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26 September 2008

Rückblende: Uni und EKI

Da ja sonst alles ganz konfus läuft, drösle ich hier die einzelnen "Themenkreise" der letzten Monate auseinander.

Ein wichtiger Lebensabschnitt für mich und auch für Ida ging zu Ende.
Uni

Ich habe meine letzten Kurse belegt und ein paar Prüfungen abgelegt:

Zu Beginn des Semesters konnte ich Rechtsmedizin belegen: vier Wochen lang eineinhalb Tage die Woche. Die sehr guten Vorlesungen der Professorin Ritz-Timme kann ich wirklich sehr empfehlen. Das Baby im Bauch hat aber immer gestrampelt, als sie die ekligen Bilder an die Wand geworfen hat. Da hab ich mich ja schon gefragt, ob das so gut ist... Sehr interessant fand ich den Themenkreis Häusliche Gewalt sowie Umgang mit Gewaltopfern. Als Arzt wird man immer wieder auf diese Probleme stoßen. Die Opfer sind oft gar nicht bereit, sich als solche zu sehen. Täter kommen manchmal aufgrund der fehlenden Dokumentation ungeschoren davon. Frauen bleiben bei ihren schlagenden Männern, weil sie emotional nicht rauskommen.

Die mündliche Prüfung war sehr angenehm. Ich hatte zwar das Gefühl, alle anderen hätten viel fundiertere Antworten gegeben, aber letztendlich haben wir alle die gleiche Note bekommen. Also wieder ein Punkt abgehakt.

Als nächstes kam dann Humangenetik dran. Das war zwar nur eine VL, aber mit Anwesenheitspflicht. Da EKI erst um 8:30 begann, die VL aber um 8:00h, war das für mich schwierig, wenn Volker früh zur Arbeit ging und Ida nicht in die EKI bringen konnte. Der Dozent war aber sehr entgegenkommend, ich habe mehrmals mit ihm gesprochen, und schlussendlich waren meine Fehlzeiten kein Problem. Die schriftliche Prüfung war bekanntermaßen gut zu bestehen. Da waren wir zwar schon so halb am Umziehen, aber irgendwie geht immer was.

Nebenbei musste ich noch für Augenheilkunde lernen, da fehlte mir noch die Prüfung. Diese war ziemlich schwer, was zu erwarten war. Ich hab´s bestanden, das war für mich die Hauptsache.

EKI


Die Elterninitiative, die Ida besuchte, befand sich bereits in einer Umbruchphase. Einige Kinder kamen in den Kindergarten. Neue Kinder kamen dazu. Dadurch auch neue Eltern. Gleichzeitig hatten wir unsere Wohnung schon halb in Umzugkartons gepackt, und alle paar Tage fuhren wir zum neuen Haus. Dadurch war EKI noch so das beständigste in Idas Leben.

Am 18. Juli hatten wir dann unseren letzten Tag in der EKI und "feierten" Abschied, zusammen mit Yannick. Es war schön, aber es waren nur wenige Kinder da, das war wiederum schade.
Da EKI ja eine Elterninitiative ist, und man so einen recht engen Kontakt zu den anderen Eltern bekommt, bricht für uns ein "soziales Netz" weg. Zu einigen haben wir schon noch Kontakt, aber die Entfernungen sind doch so groß, dass man sich nicht mal eben besuchen kann. Na, es ist ja meistens so: wenn man sich gerne hat, spielt die Distanz keine Rolle, wenn beide Parteien Interesse haben, dann findet sich ein Weg.