... müsste ich nun davon erzählen, wie der Bagger unsere (bis dahin sowieso nutzlose) Telefonleitung kappte, unser alter Vermieter einen Anfall bekam wegen der Streifen in den (geputzten!) Fensterscheiben, die Stadt Dormagen unseren Wasseranschluss erneuerte (also die Zuleitung aus den großen Rohren von der Straße her, was erheblichen Lärm bedeutete) und so ziemlich alle und jeder hofften, das Baby würde schön brav im Bauch bleiben, bis die wichtigsten Arbeiten abgeschlossen sind.
Was es ja auch tat, das Baby, ausgezählt von offizieller medizinischer Seite her für den 30.07., inoffiziell von meiner Hebamme und mir für den 04.08., machte sich erst am Nachmittag des 08.08.08 (!!!!!?!) auf den Weg, um dann doch erst in der ersten Stunde des 09.08.08 das Licht der Welt zu erblicken. (Wir haben das Wahnsinns-Schnapszahlen-Datum um ganze 26 min. verpasst.)
Also könnte ich jetzt den Geburtsbericht hier einfügen.
Habe ich aber gerade keine Lust zu! Wer ihn lesen möchte, schicke mir eine E-Mail, ich werde ihn umgehend zusenden. (Geschrieben ist er schon sehr lange. Es war eine sehr schöne, besondere Geburt, wenn auch ziemlich schmerzhaft.)
Was dann?
Nichts weiter, denke ich, denn mein Leben ist zur Zeit etwas einseitig: Ich bin von früh bis spät mit den Kindern und dem Haushalt beschäftigt. Zum Glück habe ich eine so liebe und redefreudige Tochter, sonst wäre es wirklich sehr langweilig hier.
Habe ich schon erwähnt, dass ich nach dem Jahrhundert-Unwetter hier auch noch den Jahrzehnte-Schneefall hier in der Gegend miterleben darf? Was für mich als alte Fränkin (fast) selbstverständlich zum Winter dazugehörte, nämlich das weiße Glitzern auf den Wiesen, Schlittschuh fahren und rodeln, ist hier fast unbekannt, mangels Kälte. Wir haben in den sechs Jahren, die wir hier wohnen, noch nie mehr als ein bis zwei Zentimeter Matschschnee erlebt.
Dieses Jahr hat Gott sich was anderes überlegt. Ich hege ja den Verdacht, dass er einfach mal wieder zeigen wollte, wie wahnsinnig lieb er die Appels hat. Eigentlich wollte ich ja gern einen Winterurlaub machen. Aber da Volker so viel arbeiten muss, geht das nun nicht.... - Ich war wirklich etwas traurig darüber, Ida ist schließlich schon 3 und hatte noch keinen richtigen Schnee gesehen!! Gott fand das wohl auch einen absolut unhaltbaren Zustand, zumal für eine Halb-Fränkin - und schickte umgehend größere Mengen Schnee nach NRW! Da liegt er nun, 15cm dick, schon seit einer Woche. Wir haben es sogar geschafft, einen Schlitten zu besorgen.
Aber aus Plastik. - Ich zitiere Volker: "Der ist so schön handlich, kann man ganz einfach im Auto verstauen, nimmt nicht viel Platz weg!". Ich zitiere Oma Ursel: "Oh, Du hast einen Schlitten bekommen. Einen richtigen Holzschlitten?" Ich zitiere Ida: "Ich hatte mir doch einen Holzschlitten gewünscht!" Und ich, als ich feststellte, dass der Schlitten tatsächlich unten in den Kinderwagen reinpasst: "Da hat Volker ja doch das richtige gekauft! Einen Holzschlitten könnte ich nicht so mitnehmen!"
Der Schnee ist herrlich. Leider schaffe ich es nicht so oft und lange wie ich möchte, mit den beiden Mädels rauszugehen. Ich könnte Mona ja ins Tuch tun, aber da fehlen im Moment Monas warme Fleece-Schläppchen. Die sind wie vom Erdboden verschluckt. (Wer hätte es gedacht: ein größeres Haus verschluckt noch mehr Dinge als eine kleine Wohnung. Manchmal frage ich mich, ob es irgendwo in diesem Haus ein Schwarzes Loch gibt. Ich meine, schwarze Türen hats ja genug..)
Wenn ich jetzt Single wäre... würde ich Skifahren gehen oder, wenn ich schon nicht wegfahren könnte, dann zumindest auf die Karnbaumweiher, Schlittschuh laufen.
Weil ich aber Mama bin, stille ich jetzt. Und wer immer da draußen mitliest, muss sich eben bis zum nächsten Mal gedulden.