Ich habe mich auch recht wenig mit dem
"klostergedanken"beschäftigt in letzter Zeit. Ein Teil der Leute, die Interesse hatten, sind nun vor kurzem umgezogen. Ein anderer Teil ist für das nächste halbe Jahr weg. Ich bin ein bisschen desillusioniert. Wahrscheinlich wäre es am besten, wir würden eine Zeit lang in einer Gemeinschaft mitleben. Vielleicht können wir uns dann auch besser vorstellen, wie das ist. Was geht. Was wichtig ist. -- Markus, der uns inspiriert hat, ist weitergegangen. Mehr kann man hier nachlesen. Ich finde das total klasse, was da passiert. Ich hab den Eindruck, da zieht an mir was vorbei, ich fühl mich wie "ausgesperrt", wie ein Zuschauer, der leider nicht mit dabei ist. Dabei ist mir schon ganz klar, dass es an mir/uns liegt, dass wir hier sind. Wir tun nichts und warten darauf, dass Gott alles tut. Wie blöde!
Idaist nun schon fast ein Jahr alt und braucht nicht mehr lange, bis sie laufen kann. Sie ist eine total süße Maus. Ich bin sehr begeistert von ihr. Es ist erstaunlich, wie viel sie schon versteht von dem, was ich zu ihr sage. Sie redet auch sehr viel in ihrer ureigenen Sprache, was schade ist, weil ich kein Ida-isch kann. Sie kann schon mama und baba sagen, sie sagt "ba" für ball und "buu" für Buch! Das ist schon ganz schön viel für ein knappes Jahr. Ich versuche auch, ihr Handzeichen beizubringen. So langsam begreift sie es. Aber sie ist eben vor allem mit dem Laufenlernen beschäftigt, sie konzentriert sich lieber ganz auf eine Sache...
Volker und ichwünschen uns, dass mein Studium baaald zu Ende ist. In gewisser Weise bremst es uns auch aus. Wir möchten nicht für immer in der Gegend bleiben. Wenn ich fertig bin, sind wir in unserer Ortwahl doch deutlich freier.
Ich bin sehr damit beschäftigt, Idas Betreuung für das neue Semester / und generell auf die Beine zu stellen. Nächste Woche sind wir wieder bei der Tagesmutter. Und ich werde mir ein paar Elterninitiativen an der Uni ansehen. Uns gefällt der Gedanke, mitarbeiten zu können und dadurch auch größeren Einfluss zu haben. Mir gefällt der Gedanke, mich mit Leuten anzufreunden, die in einer ähnlichen Situation sind wie ich. Und langfristig ist es für Ida sehr wichtig, dass sie unter Kindern ist. Hier im Haus gibt es ja keine Kinder. In der näheren Umgebung schon, aber es fällt mir nicht so leicht, Kontakte zu knüpfen. Gern wäre ich zu einer Spielgruppe gegangen, aber mit meinem unregelmäßigen Stundenplan kann ich das vergessen. Ich habe leider nicht jeden Freitag von 9:00h - 11:00h frei.
Ich merke, ich brauch noch viel Heilung und Hilfe. Vieles in mir ist verdreht, das merke ich nun viel mehr - durch Ida. Kinder sind Spiegel...