Ich lese zur Zeit Hiob.
Wer hat schon einmal versucht, das Buch Hiob in der Elberfelder Übersetzung zu lesen? Oder in der Hoffnung für Alle? Und jetzt ehrlich: Wer hat es ganz durchgelesen und das Gefühl gehabt, dass dieses Buch einfach stark ist? Bei mir waren die Emotionen meist eher so: So langatmig und hölzern. Ich kapier gar nicht ganz wovon die reden. Was für ein schwieriges Buch..
Ich lese seit einiger Zeit Hiob in der New King James Version und kann Euch sagen: Was für ein himmelweiter Unterschied! Wie konnte ich mich jahrelang um diese coole Bibelübersetzung bringen!
Warum?
In der NKJV ist Hiob in so einer Art "Versform" geschrieben. Kein Blocksatz.
Da macht das alles plötzlich viel mehr Sinn, ist gegliedert, ist auch literarisch lesenswert.
Hiob ist mir hochsympathisch. Echt. Er fühlt sich von seinen Freunden sowas von nicht verstanden, dass er sich schon fast die Haare rauft. Gleichzeitig sind sie ihm natürlich nicht egal.
Hiob wirft ganz grundsätzliche Fragen auf. Hiob hadert mit Gott und mit seinem Leben. Und das in der Bibel! ;)
Mir ist das sympathisch.
Ich habe auch schon gehadert.
Wer nicht?
Wer nicht, kennt eine Dimension des Glaubens nicht.
Wir kämpfen alle manchmal ganz schön in unseren Leben. Dann kommen die netten, guten befreundeten Christen und erzählen einem, wie man es besser macht. Und dass wir schließlich selbst schuld sind an unserem ganzen Dilemma. Und wenn wir nur immer Gottes Gebote gehalten hätten, dann...
Es hat sich nicht so viel verändert in den letzten paar tausend Jahren seit Hiob.
Oder?
Ich hoffe, dass ich den Zweifelnden, den Kämpfenden und Ringenden anders begegnen kann. Dass ich sie in Liebe annehmen kann. Sie nicht alleine lasse, aber auch nicht mit guten Ratschlägen zutexte.
Sie aushalte, aushalte, aushalte. Mit ihnen Gott in Frage stelle. Und weitermache, weiter glaube, weiter an der himmlischen Ewigen dranbleibe.
Denn sie liebt uns ja trotzdem.
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22 August 2014
01 April 2014
Genesis 1 - brandaktuell
Vor kurzem habe ich in der Bibel mal wieder am Anfang angefangen.
Es ist ziemlich überwältigend, wie viel praktische Relevanz das erste Kapitel der Bibel hat. Weil mich einige Verse echt getroffen haben, schreibe ich es mal auf, vielleicht findet sich noch wer wieder.
Die Verse sind der englischen New King James Übersetzung entnommen, weil ich zur Zeit in dieser Bibel lese. Übrigens ein guter Tipp, die Bibel auch mal in einer anderen Übersetzung oder Sprache zu lesen, da das neue Horizonte eröffnet.
1. "Darkness he called NIGHT, and the Light he called DAY." (V.5)
Wie sieht das heute aus, und oft genug in meinem Leben? Gott hat mich beim Lesen hier direkt angesprochen. Wie oft machen wir die Nacht zum Tag! Aber so hat Gott sich das nicht gedacht. Das Dunkel ist die Nacht. Das Licht ist der Tag. Ich möchte bewusster danach leben, denn es tut meinem Körper und meiner Seele gut.
(Allerdings weiß ich nicht so genau, wie ein Bibelleser am Polarkreis diesen Vers interpretiert...)
Sehr interessant finde ich die Tatsache, dass in Genesis die Tage mit dem Abend beginnen: "And it was evening and morning: a new day. Auch das ist eine neue Sichtweise, die ich mehr verinnerlichen möchte.
2. "Let US make...." (V.26) - an dieser Stelle nennt Gott sich in der Mehrzahl. Ein erster Hinweis auf die Dreieinigkeit.
3. "So God created man in His own image, in the image of God He created him, male and female he created him."
Das war Gottes ursprünglicher Plan: Mann und Frau von gleichem Wert, beide Gott ähnlich. Ich möchte diesen Satz verinnerlichen. God created me in His own image, und so sieht Gott mich immer noch. Um Missverständnisse zu vermeiden, wird die message sogar wiederholt! Manchmal muss ich mir dies vergegenwärtigen, gerade dann, wenn jemand vor mir steht, mit dem mir der Umgang schwerfällt. Jede/r Einzelne/r ist nach Gottes Ebenbild geschaffen und wertvoll.
4. Then God said: "Let the earth bring forth grass, the herb that yields seed, and the fruit tree that yields fruit according to its kind, whose seed is in itself , on the earth."
Ein recht aktuelles Thema: Gottes Plan war es, dass sich alle Pflanzen durch ihren Samen vermehren und aus dem Samen eine "entsprechende" Pflanze wächst. Heute gibt es zunehmend Bestrebungen hin zu Hybridpflanzen und auch Getreidesorten, die man nicht wieder aussäen kann. Dies zwingt Bauern dazu, die Samen "nachzukaufen". Durch die Gentechnik sind Pflanzen ein "Investment mit Dividende" geworden. Wir wissen, dass dies gerade in Ländern wie Indien oder Afrika zunehmend ein Problem wird. Näheres gibt es hier: Welt-Ernährung
So viel erst mal. Alles dabei: Persönliches - Gesellschaft - Gottesbild - Menschenbild.
Es ist ziemlich überwältigend, wie viel praktische Relevanz das erste Kapitel der Bibel hat. Weil mich einige Verse echt getroffen haben, schreibe ich es mal auf, vielleicht findet sich noch wer wieder.
Die Verse sind der englischen New King James Übersetzung entnommen, weil ich zur Zeit in dieser Bibel lese. Übrigens ein guter Tipp, die Bibel auch mal in einer anderen Übersetzung oder Sprache zu lesen, da das neue Horizonte eröffnet.
1. "Darkness he called NIGHT, and the Light he called DAY." (V.5)
Wie sieht das heute aus, und oft genug in meinem Leben? Gott hat mich beim Lesen hier direkt angesprochen. Wie oft machen wir die Nacht zum Tag! Aber so hat Gott sich das nicht gedacht. Das Dunkel ist die Nacht. Das Licht ist der Tag. Ich möchte bewusster danach leben, denn es tut meinem Körper und meiner Seele gut.
(Allerdings weiß ich nicht so genau, wie ein Bibelleser am Polarkreis diesen Vers interpretiert...)
Sehr interessant finde ich die Tatsache, dass in Genesis die Tage mit dem Abend beginnen: "And it was evening and morning: a new day. Auch das ist eine neue Sichtweise, die ich mehr verinnerlichen möchte.
2. "Let US make...." (V.26) - an dieser Stelle nennt Gott sich in der Mehrzahl. Ein erster Hinweis auf die Dreieinigkeit.
3. "So God created man in His own image, in the image of God He created him, male and female he created him."
Das war Gottes ursprünglicher Plan: Mann und Frau von gleichem Wert, beide Gott ähnlich. Ich möchte diesen Satz verinnerlichen. God created me in His own image, und so sieht Gott mich immer noch. Um Missverständnisse zu vermeiden, wird die message sogar wiederholt! Manchmal muss ich mir dies vergegenwärtigen, gerade dann, wenn jemand vor mir steht, mit dem mir der Umgang schwerfällt. Jede/r Einzelne/r ist nach Gottes Ebenbild geschaffen und wertvoll.
4. Then God said: "Let the earth bring forth grass, the herb that yields seed, and the fruit tree that yields fruit according to its kind, whose seed is in itself , on the earth."
Ein recht aktuelles Thema: Gottes Plan war es, dass sich alle Pflanzen durch ihren Samen vermehren und aus dem Samen eine "entsprechende" Pflanze wächst. Heute gibt es zunehmend Bestrebungen hin zu Hybridpflanzen und auch Getreidesorten, die man nicht wieder aussäen kann. Dies zwingt Bauern dazu, die Samen "nachzukaufen". Durch die Gentechnik sind Pflanzen ein "Investment mit Dividende" geworden. Wir wissen, dass dies gerade in Ländern wie Indien oder Afrika zunehmend ein Problem wird. Näheres gibt es hier: Welt-Ernährung
So viel erst mal. Alles dabei: Persönliches - Gesellschaft - Gottesbild - Menschenbild.
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10 Januar 2014
Wiederbelebungsmaßnahmen für meinen Blog
Neues Jahr, neuer Versuch:
Wiederbelebung meines blogs. Vielleicht braucht der Blog einen anderen Namen. So schlimm ist das Leben ja auch wieder nicht.
Die heutige Losung (Ps. 103,13 und 1. Joh. 4,10) habe ich heute abend am eigenen Körper gespürt. Mein Kleiner war so aufgewühlt und wütend, wollte nicht ins Bett und sich sowieso nicht wickeln und ausziehen lassen. Nach sehr viel Gebrüll setzten wir uns in den Hängesessel und er kuschelte sich an mich und nuckelte Mama-Milch. Dabei entspannte er und ich fing an zu beten.
Es war ein bisschen so, als ob Gott sagte: So liebe ICH Dich. Wie (ein Vater oder) eine Mutter, die ihr Kind liebt und tröstet, obwohl es sich völlig irrational verhält, wütet, tritt und brüllt. Können wir uns das vorstellen? Dass Gott uns liebt, auch wenn wir gerade unsere allerschlimmste Seite herauskehren? Dass Er uns zur Ruhe bringen möchte in der größten Aufwühlung?
Ich spürte auch, dass Gott mich verändern möchte mehr zu Ihm hin. Zu diesem Charakter hin, der Liebe und Trost spenden kann, wenn Mitmenschen sehr aufgewühlt, wütend und "dagegen" sind. Mir gelingt das gerade im Umgang mit den Kindern oft genug nicht. Woran liegt das?
Ich stellte fest, dass es mir nur gut gelingt, wenn ich Zeit mit Jesus verbringe. Nicht nur am Sonntag in GoDi. Und nicht als "Pflichterfüllung" oder Dienst. Ich merke für mich, dass mich nur diese Zeiten mit Jesus befähigen werden, den Trubel mit meiner fünfköpfigen Familie zu bestehen, ohne selbst wütend, aggressiv und unausgeglichen zu werden.
Das ist mein Thema für das neue Jahr:
Bei Gott zu sein ist mein Glück.
Aber ich bin nicht automatisch bei Gott, nur weil ich Christ bin und "christliche Dinge" tue.
02 April 2011
Ein Zu Hause finden
Bevor ich weiterschreibe über God´s Economy möchte ich Euch (liest hier eigentlich jemand??) teilhaben lassen an einer wahren Geschichte aus unserem Leben, die mir zur Zeit nachgeht und deren entgültige Bedeutung und Bewertung (muss man das überhaupt?) noch aussteht.
In unserer alten Heimatgemeinde hatte es sich in einer kleinen Gruppe Singles verschiedenen Alters eingebürgert, sich recht regelmäßig nach dem Sonntag zum Essen zu treffen, mal hier, mal da, jeder bringt mit, was er hat, und irgendwie sind wir immer satt geworden und haben eine gute Zeit gehabt. Wir waren im Kern sechs Leute, die sich öfters gegenseitig besucht haben. Ein lieber Freund aus der Gruppe hat sich zudem öfters mit Volker unter der Woche getroffen, abends zum Essen, keine lange, aufwendige Sache: Zusammen gekocht, zusammen gegessen und geredet, und dann wieder nach Hause. Dieser Freund, nennen wir ihn D., war schon länger Single und auf der Suche nach einem "zu Hause", wie er uns immer wieder sagte. Als Christ gibt es dann ja schon diverse Möglichkeiten. Eine davon ist es, in eine Gemeinschaft zu ziehen und zu hoffen, dass dies das Zuhause wird.
So ging es auch D. Er wollte sich gerne sozial engagieren und ging deswegen in eine Gemeinschaft, die sich um Abhängige auf dem Weg aus der Abhängigkeit kümmerte. Er nahm sich eine längere Zeit unbezahlten Urlaub, vielleicht kündigte er sogar seine Arbeitsstelle, das weiß ich nicht mehr. Er stellte seine Möbel bei Bekannten und Verwandten unter und zog in besagte Gemeinschaft.
Wir blieben in Verbindung. Hin und wieder telefonierten wir, und leider war D. nicht besonders glücklich in dieser Gemeinschaft. Er hatte sehr wenig Raum für sich. Wenn er ein Problem hatte, hieß es, er solle dieses mit Gott klären. Es war definitiv kein Zu Hause für ihn geworden. Er sehnte sich zurück in seine "alte" Heimat, die für ihn dennoch keine richtige Heimat war.
Immer noch auf der Suche nach einem Ort, an dem er Wurzeln schlagen konnte...
Schließlich beschloss er, wieder zurückzukehren. Das war ziemlich genau zu dem Zeitpunkt, als wir wegzogen. Volkers Wohnung hatten wir gerade leergeräumt, als er uns fragte, ob er dort für eine Weile einziehen könnte, bis er eine eigene Wohnung gefunden hätte. Da der Mietvertrag ohnehin noch ein paar Wochen lief, hatten wir da rein gar nichts dagegen.
Wir waren eben ein paar Tage umgezogen, als uns eine gute Freundin anrief: "D. liegt im Krankenhaus, er fühlte sich schlecht und ist ins Krankenhaus. Bitte betet für ihn."
Einen Tag später kam die schreckliche Nachricht: "Iris, Volker, D. ist gestorben. Er hatte einen Herzinfarkt. Sie konnten ihn nicht retten. Es ging alles so schnell, keiner hat damit gerechnet!"
Wie vor den Kopf gestoßen waren wir... er war einer unserer besten Freunde in der alten Heimat. Ich hatte noch ein paar Tage zuvor mit ihm telefoniert, als er in die Wohnung gezogen war. Ich erinnere mich noch dunkel, dass es auch da wieder um das Zu Hause ging, das Ankommen, das zu Hause sein. In dem Gespräch ist mir so klar geworden, dass wir hier auf Erden kein endgültiges Zuhause finden werden, egal wie sehr wir uns bemühen. Ob wir nun Häuser bauen oder nicht, ob wir in einer Gemeinschaft leben oder nicht: unser Nest ist nicht von dieser Welt. Oder wie Augustinus in seinen Confessiones schreibt:
"...denn du hast uns zu dir hin geschaffen, und unser Herz ist unruhig, bis es Ruhe findet in dir."
(Augustinus, Confessiones 1,1, 400 n.Chr., ins Deutsche übertragen von Iris K. Hoenisch.)
Für mich blieb ein Gefühl, ein Eindruck über D.´s Leben und Sterben: dass er nun endlich zu Hause angekommen ist, dass all sein Suchen und Streben von Gott letztgültig beantwortet worden war. Das hat mir den Sinn seines Sterbens leichter gemacht, denn es erscheint immer sinnlos, wenn ein (relativ) junger Mensch stirbt.
Was das mit God´s Economy zu tun hat? Das werdet ihr schon noch herausfinden...
2Wie lieblich sind deine Wohnungen, HERR der Heerscharen!
In unserer alten Heimatgemeinde hatte es sich in einer kleinen Gruppe Singles verschiedenen Alters eingebürgert, sich recht regelmäßig nach dem Sonntag zum Essen zu treffen, mal hier, mal da, jeder bringt mit, was er hat, und irgendwie sind wir immer satt geworden und haben eine gute Zeit gehabt. Wir waren im Kern sechs Leute, die sich öfters gegenseitig besucht haben. Ein lieber Freund aus der Gruppe hat sich zudem öfters mit Volker unter der Woche getroffen, abends zum Essen, keine lange, aufwendige Sache: Zusammen gekocht, zusammen gegessen und geredet, und dann wieder nach Hause. Dieser Freund, nennen wir ihn D., war schon länger Single und auf der Suche nach einem "zu Hause", wie er uns immer wieder sagte. Als Christ gibt es dann ja schon diverse Möglichkeiten. Eine davon ist es, in eine Gemeinschaft zu ziehen und zu hoffen, dass dies das Zuhause wird.
So ging es auch D. Er wollte sich gerne sozial engagieren und ging deswegen in eine Gemeinschaft, die sich um Abhängige auf dem Weg aus der Abhängigkeit kümmerte. Er nahm sich eine längere Zeit unbezahlten Urlaub, vielleicht kündigte er sogar seine Arbeitsstelle, das weiß ich nicht mehr. Er stellte seine Möbel bei Bekannten und Verwandten unter und zog in besagte Gemeinschaft.
Wir blieben in Verbindung. Hin und wieder telefonierten wir, und leider war D. nicht besonders glücklich in dieser Gemeinschaft. Er hatte sehr wenig Raum für sich. Wenn er ein Problem hatte, hieß es, er solle dieses mit Gott klären. Es war definitiv kein Zu Hause für ihn geworden. Er sehnte sich zurück in seine "alte" Heimat, die für ihn dennoch keine richtige Heimat war.
Immer noch auf der Suche nach einem Ort, an dem er Wurzeln schlagen konnte...
Schließlich beschloss er, wieder zurückzukehren. Das war ziemlich genau zu dem Zeitpunkt, als wir wegzogen. Volkers Wohnung hatten wir gerade leergeräumt, als er uns fragte, ob er dort für eine Weile einziehen könnte, bis er eine eigene Wohnung gefunden hätte. Da der Mietvertrag ohnehin noch ein paar Wochen lief, hatten wir da rein gar nichts dagegen.
Wir waren eben ein paar Tage umgezogen, als uns eine gute Freundin anrief: "D. liegt im Krankenhaus, er fühlte sich schlecht und ist ins Krankenhaus. Bitte betet für ihn."
Einen Tag später kam die schreckliche Nachricht: "Iris, Volker, D. ist gestorben. Er hatte einen Herzinfarkt. Sie konnten ihn nicht retten. Es ging alles so schnell, keiner hat damit gerechnet!"
Wie vor den Kopf gestoßen waren wir... er war einer unserer besten Freunde in der alten Heimat. Ich hatte noch ein paar Tage zuvor mit ihm telefoniert, als er in die Wohnung gezogen war. Ich erinnere mich noch dunkel, dass es auch da wieder um das Zu Hause ging, das Ankommen, das zu Hause sein. In dem Gespräch ist mir so klar geworden, dass wir hier auf Erden kein endgültiges Zuhause finden werden, egal wie sehr wir uns bemühen. Ob wir nun Häuser bauen oder nicht, ob wir in einer Gemeinschaft leben oder nicht: unser Nest ist nicht von dieser Welt. Oder wie Augustinus in seinen Confessiones schreibt:
"...denn du hast uns zu dir hin geschaffen, und unser Herz ist unruhig, bis es Ruhe findet in dir."
(Augustinus, Confessiones 1,1, 400 n.Chr., ins Deutsche übertragen von Iris K. Hoenisch.)
Für mich blieb ein Gefühl, ein Eindruck über D.´s Leben und Sterben: dass er nun endlich zu Hause angekommen ist, dass all sein Suchen und Streben von Gott letztgültig beantwortet worden war. Das hat mir den Sinn seines Sterbens leichter gemacht, denn es erscheint immer sinnlos, wenn ein (relativ) junger Mensch stirbt.
Was das mit God´s Economy zu tun hat? Das werdet ihr schon noch herausfinden...
2Wie lieblich sind deine Wohnungen, HERR der Heerscharen!
3 Es sehnt sich, ja, es schmachtet meine Seele nach den Vorhöfen des HERRN, mein Herz und mein Leib, sie jauchzen dem lebendigen Gott entgegen.
4 Auch der Vogel hat ein Haus gefunden und die Schwalbe ein Nest für sich, wo sie ihre Jungen hingelegt hat - deine Altäre, HERR der Heerscharen, mein König und mein Gott!
5 Glücklich sind, die in deinem Haus wohnen. Stets werden sie dich loben. //
(Rev. Elberfelder Bibel, Psalm 84, Verse 2-5)
(Rev. Elberfelder Bibel, Psalm 84, Verse 2-5)
25 März 2011
God´s Economy: 1. Teil
Im ersten Kapitel schreibt der Autor, dass wir das Evangelium unter anderem so verstehen, dass Gott uns schon an die richtigen "guten" Positionen bringen wird und erzählt nochmals die Geschichte von Joseph.
Joseph hat einen Traum, und er ist so naiv, diesen seinen Brüdern zu erzählen. Seine Brüder sind alles andere als begeistert, und wie wir wissen, wird Joseph nach Ägypten in die Sklaverei verkauft. Bei Potifar erlebt er seinen ersten Aufstieg. Er ist moralisch stark und wiedersteht der Hausherrin, die ihn verführen will, und landet schließlich im Gefängnis. Dort deutet er zwei Menschen die Träume. Der Mundschenk erinnert sich einige Zeit später an ihn, als niemand die Träume des Pharao deuten kann. Wie wir wissen, erklärt Joseph die Träume und gibt auch noch den guten Ratschlag, einen Teil der Ernte in den guten Jahren in großen Lagerhallen zu lagern, damit in der Hungersnot genügend Korn zur Verfügung steht.
Schließlich wird Joseph zur Rechten Hand des Pharao.
Ein kometenhafter Aufstieg, nicht wahr? Aber Gott sieht das Herz. Denn schließlich begegnet Joseph seinen Brüdern wieder, und sie sind in seiner Hand. Die Geschichte zeigt sehr deutlich, dass Joseph innerlich gekämpft hat, bis er bereit war, ihnen zu vergeben.
Er sagt:"Aber Gott hat mich vor Euch hergesandt,... um euch am Leben zu erhalten zu einer großen Errettung." (Genesis 45,7)
Gott geht es in dieser Geschichte nicht so sehr um den wirtschaftlichen Erfolg Josephs, sondern um sein Herz und seine Haltung zu seinen engsten Verwandten, zu seinem "Haus": seinen Brüdern. Wäre er hartherzig geblieben,wäre es sehr wahrscheinlich nicht weitergegangen mit dem Volk Israel, und das, bevor es richtig begonnen hatte. Nicht der Reichtum Josephs ist hier das Ausschlaggebende, sondern dass Gott Joseph befreit in seinem Herzen, so dass er ein Segen sein kann für seine Brüder. Dieser Segen ist letztlich der Überfluss an Leben, den Jesus meint. U
Merke: Wo Vergebung fließt, kann Gottes Reichtum fließen!
Joseph hat einen Traum, und er ist so naiv, diesen seinen Brüdern zu erzählen. Seine Brüder sind alles andere als begeistert, und wie wir wissen, wird Joseph nach Ägypten in die Sklaverei verkauft. Bei Potifar erlebt er seinen ersten Aufstieg. Er ist moralisch stark und wiedersteht der Hausherrin, die ihn verführen will, und landet schließlich im Gefängnis. Dort deutet er zwei Menschen die Träume. Der Mundschenk erinnert sich einige Zeit später an ihn, als niemand die Träume des Pharao deuten kann. Wie wir wissen, erklärt Joseph die Träume und gibt auch noch den guten Ratschlag, einen Teil der Ernte in den guten Jahren in großen Lagerhallen zu lagern, damit in der Hungersnot genügend Korn zur Verfügung steht.
Schließlich wird Joseph zur Rechten Hand des Pharao.
Ein kometenhafter Aufstieg, nicht wahr? Aber Gott sieht das Herz. Denn schließlich begegnet Joseph seinen Brüdern wieder, und sie sind in seiner Hand. Die Geschichte zeigt sehr deutlich, dass Joseph innerlich gekämpft hat, bis er bereit war, ihnen zu vergeben.
Er sagt:"Aber Gott hat mich vor Euch hergesandt,... um euch am Leben zu erhalten zu einer großen Errettung." (Genesis 45,7)
Gott geht es in dieser Geschichte nicht so sehr um den wirtschaftlichen Erfolg Josephs, sondern um sein Herz und seine Haltung zu seinen engsten Verwandten, zu seinem "Haus": seinen Brüdern. Wäre er hartherzig geblieben,wäre es sehr wahrscheinlich nicht weitergegangen mit dem Volk Israel, und das, bevor es richtig begonnen hatte. Nicht der Reichtum Josephs ist hier das Ausschlaggebende, sondern dass Gott Joseph befreit in seinem Herzen, so dass er ein Segen sein kann für seine Brüder. Dieser Segen ist letztlich der Überfluss an Leben, den Jesus meint. U
Merke: Wo Vergebung fließt, kann Gottes Reichtum fließen!
Einleitung zur Reihe "God´s Economy"
In etwas älteren Einträgen auf diesem Blog könnt Ihr nachlesen, dass Volker und ich uns eine Weile mit der alternativen Lebensform der "Neuen Klöster" beschäftigt haben. Jeder, der darüber mehr wissen möchte, kann sich diese homepage ansehen.
In letzter Zeit muss ich wieder öfter an diese Lebensgemeinschaften denken. Auch deswegen, weil ich es sehr unbefriedigend empfinde, mich den Zwängen dieser Welt auszuliefern. Ich habe irgendwie wenig Interesse daran, z.B. ein Haus zu erwerben und dann mit Volker zusammen 30 Jahre lang den dazugehörigen Kredit abzubezahlen. Es würde für uns beide viel Zeitaufwand für Geldverdienen bedeuten, Zeit, die wir eigentlich viel lieber mit anderen Dingen verbringen möchten:
- mit unseren Kindern
- Volker mit Fahrräder schrauben und fliegen
- mit Jesus abhängen
- Freunde treffen, Leben teilen
- etwas für andere tun, mich einbringen z.B. in der Gemeinde
- viele viele andere Ideen...
Bei meinem letzten Ausflug auf oben genannte Homepage bin ich auf etwas Literatur gestoßen, die man auch in Deutschland zumindest über einen großen (internationalen) Buchversand bekommen kann, und so habe ich mir "God´s Economy" von Jonathan Wilson-Hartgrove besorgt. Und es in ca. 2 Tagen durchgelesen. (Ja ich weiß, ich sollte eigentlich lernen...)
Weil ich das Buch sehr herausfordernd und faszinierend finde, werde ich in den nächsten Tagen und Wochen, so Gott will, die essentiellen Aussagen herausdestillieren und hier einstellen. Gott segne Euch damit!
In letzter Zeit muss ich wieder öfter an diese Lebensgemeinschaften denken. Auch deswegen, weil ich es sehr unbefriedigend empfinde, mich den Zwängen dieser Welt auszuliefern. Ich habe irgendwie wenig Interesse daran, z.B. ein Haus zu erwerben und dann mit Volker zusammen 30 Jahre lang den dazugehörigen Kredit abzubezahlen. Es würde für uns beide viel Zeitaufwand für Geldverdienen bedeuten, Zeit, die wir eigentlich viel lieber mit anderen Dingen verbringen möchten:
- mit unseren Kindern
- Volker mit Fahrräder schrauben und fliegen
- mit Jesus abhängen
- Freunde treffen, Leben teilen
- etwas für andere tun, mich einbringen z.B. in der Gemeinde
- viele viele andere Ideen...
Bei meinem letzten Ausflug auf oben genannte Homepage bin ich auf etwas Literatur gestoßen, die man auch in Deutschland zumindest über einen großen (internationalen) Buchversand bekommen kann, und so habe ich mir "God´s Economy" von Jonathan Wilson-Hartgrove besorgt. Und es in ca. 2 Tagen durchgelesen. (Ja ich weiß, ich sollte eigentlich lernen...)
Weil ich das Buch sehr herausfordernd und faszinierend finde, werde ich in den nächsten Tagen und Wochen, so Gott will, die essentiellen Aussagen herausdestillieren und hier einstellen. Gott segne Euch damit!
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09 Januar 2009
Eigentlich...
... müsste ich nun davon erzählen, wie der Bagger unsere (bis dahin sowieso nutzlose) Telefonleitung kappte, unser alter Vermieter einen Anfall bekam wegen der Streifen in den (geputzten!) Fensterscheiben, die Stadt Dormagen unseren Wasseranschluss erneuerte (also die Zuleitung aus den großen Rohren von der Straße her, was erheblichen Lärm bedeutete) und so ziemlich alle und jeder hofften, das Baby würde schön brav im Bauch bleiben, bis die wichtigsten Arbeiten abgeschlossen sind.
Was es ja auch tat, das Baby, ausgezählt von offizieller medizinischer Seite her für den 30.07., inoffiziell von meiner Hebamme und mir für den 04.08., machte sich erst am Nachmittag des 08.08.08 (!!!!!?!) auf den Weg, um dann doch erst in der ersten Stunde des 09.08.08 das Licht der Welt zu erblicken. (Wir haben das Wahnsinns-Schnapszahlen-Datum um ganze 26 min. verpasst.)
Also könnte ich jetzt den Geburtsbericht hier einfügen.
Habe ich aber gerade keine Lust zu! Wer ihn lesen möchte, schicke mir eine E-Mail, ich werde ihn umgehend zusenden. (Geschrieben ist er schon sehr lange. Es war eine sehr schöne, besondere Geburt, wenn auch ziemlich schmerzhaft.)
Was dann?
Nichts weiter, denke ich, denn mein Leben ist zur Zeit etwas einseitig: Ich bin von früh bis spät mit den Kindern und dem Haushalt beschäftigt. Zum Glück habe ich eine so liebe und redefreudige Tochter, sonst wäre es wirklich sehr langweilig hier.
Habe ich schon erwähnt, dass ich nach dem Jahrhundert-Unwetter hier auch noch den Jahrzehnte-Schneefall hier in der Gegend miterleben darf? Was für mich als alte Fränkin (fast) selbstverständlich zum Winter dazugehörte, nämlich das weiße Glitzern auf den Wiesen, Schlittschuh fahren und rodeln, ist hier fast unbekannt, mangels Kälte. Wir haben in den sechs Jahren, die wir hier wohnen, noch nie mehr als ein bis zwei Zentimeter Matschschnee erlebt.
Dieses Jahr hat Gott sich was anderes überlegt. Ich hege ja den Verdacht, dass er einfach mal wieder zeigen wollte, wie wahnsinnig lieb er die Appels hat. Eigentlich wollte ich ja gern einen Winterurlaub machen. Aber da Volker so viel arbeiten muss, geht das nun nicht.... - Ich war wirklich etwas traurig darüber, Ida ist schließlich schon 3 und hatte noch keinen richtigen Schnee gesehen!! Gott fand das wohl auch einen absolut unhaltbaren Zustand, zumal für eine Halb-Fränkin - und schickte umgehend größere Mengen Schnee nach NRW! Da liegt er nun, 15cm dick, schon seit einer Woche. Wir haben es sogar geschafft, einen Schlitten zu besorgen.
Aber aus Plastik. - Ich zitiere Volker: "Der ist so schön handlich, kann man ganz einfach im Auto verstauen, nimmt nicht viel Platz weg!". Ich zitiere Oma Ursel: "Oh, Du hast einen Schlitten bekommen. Einen richtigen Holzschlitten?" Ich zitiere Ida: "Ich hatte mir doch einen Holzschlitten gewünscht!" Und ich, als ich feststellte, dass der Schlitten tatsächlich unten in den Kinderwagen reinpasst: "Da hat Volker ja doch das richtige gekauft! Einen Holzschlitten könnte ich nicht so mitnehmen!"
Der Schnee ist herrlich. Leider schaffe ich es nicht so oft und lange wie ich möchte, mit den beiden Mädels rauszugehen. Ich könnte Mona ja ins Tuch tun, aber da fehlen im Moment Monas warme Fleece-Schläppchen. Die sind wie vom Erdboden verschluckt. (Wer hätte es gedacht: ein größeres Haus verschluckt noch mehr Dinge als eine kleine Wohnung. Manchmal frage ich mich, ob es irgendwo in diesem Haus ein Schwarzes Loch gibt. Ich meine, schwarze Türen hats ja genug..)
Wenn ich jetzt Single wäre... würde ich Skifahren gehen oder, wenn ich schon nicht wegfahren könnte, dann zumindest auf die Karnbaumweiher, Schlittschuh laufen.
Weil ich aber Mama bin, stille ich jetzt. Und wer immer da draußen mitliest, muss sich eben bis zum nächsten Mal gedulden.
Was es ja auch tat, das Baby, ausgezählt von offizieller medizinischer Seite her für den 30.07., inoffiziell von meiner Hebamme und mir für den 04.08., machte sich erst am Nachmittag des 08.08.08 (!!!!!?!) auf den Weg, um dann doch erst in der ersten Stunde des 09.08.08 das Licht der Welt zu erblicken. (Wir haben das Wahnsinns-Schnapszahlen-Datum um ganze 26 min. verpasst.)
Also könnte ich jetzt den Geburtsbericht hier einfügen.
Habe ich aber gerade keine Lust zu! Wer ihn lesen möchte, schicke mir eine E-Mail, ich werde ihn umgehend zusenden. (Geschrieben ist er schon sehr lange. Es war eine sehr schöne, besondere Geburt, wenn auch ziemlich schmerzhaft.)
Was dann?
Nichts weiter, denke ich, denn mein Leben ist zur Zeit etwas einseitig: Ich bin von früh bis spät mit den Kindern und dem Haushalt beschäftigt. Zum Glück habe ich eine so liebe und redefreudige Tochter, sonst wäre es wirklich sehr langweilig hier.
Habe ich schon erwähnt, dass ich nach dem Jahrhundert-Unwetter hier auch noch den Jahrzehnte-Schneefall hier in der Gegend miterleben darf? Was für mich als alte Fränkin (fast) selbstverständlich zum Winter dazugehörte, nämlich das weiße Glitzern auf den Wiesen, Schlittschuh fahren und rodeln, ist hier fast unbekannt, mangels Kälte. Wir haben in den sechs Jahren, die wir hier wohnen, noch nie mehr als ein bis zwei Zentimeter Matschschnee erlebt.
Dieses Jahr hat Gott sich was anderes überlegt. Ich hege ja den Verdacht, dass er einfach mal wieder zeigen wollte, wie wahnsinnig lieb er die Appels hat. Eigentlich wollte ich ja gern einen Winterurlaub machen. Aber da Volker so viel arbeiten muss, geht das nun nicht.... - Ich war wirklich etwas traurig darüber, Ida ist schließlich schon 3 und hatte noch keinen richtigen Schnee gesehen!! Gott fand das wohl auch einen absolut unhaltbaren Zustand, zumal für eine Halb-Fränkin - und schickte umgehend größere Mengen Schnee nach NRW! Da liegt er nun, 15cm dick, schon seit einer Woche. Wir haben es sogar geschafft, einen Schlitten zu besorgen.
Aber aus Plastik. - Ich zitiere Volker: "Der ist so schön handlich, kann man ganz einfach im Auto verstauen, nimmt nicht viel Platz weg!". Ich zitiere Oma Ursel: "Oh, Du hast einen Schlitten bekommen. Einen richtigen Holzschlitten?" Ich zitiere Ida: "Ich hatte mir doch einen Holzschlitten gewünscht!" Und ich, als ich feststellte, dass der Schlitten tatsächlich unten in den Kinderwagen reinpasst: "Da hat Volker ja doch das richtige gekauft! Einen Holzschlitten könnte ich nicht so mitnehmen!"
Der Schnee ist herrlich. Leider schaffe ich es nicht so oft und lange wie ich möchte, mit den beiden Mädels rauszugehen. Ich könnte Mona ja ins Tuch tun, aber da fehlen im Moment Monas warme Fleece-Schläppchen. Die sind wie vom Erdboden verschluckt. (Wer hätte es gedacht: ein größeres Haus verschluckt noch mehr Dinge als eine kleine Wohnung. Manchmal frage ich mich, ob es irgendwo in diesem Haus ein Schwarzes Loch gibt. Ich meine, schwarze Türen hats ja genug..)
Wenn ich jetzt Single wäre... würde ich Skifahren gehen oder, wenn ich schon nicht wegfahren könnte, dann zumindest auf die Karnbaumweiher, Schlittschuh laufen.
Weil ich aber Mama bin, stille ich jetzt. Und wer immer da draußen mitliest, muss sich eben bis zum nächsten Mal gedulden.
22 September 2008
Kinderliebe
Heute war ein guter Tag: Früh nettes Frühstück mit den Frauen vom Geburtsvorbereitungskurs (aber es war schrecklich, bis wir losgekommen sind...), danach eine ruhige Zeit zu Hause, Essen war vorgekocht, also auch damit kein Stress!
Heute Nachmittag hatte Ida die Idee, dass eins ihrer Playmobil-Männchen "sich so doll verletzt hat, dass es stirbt!" Sie lachte dabei. Da habe ich ihr erklärt, dass man jemanden, der stirbt, in eine Kiste legt und beerdigt. Wir mussten dann also das Playmobil-Männchen beerdigen. Ich habe ihr von unserer Seele erzählt und dass Jesus die lebendig macht und mit in den Himmel nimmt und dass wir dann bei Gott sind. Was sagt meine Maus? "Dann ist das wie bei Jesus." "Ja, so ähnlich, der ist auch auferstanden und in den Himmel gekommen."
Volker fliegt morgen für ein paar Tage nach Amerika, Cedar Rapids, Iowa. Deswegen war der Abend etwas konfus, Volker versuchte zu packen, ich versuchte zu stillen und gleichzeitig Ida ins Bett zu bringen. Funktionierte natürlich nicht. Also hab ich erstmal gestillt, während Volker eine Geschichte vorlas. Dann habe ich wieder übernommen. Mit Ida und Mona gekuschelt, gesungen, gebetet. Ida hat das Thema des Nachmittages wieder aufgegriffen: Sie fragte mich, wie alt der Papa bei seinem nächsten Geburtstag wird. Ich: "40 Jahre".. Sie: "Na dann muss er ja bald sterben!" ich: "Nein, das glaub ich nicht, guck, Opa ist ja auch schon viel älter und lebt noch. Wir wollen, dass Papa noch gaaaanz lange lebt." "Ich will, dass Papa gar nicht stirbt." Hmm. Was sagt man da? Im Lauf des Gespräches kam dann noch: "Ich sterbe ja auch einmal." Ich habe ihr dann noch mal von Jesus erzählt und das fand sie, glaub ich, gut! Ich weiß nicht, ob ich hierbei alles richtig mache... Erziehung und alles was dazu gehört ist wirklich spannend.
Als Ida dann neben mir im Bett schlief und Mona auf der Matratze auf der anderen Seite, war ich irgendwie sehr glücklich. Schaute von einem Kind zum anderen. Fand es einfach so schön, zwei Kinder zu haben. Fragte mich, ob ich noch mehr von der Sorte will. Spürte eine Ruhe und einen Frieden. Oft bin ich nicht so nett zu Ida, finde ich. Mehr Klarheit und Ausgewogenheit täten gut. Ich arbeite daran. Ich glaube, ich darf unperfekt sein, meine Kinder werden daran nicht kaputt gehen. Solange sie spüren, dass ich sie liebe...
Heute Nachmittag hatte Ida die Idee, dass eins ihrer Playmobil-Männchen "sich so doll verletzt hat, dass es stirbt!" Sie lachte dabei. Da habe ich ihr erklärt, dass man jemanden, der stirbt, in eine Kiste legt und beerdigt. Wir mussten dann also das Playmobil-Männchen beerdigen. Ich habe ihr von unserer Seele erzählt und dass Jesus die lebendig macht und mit in den Himmel nimmt und dass wir dann bei Gott sind. Was sagt meine Maus? "Dann ist das wie bei Jesus." "Ja, so ähnlich, der ist auch auferstanden und in den Himmel gekommen."
Volker fliegt morgen für ein paar Tage nach Amerika, Cedar Rapids, Iowa. Deswegen war der Abend etwas konfus, Volker versuchte zu packen, ich versuchte zu stillen und gleichzeitig Ida ins Bett zu bringen. Funktionierte natürlich nicht. Also hab ich erstmal gestillt, während Volker eine Geschichte vorlas. Dann habe ich wieder übernommen. Mit Ida und Mona gekuschelt, gesungen, gebetet. Ida hat das Thema des Nachmittages wieder aufgegriffen: Sie fragte mich, wie alt der Papa bei seinem nächsten Geburtstag wird. Ich: "40 Jahre".. Sie: "Na dann muss er ja bald sterben!" ich: "Nein, das glaub ich nicht, guck, Opa ist ja auch schon viel älter und lebt noch. Wir wollen, dass Papa noch gaaaanz lange lebt." "Ich will, dass Papa gar nicht stirbt." Hmm. Was sagt man da? Im Lauf des Gespräches kam dann noch: "Ich sterbe ja auch einmal." Ich habe ihr dann noch mal von Jesus erzählt und das fand sie, glaub ich, gut! Ich weiß nicht, ob ich hierbei alles richtig mache... Erziehung und alles was dazu gehört ist wirklich spannend.
Als Ida dann neben mir im Bett schlief und Mona auf der Matratze auf der anderen Seite, war ich irgendwie sehr glücklich. Schaute von einem Kind zum anderen. Fand es einfach so schön, zwei Kinder zu haben. Fragte mich, ob ich noch mehr von der Sorte will. Spürte eine Ruhe und einen Frieden. Oft bin ich nicht so nett zu Ida, finde ich. Mehr Klarheit und Ausgewogenheit täten gut. Ich arbeite daran. Ich glaube, ich darf unperfekt sein, meine Kinder werden daran nicht kaputt gehen. Solange sie spüren, dass ich sie liebe...
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