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01 April 2014

Genesis 1 - brandaktuell

Vor kurzem habe ich in der Bibel mal wieder am Anfang angefangen.
Es ist ziemlich überwältigend, wie viel praktische Relevanz das erste Kapitel der Bibel hat. Weil mich einige Verse echt getroffen haben, schreibe ich es mal auf, vielleicht findet sich noch wer wieder.

Die Verse sind der englischen New King James Übersetzung entnommen, weil ich zur Zeit in dieser Bibel lese. Übrigens ein guter Tipp, die Bibel auch mal in einer anderen Übersetzung oder Sprache zu lesen, da das neue Horizonte eröffnet.

1. "Darkness he called NIGHT, and the Light he called DAY." (V.5)
Wie sieht das heute aus, und oft genug in meinem Leben? Gott hat mich beim Lesen hier direkt angesprochen. Wie oft machen wir die Nacht zum Tag! Aber so hat Gott sich das nicht gedacht. Das Dunkel ist die Nacht. Das Licht ist der Tag. Ich möchte bewusster danach leben, denn es tut meinem Körper und meiner Seele gut.
(Allerdings weiß ich nicht so genau, wie ein Bibelleser am Polarkreis diesen Vers interpretiert...)
Sehr interessant finde ich die Tatsache, dass in Genesis die Tage mit dem Abend beginnen: "And it was evening and morning: a new day. Auch das ist eine neue Sichtweise, die ich mehr verinnerlichen möchte.

2. "Let US make...." (V.26) - an dieser Stelle nennt Gott sich in der Mehrzahl. Ein erster Hinweis auf die Dreieinigkeit.

3. "So God created man in His own image, in the image of God He created him, male and female he created him."
Das war Gottes ursprünglicher Plan: Mann und Frau von gleichem Wert, beide Gott ähnlich. Ich möchte diesen Satz verinnerlichen. God created me in His own image, und so sieht Gott mich immer noch. Um Missverständnisse zu vermeiden, wird die message sogar wiederholt! Manchmal muss ich mir dies vergegenwärtigen, gerade dann, wenn jemand vor mir steht, mit dem mir der Umgang schwerfällt. Jede/r Einzelne/r ist nach Gottes Ebenbild geschaffen und wertvoll.

4. Then God said: "Let the earth bring forth grass, the herb that yields seed, and the fruit tree that yields fruit according to its kind, whose seed is in itself , on the earth."
Ein recht aktuelles Thema: Gottes Plan war es, dass sich alle Pflanzen durch ihren Samen vermehren und aus dem Samen eine "entsprechende" Pflanze wächst. Heute gibt es zunehmend Bestrebungen hin zu Hybridpflanzen und auch Getreidesorten, die man nicht wieder aussäen kann. Dies zwingt Bauern dazu, die Samen "nachzukaufen". Durch die Gentechnik sind Pflanzen ein "Investment mit Dividende" geworden. Wir wissen, dass dies gerade in Ländern wie Indien oder Afrika zunehmend ein Problem wird. Näheres gibt es hier: Welt-Ernährung

So viel erst mal. Alles dabei: Persönliches - Gesellschaft - Gottesbild - Menschenbild.

03 April 2011

Link zum Thema Geld & Finanzen...

... diesen Artikel der SZ fand ich sehr aufschlussreich, ich hatte die ganze "REttungsschirm-Aktion" nie so ganz begriffen und bin auch keine Volkswirtschaftlerin:

Rettungsschirm für den Euro

25 März 2011

God´s Economy: 2. Teil

Es ist nicht so ganz einfach, die Kapitel zusammenzufassen, da Jonathan viele kleine Geschichten und Beispiele mit einflicht, die ich jetzt weglasse, weil sonst müsste ich sein Buch komplett abschreiben. Also, wer das Ganze etwas praktischer vor Augen haben will, besorge sich o.g. Buch oder leihe es sich bei mir aus.

Im letzten Kapitel haben wir gesehen, dass es Gott nicht um äußeren, sondern inneren Reichtum geht, und dass nur dieser innere Reichtum an Vergebung (z.B.) den äußeren Reichtum freisetzen kann für Gottes Zwecke.

Im zweiten Kapitel geht es um die Sehnsucht nach "mehr" in uns. Wir wollen uns nicht mit dem "pie-in-the-sky" abspeisen lassen, d.h. ein Warten auf ein besseres Leben im Jenseits kann uns nicht glücklich machen.

Außerdem geht es darum, welche Rolle Geld auf dieser Welt spielt und was Jesus dazu sagt.
Ein Satz beschreibt die ganze Angelegenheit ganz gut: "But what Jesus concerns about money isn´t so much how we should use it... as how it affects our relationship with God." (S. 34)
(Jesus ist nicht so sehr damit beschäftigt, was wir mit dem Geld anfangen sollten, als vielmehr damit, wie es unsere Beziehung zu Gott beeinflusst.)
"Wer geldgierig ist, bekommt nie genug, und wer den Luxus liebt, hat immer zu wenig - auch das ist völlig sinnlos!" (Prediger 5,10) - Geld ist eine starke Macht für die, die welches haben. Aber wie ist das mit den Armen? Jonathan berichtet von einer Begegnung mit einem Obdachlosen (übrigens hier um die Ecke in Köln!), die ihn gelehrt hat, dass Geld auch das Denken und das Herz beeinflusst, wenn man es nicht hat.

Im nächsten Absatz kommt Jonathan auf den Punkt:
Er hat die Realität der Armen in den Slums Lateinamerikas und an anderen Orten der Welt gesehen, und diese Armut hat nichts "sozialromantisches". wir können sie nicht mit ein paar guten Werken abschaffen. Zwischen Arm und Reich tut sich ein Abgrund auf, der immer größer wird. Auch in christlichen Kreisen ist dieser Abgrund bekannt. Trotz nicht geringer weltweiter Anstrengung werden die Unterschiede nach wie vor immer größer. Armut ist ein Geschwür weltweit.
Diese Tatsachen haben Jonathan dazu bewegt, das Phänomen "Geld" als etwas völlig anderes zu betrachten:

Geld ist eine geistliche Macht, die diese Welt im Griff hat.

"But seeing poverty firsthand shook me from my illusions and convinced me that money is a power that works with the devil to steal, kill and destroy.....Rich and poor alike, the powers hold our imagination captive." (S. 47; frei übersetzt: Als ich Armut aus erster Hand begegnete, verlor ich meine Illusionen und überzeugte mich, dass Geld eine Macht ist, die mit dem Teufel zusammenarbeitet, um zu stehlen, zu töten und zu vernichten... Reiche wie Arme, unsere Vorstellungen werden von diesen Mächten gefangen gehalten.")

Jesus sagt: "Der Dieb kommt, um zu stehlen, zu schlachten und zu vernichten. Ich aber bringe Leben - und dies im Überfluss. (Joh 10,10) und "Ich bin der gute Hirte. Der gute Hirte lässt sein Leben für die Schafe."

Jesus lädt uns ein in eine Ökonomie jenseits aller weltlichen Ökonomien. Sein Tod und seine Auferstehung ist der Knackpunkt und Wendepunkt für eine völlig andere "Wirtschaftsform". Jesus bietet uns Seinen göttlichen Überfluss an, der unser Leben echt reich macht. Jenseits weltlichen Reichtums. Aber eben nicht nur seelisch/geistlich, sondern auch real, indem Er uns von der Macht des Geldes befreit!

God´s Economy: 1. Teil

Im ersten Kapitel schreibt der Autor, dass wir das Evangelium unter anderem so verstehen, dass Gott uns schon an die richtigen "guten" Positionen bringen wird und erzählt nochmals die Geschichte von Joseph.

Joseph hat einen Traum, und er ist so naiv, diesen seinen Brüdern zu erzählen. Seine Brüder sind alles andere als begeistert, und wie wir wissen, wird Joseph nach Ägypten in die Sklaverei verkauft. Bei Potifar erlebt er seinen ersten Aufstieg. Er ist moralisch stark und wiedersteht der Hausherrin, die ihn verführen will, und landet schließlich im Gefängnis. Dort deutet er zwei Menschen die Träume. Der Mundschenk erinnert sich einige Zeit später an ihn, als niemand die Träume des Pharao deuten kann. Wie wir wissen, erklärt Joseph die Träume und gibt auch noch den guten Ratschlag, einen Teil der Ernte in den guten Jahren in großen Lagerhallen zu lagern, damit in der Hungersnot genügend Korn zur Verfügung steht.
Schließlich wird Joseph zur Rechten Hand des Pharao.
Ein kometenhafter Aufstieg, nicht wahr? Aber Gott sieht das Herz. Denn schließlich begegnet Joseph seinen Brüdern wieder, und sie sind in seiner Hand. Die Geschichte zeigt sehr deutlich, dass Joseph innerlich gekämpft hat, bis er bereit war, ihnen zu vergeben.
Er sagt:"Aber Gott hat mich vor Euch hergesandt,... um euch am Leben zu erhalten zu einer großen Errettung." (Genesis 45,7)

Gott geht es in dieser Geschichte nicht so sehr um den wirtschaftlichen Erfolg Josephs, sondern um sein Herz und seine Haltung zu seinen engsten Verwandten, zu seinem "Haus": seinen Brüdern. Wäre er hartherzig geblieben,wäre es sehr wahrscheinlich nicht weitergegangen mit dem Volk Israel, und das, bevor es richtig begonnen hatte. Nicht der Reichtum Josephs ist hier das Ausschlaggebende, sondern dass Gott Joseph befreit in seinem Herzen, so dass er ein Segen sein kann für seine Brüder. Dieser Segen ist letztlich der Überfluss an Leben, den Jesus meint. U

Merke: Wo Vergebung fließt, kann Gottes Reichtum fließen!

Einleitung zur Reihe "God´s Economy"

In etwas älteren Einträgen auf diesem Blog könnt Ihr nachlesen, dass Volker und ich uns eine Weile mit der alternativen Lebensform der "Neuen Klöster" beschäftigt haben. Jeder, der darüber mehr wissen möchte, kann sich diese homepage ansehen.

In letzter Zeit muss ich wieder öfter an diese Lebensgemeinschaften denken. Auch deswegen, weil ich es sehr unbefriedigend empfinde, mich den Zwängen dieser Welt auszuliefern. Ich habe irgendwie wenig Interesse daran, z.B. ein Haus zu erwerben und dann mit Volker zusammen 30 Jahre lang den dazugehörigen Kredit abzubezahlen. Es würde für uns beide viel Zeitaufwand für Geldverdienen bedeuten, Zeit, die wir eigentlich viel lieber mit anderen Dingen verbringen möchten:
- mit unseren Kindern
- Volker mit Fahrräder schrauben und fliegen
- mit Jesus abhängen
- Freunde treffen, Leben teilen
- etwas für andere tun, mich einbringen z.B. in der Gemeinde
- viele viele andere Ideen...

Bei meinem letzten Ausflug auf oben genannte Homepage bin ich auf etwas Literatur gestoßen, die man auch in Deutschland zumindest über einen großen (internationalen) Buchversand bekommen kann, und so habe ich mir "God´s Economy" von Jonathan Wilson-Hartgrove besorgt. Und es in ca. 2 Tagen durchgelesen. (Ja ich weiß, ich sollte eigentlich lernen...)

Weil ich das Buch sehr herausfordernd und faszinierend finde, werde ich in den nächsten Tagen und Wochen, so Gott will, die essentiellen Aussagen herausdestillieren und hier einstellen. Gott segne Euch damit!