenstrauch mit platt machen. Die Terrasse ist noch aus den 60ern, ich hatte zeitweise die Befürchtung, die darunter lebenden Ameisen könnten die Steine nach und nach wegtragen... Auch sie gehört mal neu gemacht. Aber den Rest... lasst ihn einfach so wie er ist. Der Efeu-Baum wird nach und nach sterben. Im Januar, als es so viel geschneit hat, und noch dazu schwerer, nasser Schnee auf den Bäumen lag, brach ein großer Ast ab. Klar, das ist auch nicht ganz ungefährlich. Sollte man nicht grad drunter stehen. Aber so macht die Natur es eben. So haben noch ganz lange sehr viele Tiere, Pflanzen und Mikroben etwas von dem Baum. 


Das ist Elsa, die Elster. Sie hatte einen lahmen Flügel und kam einige Wochen lang zu uns gehopst und holte sich Nüsse ab. Sie war sehr zutraulich.


03 Juli 2020

Ein Jahr Bullet Journal

Ich weiß ja nicht, wie ihr Euer Familienleben so organisatorisch hinbekommt. Ich bin seit einem dreiviertel Jahr unter der Woche quasi alleinerziehend, da mein Mann eine Stelle weit weg angenommen hat. Genau rechtzeitig, nämlich in den letzten Sommerferien, hat mir meine beste Freundin ihr Bullet Journal gezeigt. Sie ist eine Ästhetin. Ihr BuJo ist voller schöner Bildchen, Washi Tape und Stickern. Aber sie ist auch eine wirklich toughe Frau, die sich schon von Berufs wegen mit Organisation von Organisationen beschäftigt... Sie hat mir das grobe Prinzip erklärt. Ich habe noch im Urlaub in einer einfachen französischen Kladde angefangen und habe mir zuhause ein "richtiges" Bullet Journal gekauft. Seitdem nutze ich es.


Was ist ein Bullet Journal für mich?


Es ist im Prinzip ein self made calendar, Notizbuch, Ideenspeicher, Zukunftsplaner, ToDo Liste(n), Hilfe, um wichtige Dinge nicht aus dem Auge zu verlieren. Es muss nicht so hübsch sein. Bei mir ist es meist schwarz auf weiß. Mit wenig Bildchen, ich kann nämlich wirklich nicht malen. Dafür hat mein Mann mir netterweise ein paar Schablonen geschenkt, die ich gelegentlich zur Verzierung verwende.
Im Internet gibt es tausend und eine Ideen, was man mit diesem Notizbuch so anstellen kann. Aber eigentlich ist es ganz simpel.
Der Erfinder des ganzen ist Ryder Carrol.
Er hat es eigentlich nur für sich selbst entworfen, um besser in einer sich immer schneller drehenden Welt klarzukommen. Und um seine vielen Gedanken und Ideen, alles, was er irgendwann mal umsetzten möchte und all die wichtigen Informationen festzuhalten.

Also für mich ist es zum Beispiel super lästig, das Rezept fürs Sauerteigbrot immer wieder im Internet aufzurufen, durchzuscrollen zu den wesentlichen Infos etc. Steht jetzt im Bullet Journal. Da das BuJo Seitenzahlen und einen Index hat, finde ich das Rp. ruck zuck wieder
Oder diese ewigen Packlisten. Stehen im BuJo.
Oder welches Kind welche Gemüsesorten mag und welche nicht. Hilft ihnen aber trotzdem nicht viel, weil meistens irgendwas im Essen ist, was irgendwer nicht mag. 😀

Ich habe auch eine "Irgendwann möchte ich mal... "-Liste. Diese Liste hat mir enorm geholfen, Dinge loszulassen und auf einzelne Projekte zu fokussieren. Diese Projekte sind zwar immer noch nur teilweise umgesetzt. Aber ... sonst wären alle 20 Projekte weiter in meinem Hirn und würden Energie fressen. Neben den täglichen ToDo Listen ist für mich der größte Gewinn das "Kopf-frei-bekommen". Und wenn ich eine Sache fast 12 Monate durchhalte... dann... ist es eine wirklich gute Sache.
Ich schreibe auch Vortragsprojekte ins BuJo. Und Fortbildungsinhalte. Ich bin dazu übergegangen, alles, was mir wichtig erscheint, da rein zu schreiben. Warum? Weil ich es da auch wiederfinde.

09 August 2019

Sommer, Hitze, Großeinkauf per Rad.

Ich weiß ja nicht, wie da bei Euch ist. Bei uns bedeutet Sommer insbesondere für mich: wenig Schlaf. Wir haben eine Teenagerin hier , die immer öfter abends bis 23h unterwegs ist, z.B. in der Gemeindejugend. Und wir haben einen 7jährigen Frühaufsteher. Der ist auch um 7 schon wach... Die präpubertäre fast 11jährige ist auch öfters mal noch früh auf. Dazu kommt der Schlafmangel, den die Hitze verschuldet...

Im Moment ist es ja quasi täglich sehr warm, sonnig und trocken. Da gibt es dann keine Ausreden mehr, wenn es um den Einkauf mit dem Fahrrad geht. In letzter Zeit habe ich ein paar Versuche gestartet, auch unseren Großeinkauf (für 5 Personen!) mit dem Fahrrad zu erledigen.

Wie das funktionieren kann?

Wir besitzen ein besonderes Tandem, ein Liege-Sitz-Tandem von der Fa. Haase. Die neuen Modelle sehen so aus:

Haasebikes

Es war meiner Meinung nach mit die beste Anschaffung, die wir in den letzten Jahren gemacht haben. Als wir noch keine Kinder hatten, haben wir das Tandem mal Probe gefahren und waren damals schon begeistert. Nur halt nicht vom Preis. Und überhaupt, nutzen wir so ein Tandem oft genug?
Jahre später, als alle drei Kinder schon da waren, wollten wir gerne endlich mal wieder eine große Radtour machen. Der Jüngste mit 1,5Jahren sollte in den Fahrradanhänger. Die "große" 7jährige sollte selbst radeln, ihr trauten wir 15-20km am Tag zu.
Unsere Mittlere, 5 Jahre alt, hätte längere Strecken nicht geschafft. Wir überlegten hin und her. Für das Pino gibt es ein Kindertretlager, das man vorne einsetzten kann, sodass auch Menschen mit kurzen Beinen mittreten können. Mit viel Glück fanden wir ein gebrauchtes Pino und kauften es schließlich. Hätten wir das bloß mal früher gemacht!

Inzwischen war das Pino schon sehr viel im Einsatz: als Kinder(garten)-Taxi. Bei einer Radtour zu zweit an der Nordsee. Für Hol- und Bringfahrten jeglicher Art.
Aber einen Großeinkauf hatte ich noch nicht gemacht.

Mein Mann hat mir dann ganz einfach mit ein paar Expandern eine Faltkiste vorne drauf befestigt. Und los ging´s.



Für einen Großeinkauf (ohne Getränke) reicht uns die Faltkiste und 1-2 große Fahrradtaschen. Da geht wirklich viel rein...

Richtig gut funktioniert das Ganze, wenn es einen Fahrradparkplatz direkt vor dem Supermarkt gibt und dieser Supermarkt nicht im Industriegebiet weit ab vom Schuss liegt. Zum Glück haben wir so etwas in unserem Stadtteil.


Ich denke, wenn mehr Leute mit dem Rad fahren, braucht es auch mehr solcher Infrastruktur. Zunehmender Radverkehr  führt vielleicht langfristig auch zu einer Wiederbelebung der Innenstadt.
Aber das muss man auch wollen. Für mich dauert es nicht länger, mit dem Rad zu fahren als mit dem Auto. Ich bin sogar schneller, weil ich nicht mehr an den Stadtrand fahre. Mein Supermarkt hat auch seit kurzem viele Bioprodukte im Programm, das hat mir die Entscheidung leicht gemacht.

Ich schaffe es nicht, immer nur Bioprodukte zu kaufen. Zum einen ist es mir zu aufwändig, mehrere verschiedene Geschäfte anzufahren. Zum anderen ist es mir teilweise auch zu teuer.
Wir haben zum Glück auch noch einen Bauernladen  in unmittelbarer Nähe, wo wir frische Eier und Obst und Gemüse, meist aus der Region, kaufen können. Die Eier kommen vom ca. 500m (!)  entfernten Stall.

So wie es jetzt ist, haben wir einen recht umweltverträglichen Kompromiss gefunden. Finde ich.


16 November 2018

Guter Artikel.

Holocaust-Gedenken - Warum wir in den Abgrund von Auschwitz blicken müssen http://www.sueddeutsche.de/1.2322790

12 November 2018

Termine, Termine

Bei drei Kindern und zwei Erwachsenen fallen ständig Termine an. Bei uns gibt es eigentlich kaum "Standardwochen" mit den üblichen Sport- und Musikunterrichts-Termine. Ständig ist irgendwo was los: Wenn nicht in der Schule, dann bei mir auf der Arbeit oder im Sportverein. Oder in der Gemeinde. Vor allem die Erwachsenen haben manchmal Schwierigkeiten damit, sich gegenseitig auf dem Laufenden zu halten.

Um mal ganz ehrlich zu sein: bisher mussten wir uns eigentlich mindestens einmal pro Woche hinsetzen, um die Termine zu koordinieren. Und dennoch konnte es passieren, dass wir irgend einen beruflichen oder privaten Extratermin übersehen haben oder uns nicht mitgeteilt haben.

Nun. Die Erwachsenen (und ein Teil der Kinder ja auch!) haben ja smartphones. Als ich nun genzwungenermaßen für mein neues Handy eine neue Kalender-App brauchte, bin ich auf eine sehr, sehr coole App gestoßen:

TimeTree!

Ich sags Euch: ich bin begeistert!
Die App ist erstens unabhängig von Google. Zweitens von sehr kreativen und praktisch veranlagten Japanern entworfen. Drittens kann man gaaanz einfach Kalender teilen, und das quasi in Echtzeit:
wenn ich einen Termin eintippe, dann hat mein Mann den direkt auf dem Bildschirm.
Man kann auch Dateien und Bilder hinterlegen. Also können Info-Zettel einfach abfotografiert
und eingebunden werden.
Es ist auch möglich, mit verschiedenen Menschen verschiedene Kalender zu teilen...
Alles ist möglich... :-)

Also. Wenn ihr mal eine Kalender-App sucht, dann nehmt doch
TimeTree!

P.S.: Hier ist ein kleines Video von einem anderen angetanen Nutzer!

22 August 2014

Hiobs Zweifel

Ich lese zur Zeit Hiob.
Wer hat schon einmal versucht, das Buch Hiob in der Elberfelder Übersetzung zu lesen? Oder in der Hoffnung für Alle? Und jetzt ehrlich: Wer hat es ganz durchgelesen und das Gefühl gehabt, dass dieses Buch einfach stark ist? Bei mir waren die Emotionen meist eher so: So langatmig und hölzern. Ich kapier gar nicht ganz wovon die reden. Was für ein schwieriges Buch..

Ich lese seit einiger Zeit Hiob in der New King James Version und kann Euch sagen: Was für ein himmelweiter Unterschied! Wie konnte ich mich jahrelang um diese coole Bibelübersetzung bringen!
Warum?
In der NKJV ist Hiob in so einer Art "Versform" geschrieben. Kein Blocksatz.
Da macht das alles plötzlich viel mehr Sinn, ist gegliedert, ist auch literarisch lesenswert.

Hiob ist mir hochsympathisch. Echt. Er fühlt sich von seinen Freunden sowas von nicht verstanden, dass er sich schon fast die Haare rauft. Gleichzeitig sind sie ihm natürlich nicht egal.
Hiob wirft ganz grundsätzliche Fragen auf. Hiob hadert mit Gott und mit seinem Leben. Und das in der Bibel! ;)
Mir ist das sympathisch.
Ich habe auch schon gehadert.
Wer nicht?
Wer nicht, kennt eine Dimension des Glaubens nicht.

Wir kämpfen alle manchmal ganz schön in unseren Leben. Dann kommen die netten, guten befreundeten Christen und erzählen einem, wie man es besser macht. Und dass wir schließlich selbst schuld sind an unserem ganzen Dilemma. Und wenn wir nur immer Gottes Gebote gehalten hätten, dann...

Es hat sich nicht so viel verändert in den letzten paar tausend Jahren seit Hiob.

Oder?

Ich hoffe, dass ich den Zweifelnden, den Kämpfenden und Ringenden anders begegnen kann. Dass ich sie in Liebe annehmen kann. Sie nicht alleine lasse, aber auch nicht mit guten Ratschlägen zutexte.
Sie aushalte, aushalte, aushalte. Mit ihnen Gott in Frage stelle. Und weitermache, weiter glaube, weiter an der himmlischen Ewigen dranbleibe. 

Denn sie liebt uns ja trotzdem.






21 August 2014

Finnland Schnipsel

In Helsinki sind die öffentlichen Verkehrsmittel für Erwachsene mit Kinderwagen umsonst, d.h. man steigt ein ind macht sich keinen Kopf ums Ticket.

Marimekko hat sooo schöne Ofenhandschuhe.

Finnische Frauen sind anders. Sie entschuldigen sich, wenn sie "nur" 30h die Woche arbeiten.

Mona hat mir was gebastelt und ich hab finnisches Design dazu an probiert.

Hier ein paar Fotos:

27 Juli 2014