Wir sind also am 21. Juli eingezogen.
Wenige Tage später gabs hier ein Riesenunwetter. Es stürmte, blitzte und goss aus Kübeln. Weil wir uns nicht sicher waren, ob in der "alten Wohnung" alle Fenster geschlossen waren, ist Volker nachts durch das Unwetter gefahren, hat nachgesehen und ist so gegen Mitternacht zurück gekommen.
Als er die Tür aufsperrte, kam ihm der Gedanke, doch auch mal bei uns in den Keller zu sehen. Als er das Treppenhaus betrat, kam ihm ein etwas modriger Geruch entgegen.
Im Keller stand das Wasser... gottseidank nur 1-2cm tief.
Leider hatte es Volkers zukünftiges "Arbeitszimmer" erwischt: Der Kellerraum mit Fußboden drin. Und natürlich war das auch der Kellerraum, in dem wir alles "vorerst" gestapelt hatten, was noch keinen richtigen Platz hatte......................................
Und so sah das ungefähr aus:
Schuld war das hier:
Es hatte nämlich kein Rückschlagventil. Da die Zuläufe auf den Straßen übersprudelten, weil das Wasser nicht so schnell abfließen konnte, wie es reinregnete, drückte es dann auch Wasser aus der Abwasserleitung ins Waschbecken... und in unseren Keller.
Volker war ziemlich fertig. Er hatte da jede Menge Segelflug- und Fahrrad-Bücher gelagert, die man nicht so einfach wieder kaufen könnte. Aber letztendlich war er schnell genug: Er räumte alles um, einige Kartons zerfielen, aber von seinen für ihn sehr wertvollen Büchern ist so gut wie nichts kaputt gegangen.
Unsere "Gästematratzen" waren allerdings hin, ebenso Volkers Schreibtisch.
Zum Glück war unser Vermieter sehr verständig und half uns, (indem er zwei starke Jungs vorbeischickte), den Keller zu räumen. Kurz darauf wurde der Boden herausgerissen.
Jetzt ist der Keller leer. Also er ist heute, am 14. November 2008, immer noch leer...
Wie kommt das?
Bei der Hausübergabe erwähnten die Vormieter, dass in diesem Kellerraum Schimmel an der Wand ist, für sie erst sichtbar nachdem sie ihre Regale abgebaut hatten. Bald war klar, dass man da von außen aufgraben muss, die Wand trocknen lassen, versiegeln und anschließend wieder zubaggern muss
Ich möchte darauf hinweisen, dass ich zu diesem Zeitpunkt hochschwanger war und wir im Prinzip jeden Tag mit der Geburt rechneten...
Nach der Geschichte mit dem Regenguss beschloss der Vermieter kurzerhand, dass der Bagger so bald als möglich kommen soll.
Ich war sehr begeistert... Also ging es los.
Direkt vor unserem Esszimmerfenster baumelte die Baggerschaufel. Ida fand das mächtig interessant, sie war also erst mal beschäftigt. Ich fand den Lärm ziemlich nervtötend. Und das Baby hatte dann erst mal gar keine Lust mehr rauszukommen.
Mehr von den Komplikationen der Bagger-Aktion beim nächsten Mal.