Posts mit dem Label Umzug werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Umzug werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

21 Juni 2021

Die Pandemie und Kumulation anstrengender Umstände.

 In Gesprächen mit Freunden und Freundinnen erfahre ich, wie anstrengend diese Pandemie für sie ist. Eine Klassenlehrerin berichtete mir von sehr kurzen Ferien und ständig neuen Anforderungen aus dem Ministerium. Eltern mit Kita Kindern, die viele Monate zu Hause waren, haben eine super anstrengende Zeit hinter sich. Ich weiß noch sehr gut, wie froh ich manchmal war, wenn die Kita nach den Ferien wieder startete.

 Ich höre es. Ich spüre es. Jeder hat etwas, das er vermisst und wo der Verzicht richtig schwer fällt. 

Bei mir, das merke ich, ist es das ungezwungene Zusammensein. Die Umarmung. Das Gespräch mit jemanden außerhalb der Familie und dem Arbeitssetting. Schwimmen gehen. Und vieles andere mehr. 

Ich merke aber, dass das alles nur ein Teil der Lasten ist, die ich derzeit trage. 

Mein Mann hat im November vor Corona (also vor knapp 1,5 Jahren) eine Stelle angenommen, die 300km von hier entfernt ist. 

Seitdem bin ich unter der Woche alleinerziehend. Und das in der Pandemie. Bis vor kurzem habe ich auch noch gearbeitet. Zwar "nur" 20-30h/Woche. Nicht im Homeoffice. Geht so schlecht als Ärztin.
Ich habe jetzt also seit 18 Monaten das ganze Familiending größtenteils alleine geschaukelt:


Erziehung: Diskussionen ums Tablet und um Medienzeit, Hausaufgaben anleiten und abfotografieren, Überblick behalten, nachfragen, ob alles gemacht wurde, mit Teenagern klar kommen, die seit Weihnachten 2020 schwer zu irgendwas zu motivieren sind, sich oft nicht in die Karten schauen lassen und ganze Tage im Bett verbringen - mit und ohne Handy. Streit unter den aufeinander hockenden Geschwistern schlichten. Zur Mithilfe im Haushalt motivieren. Versuchen, Werte zu vermitteln. Alleine Vorbild sein (was nicht so gut klappt). Balance zwischen Selbständigkeit und Unterstützung, auch mit Leitplanken und Zeitschienen - da kann ich Euch schon mal sagen, dass dieser Punkt eher schlecht geklappt hat. Verantwortung für die Familienatmosphäre übernehmen, und zwar die ganze Zeit, ganz alleine. Das hat natürlich auch nicht so gut geklappt. 

Haushalt: Dafür sorgen, dass für diese hungrigen drei Kinder immer genug zu essen da ist, und zwar insbesondere die erwünschten Lebensmittel - je nach Kind Zitronensorbet oder Schokoladeneis, Salami und Butterkäse sowie Toast. Mit diesen fünf Lebensmitteln in größerer Menge könnten meine Kinder autark eine ganze Weile überleben.

Wäsche. Putzen. (und dafür habe ich dankenswerterweise Unterstützung!) Aufräumen. Neue Anziehsachen und Schuhe besorgen. Wochen Essensplan, diesen dann über den Haufen schmeißen, weil man irgendeine wesentliche Zutat doch nicht gekriegt hat. 

Orga: Schulbücher und -Materialien besorgen, Druckertinte und Papier besorgen, Devices besorgen, Devices einrichten für die ganzen Online meetings, Logineo/Moodle, etc. Ggf. organisieren, dass die beiden Streithähne nicht zu zweit alleine zu Hause sind. Hausaufgaben Hilfe organisieren, Geld parat haben. 

Bewegung und Begegnung: mit dem Jüngsten Fußball spielen, alle motivieren, regelmäßig rauszugehen und sich (zeitweise nur draußen) mit FreundInnen zu treffen. Hat mäßig funktioniert. 

... und noch tausend Sachen mehr. 

Dazu sind wir alle paar Wochen zu meinem Mann gefahren. Dann muss gepackt werden, ggf. getankt, ggf. Schulsachen eingepackt werden. Viele Wochenenden war er jedoch auch hier bei uns, was aber auch nicht ohne war: anderer Rhythmus, andere Erwartungen, dann muss das WE besonders schön sein etc. Sauanstrengend. Nicht zu empfehlen.

Seit einiger Zeit wissen wir, dass wir umziehen. Also kam zu dem Ganzen noch oben drauf : 

Wohnungen suchen (online), Termine für Wohnungsbesichtigungen vereinbaren, Umzugsunternehmen organisieren,  Fahrten da hin organisieren.

Alles durchsortieren und mit und ohne Kinder ausmisten. Sachen im Internet einstellen, verkaufen, verschicken,....

Kinder emotional begleiten durch diesen Prozess des Abschiednehmens. Aushalten, wenn sie lange schlechte Laune haben. Versuchen, dies alles nicht aus dem Blick zu verlieren zwischen den Anforderungen der Schule, meiner Arbeit und den Umzugsvorbereitungen.

Der Knaller steht mir noch bevor: den Umzug möglichst reibungslos organisieren. 

Aber ich sag´s Euch: da hab ich mir eine Coachin angelacht. Könnt ihr mich ruhig für auslachen. Das war übrigens eine extrem gute Entscheidung! Ihr glaubt nicht, was mir das schon an Nerven gespart hat. 

Nachdem ich den Eintrag bis hierhin geschrieben hatte, hab ichs erst mal liegen gelassen, denn ich hatte das Gefühl, ich jammere herum. Gerade habe ich alles noch einmal durchgelesen. Fazit: Nee. Das ist kein Gejammere. Das ist der Wahnsinn. Auch wenn einiges nicht so gut geklappt hat, kann ich mir für dieses Arbeitspensum mal zwischendrin auf die Schulter klopfen. Tut das gut! 

Also auch an euch. Klopft euch auf die Schulter. Und holt euch Hilfe, wenn das nötig ist. Und lasst eure Männer nicht 300km weit weg ziehen. Ist wirklich eine ganz dooofe Idee. 

08 Mai 2021

Spielsachen für Kinder: Was lohnt sich?

 Es steht nach 13 Jahren wieder ein Umzug an. Zwischen Einzug mit einem Kind und Auszug mit drei Kindern hat sich einiges angesammelt. Obwohl ich die Kinderkleidung immer mal wieder aussortiert habe: Kinderspielsachen und Kinderbücher wurden ja immer noch fürs nächste Kind gebraucht... das heißt, wir haben einen Großteil noch hier und müssen jetzt auss
ortieren, denn ich möchte nichts mitnehmen, was die Kinder nicht mehr interessiert.

Also ein idealer Zeitpunkt, um rückblickend zu schauen: was waren tolle Anschaffungen, die die Kinder geliebt haben und viel und lange damit gespielt haben? Was hätten wir uns sparen können? Und was hätten wir mal besser früher angeschafft?

Spielzeug für Mädchen. Spielzeug für Jungs. Oder?

Unsere ersten beiden Kinder sind Mädchen, unser drittes ein Junge. Obwohl wir nicht so sehr auf Mädchen-/ oder Jungenspielsachen geschaut haben, war es trotzdem so, dass wir einige Spielsachen "erst" beim Jungen angeschafft haben. Manches haben wir auch einfach "spät" geerbt von Freunden und Verwandten.
Eins meiner Mädchen hat später mal gesagt: "Damit hätte ich auch total gerne gespielt! Warum habt ihr das nicht früher angeschafft?"  --- Bitte macht diesen Fehler nicht und bringt eure Mädchen nicht um diese Erfahrung. Und auch Jungs spielen total gerne mit einer Spielküche oder mit Puppen!

Zu den Spielsachen, die wir erst spät angeschafft haben und die die Mädchen vermisst haben, gehörte insbesondere Spielzeug zum kreativen Bauen, also

- Murmelbahn von Haba plus gaaaanz viele Bausteine
- Lego (die Mädels haben fast nur mit Playmo gespielt)
- Kappla Bausteine

Darüber hinaus haben sich alle drei Kinder gerne mit der Holzeisenbahn und mit Playmobil beschäftigt und immer wieder richtige kleine "Welten" aufgebaut. Diese Spielsachen lohnen sich meiner Meinung nach wirklich. Also es sei denn, Eure Kinder sind nicht so die Bau- und Kreativfans, aber ehrlich gesagt, glaube ich nicht, dass es solche Kinder gibt. Wir haben vieles gebraucht gekauft oder von Freunden und Verwandten geschenkt bekommen. Fast jeder, der Kinder hat, hat irgendwann Dinge über...!
Murmelbahn, Lego und Kappla dürfen auch mit ins neue Zuhause. 

Gesellschaftsspiele

Wir haben ziemlich viele Brettspiele, Kartenspiele und ähnliches geschenkt bekommen oder selbst angeschafft. Wir sind ehrlicherweise nicht gerade die "Exzessiv-Brettspiel-Familie". Deswegen ist manches auch im Schrank verstaubt.
Hier eine kleine Auswahl, was wir gerne zusammen gespielt haben:

Im KiGa Alter:

"Obstgarten" von Haba.
Eins der ersten Spiele, das man mit kleinen Kindern spielen kann, und es ist wirklich sehr schön, einfach und wurde hier gern ausgepackt.

"Diego Drachenzahn" von Haba.
Ein Geschicklichkeitsspiel mit Murmeln, was vor allem unserem Jüngsten viel Spaß machte. 

"Husch, husch, kleine Hexe" von Zoch - ein Merkspiel für KiGa Kinder

"Uno": die Kinderversion mit Tieren, seeeehr beliebt.

Für Schulkinder:

"Carcassonne" - ein Anlegespiel, man baut Städte und Straßen. Es gibt viele Erweiterungen.

"Mogel Motte" von "drei Magier" - Kartenspiel mit Mogeln, sehr lustig.

"Das verrückte Labyrinth" von Ravensburger

"Die Siedler von Catan" von Kosmos - ab 10 Jahren interessant, auch für Erwachsene. Strategiespiel.

"Scotland Yard" gefällt meinem Sohn so gut, dass er jetzt unbedingt mal nach London möchte. 

In einigen Stadtbüchereien kann man auch Spiele ausleihen. Das ist ein guter Weg, um herauszufinden, ob es was für Euch ist oder nicht so sehr. 

Andere Spiele...:

"Wikingerschach" - Ein Wurfspiel für draußen, für große Familien oder Gruppen

"Shuffle board" - bei den Schwiegereltern entdeckt...taugt super zum verletzungsfreien Dampfablassen.

"Kicker" - wir haben dieses Jahr zu Weihnachten einen kleinen Tischkicker für 35 EUR gekauft. Den musste mein Mann zwar verbessern (vernünftige Metallstäbe; mit Schraubzwingen auf sideboard befestigen). Aber seitdem ist er sehr beliebt! Unsere Mittlere schlägt den Jüngsten beim Kicker. Mich zieht er immer ab. Mein Mann und ich liefern uns auch öfters ein Match. Auch eins der Dinge, die wir früher anschaffen hätten sollen... und das wir uns ohne den Jungen wahrscheinlich auch nicht angeschafft hätten....Mädchen-Eltern! Schafft Euch nen Kicker an! Das übt die Hand-Auge-Koordination!

 Ausblick

So. Das ist eine kleine Auswahl, was bei uns an Spielsachen gut funktioniert (hat). Ich hoffe, Ihr findet was dabei für Euch und fühlt Euch bereichert. Gibt es Spiele, die bei Euch gut ankommen? Schreibt gerne in die Kommentare.

Ich mache demächst noch einen Post zu Kinderbüchern. Ein Herzensanliegen von mir. Auch zum Thema "Spiele fürs Tablet" schreibe ich noch einen kleinen Text, auch wenn meine Erfahrungen im Bereich elektronische Medien sehr überschaubar ist ...


 

 







14 November 2008

Umzug - und dann?...

Ich habe es ja angekündigt und angedroht: Irgenddwann kommen die Katastrophen.

Wir sind also am 21. Juli eingezogen.

Wenige Tage später gabs hier ein Riesenunwetter. Es stürmte, blitzte und goss aus Kübeln. Weil wir uns nicht sicher waren, ob in der "alten Wohnung" alle Fenster geschlossen waren, ist Volker nachts durch das Unwetter gefahren, hat nachgesehen und ist so gegen Mitternacht zurück gekommen.

Als er die Tür aufsperrte, kam ihm der Gedanke, doch auch mal bei uns in den Keller zu sehen. Als er das Treppenhaus betrat, kam ihm ein etwas modriger Geruch entgegen.

Im Keller stand das Wasser... gottseidank nur 1-2cm tief.

Leider hatte es Volkers zukünftiges "Arbeitszimmer" erwischt: Der Kellerraum mit Fußboden drin. Und natürlich war das auch der Kellerraum, in dem wir alles "vorerst" gestapelt hatten, was noch keinen richtigen Platz hatte......................................
Und so sah das ungefähr aus:



Schuld war das hier:



Es hatte nämlich kein Rückschlagventil. Da die Zuläufe auf den Straßen übersprudelten, weil das Wasser nicht so schnell abfließen konnte, wie es reinregnete, drückte es dann auch Wasser aus der Abwasserleitung ins Waschbecken... und in unseren Keller.

Volker war ziemlich fertig. Er hatte da jede Menge Segelflug- und Fahrrad-Bücher gelagert, die man nicht so einfach wieder kaufen könnte. Aber letztendlich war er schnell genug: Er räumte alles um, einige Kartons zerfielen, aber von seinen für ihn sehr wertvollen Büchern ist so gut wie nichts kaputt gegangen.
Unsere "Gästematratzen" waren allerdings hin, ebenso Volkers Schreibtisch.

Zum Glück war unser Vermieter sehr verständig und half uns, (indem er zwei starke Jungs vorbeischickte), den Keller zu räumen. Kurz darauf wurde der Boden herausgerissen.

Jetzt ist der Keller leer. Also er ist heute, am 14. November 2008, immer noch leer...

Wie kommt das?

Bei der Hausübergabe erwähnten die Vormieter, dass in diesem Kellerraum Schimmel an der Wand ist, für sie erst sichtbar nachdem sie ihre Regale abgebaut hatten. Bald war klar, dass man da von außen aufgraben muss, die Wand trocknen lassen, versiegeln und anschließend wieder zubaggern muss
Ich möchte darauf hinweisen, dass ich zu diesem Zeitpunkt hochschwanger war und wir im Prinzip jeden Tag mit der Geburt rechneten...

Nach der Geschichte mit dem Regenguss beschloss der Vermieter kurzerhand, dass der Bagger so bald als möglich kommen soll.

Ich war sehr begeistert... Also ging es los.
Direkt vor unserem Esszimmerfenster baumelte die Baggerschaufel. Ida fand das mächtig interessant, sie war also erst mal beschäftigt. Ich fand den Lärm ziemlich nervtötend. Und das Baby hatte dann erst mal gar keine Lust mehr rauszukommen.


Mehr von den Komplikationen der Bagger-Aktion beim nächsten Mal.

16 Oktober 2008

Rückblende: Umzugstag

Am 21. Juli 2008 kamen die Möbelpacker und verfrachteten unseren Hausstand in den LKW.

Zuvor mussten natürlich Kartons gepackt werden... dazu kamen u.a. meine Eltern angereist, sie haben bestimmt 30-50(?) Kartons gepackt. Ich hatte ja schon einen dicken Bauch und war für solche Arbeiten eben nur begrenzt einsetzbar. Ich hab zwar auch einiges in Kartons gepackt (v.a. unsere Bücher und Anziehsachen), aber ohne die tatkräftige HIlfe verschiedener Leute hätten wir das nicht geschafft.


Sehr schade war allerdings, dass wir wegen des Umzugs nicht zur Hochzeit von Freunden konnten. Sie heirateten am Samstag vor unserem Umzugs-Montag, und da war einfach noch so viel zu tun...

Am Montag bin ich dann mit Ida zu meiner lieben Freundin Maria "ausgewandert". Sie war auch schwanger, allerdings mit Nr. 3. Irgendwie kriegt sie das sehr gut hin mit ihren Kindern, so dass es kein Problem war, dass wir sie "belagert" haben. Na, die Kids konnten ja auch miteinander spielen! Ida ist sehr gern bei Maria, da sie einen Garten haben. (Na, wir haben ja jetzt auch einen...)

Volker war den ganzen Tag schwer beschäftigt: Der Keller war noch nicht ganz verpackt. In der Küche war noch einiges übrig (Ich dachte, sie packen nicht nur das Geschirr ein.) Die vom Umzugsunternehmen veranschlagten 8h waren völlig utopisch. Ich glaube, insgesamt dauerte es 12h bis alles umgezogen war. Noch heute ärgere ich mich, wenn beschriftete Kartons im falschen Zimmer stehen. Gut, es waren auch einige nicht beschriftet... das ist dann auch was anderes.

Abends... das Schlafzimmer ist so riesig, ich hätte nicht gedacht, dass auch mit den aufgebauten Möbeln noch so viel Platz ist. Volker war sehr geschafft und musste am nächsten Tag arbeiten. Trotz allem waren und sind wir froh, den Schritt getan zu haben.

Die erste Woche war ein bisschen abenteuerlich: wie koche ich einigermaßen gesundes Essen ohne Herd? Na gut, wir sind dann auch einmal zu McDonald´s gefahren. Improvisation ist alles. Würstchen kann man mit heißem Wassser aus dem Wasserkocher überbrühen und ein paar minuten "ziehen" lassen.. :-) Ein Eimer taugt auch zum Abspülen...

In der zweiten Woche schafften wir es, mit Hilfe von meinen Vater, (der nochmal kam) und zwei guten Freunden, die Küche soweit aufzubauen, dass sie benutzbar war. Das war sehr viel wert. Sehr, sehr gut war auch, dass Susanne, Volkers Schwester, uns mit ihren Kindern besuchte. Sie hat maßgeblich dazu beigetragen, dass die Küche auch eingeräumt war und also sinnvoll benutzbar war, bevor Mona zur Welt kam. Wir werden sehen, die Küche spielte auch eine wichtige Rolle unter der Geburt...


Das war in den Tagen bis Anfang August nicht einfach: Ich war mit dem Bauch und Ida zu Hause, wir kannten noch kaum wen, es war teils sehr heiß, Ida vermisste ihre EKI und wollte bespaßt werden. Anfang August (Errechneter Termin war der 30. Juli, aber meine Kinder finden es immer sehr schön im Bauch...) habe ich darauf bestanden, dass Volker zu Hause bleibt. Das war die einzig richtige Entscheidung.

In den zwei Wochen vor der Geburt passierten noch haufensweise Katastrophen. Die gibts im nächsten Eintrag... :-)

20 September 2008

Wir mieten ein Haus...

Im April (meine ich) unterschreiben wir den Mietvertrag. --

Zuvor waren wir zwei Wochen in Puimoisson auf dem Segelflugplatz, zusammen mit Familie M. - Sie haben auch zwei Töchter, und die Kinder hatten viel Spaß zusammen und haben gerne miteinander gespielt. Leider waren dann auch die zwei kleinen krank mit Fieber; Ida hat sogar wieder ins Bett gemacht, obwohl sie schon ein paar Wochen keine Windel mehr hatte. Es war ziemlich kalt (Volker hatte mir noch vorher vorgeschwärmt, dass es bestimmt an die 20 Grad haben wird...), zum Glück hatten wir komplette Winterausrüstung mit dabei. Ich hatte schwangerschafts- und kältebedingt Symphysenschmerzen (Schambeinschmerzen), die teilweise wirklich heftig waren. Volker hatte zwei Tage ein entzündetes Auge und konnte also auch nicht fliegen. Der Strom fiel zwei, drei mal aus, da gingen dann die Elektroheizungen im Bungalow auch nicht mehr :-) ... na es war ein recht gelungener Urlaub... nein, irgendwie war es ja doch sehr schön! Gerade für die Kinder, und die Männer haben ein paar gute Flüge gemacht. Und die Frauen haben sich gut unterhalten, immer schön bei einer Tasse Kaffee oder Caro-Kaffee.

Der Mietvertrag galt ab 1. Juli. Die Vormieter jedoch hatten angedeutet, dass ihr Hausbau vielleicht schon früher so weit ist, dass sie einziehen könnten - sie wollten zu Ende Mai ausziehen. Das fanden wir sehr positiv, schließlich sollte das Baby Anfang August kommen, und renovieren wollten wir im "neuen" Haus ja auch noch.

Oh, ich habe glaube ich noch nicht erwähnt, dass das ganze Haus in verschiedenen Orange-Tönen gehalten war... die Vormieter hatten eine Vorliebe für echte Knallfarben. Uns war also klar, dass hier Profis ran müssen..


In der Zwischenzeit hatte die Uni wieder angefangen. Bald schon war mir Fahrrad fahren mit Anhänger mit Ida drin echt zu anstrengend, was auf viel nervige Autofahrerei hinauslief. Ich fragte mich zeitweise, wie ich auf die glorreiche Idee gekommen war, gerade Rechtsmedizin und Humangenetik im schwangeren Zustand belegen zu müssen... Rechtsmedizin war teilweise schon etwas schaurig. Das Baby im Bauch strampelte immer in den Vorlesungen! Nun ja, es waren meine beiden letzten noch verbliebenen Fächer. Die mündliche Prüfung in Rechtsmedizin war gut zu machen, und so hatte ich im Mai einen weiteren Schein in der Tasche. Blieben nur noch zwei Klausuren.

EKI - Die Elterninitiative, in der Ida betreut wurde - wurde auch immer anstrengender für mich mit Bauch. Wegen meiner Schambeinschmerzen konnte ich im Prinzip nicht mehr schwer heben, also auch keine Kleinkinder mehr durch die Gegend schleppen. Zum Glück hatte ich meinen Dienst-Tag immer mit M. zusammen, die mir sehr viel abnahm und sehr, sehr viel Verständnis hatte. Sie ist aber auch Physiotherapeutin...

Meine Schambeinschmerzen hatten aber auch etwas Gutes: Ich wollte zum Orthopäden. Es ist ja bekannt, dass das deutsche Gesundheitssystem nur begrenzt funktioniert. Insbesondere bei Orthopäden hat man immer ein Problem mit den Wartezeiten... Ich sollte also um 8h in der Früh da sein. Das klappte aus diversen Gründen nicht (Volker konnte Ida nicht in die EKI bringen), also war ich erst um 10h da. Da wurde ich dann aber abgewiesen, sie könne nun wirklich keine Patienten mehr annehmen für den Tag...
Als ich aus der Praxis raus Richtung Auto lief, entdeckte ich den Ladenraum eines Maler- und Renovierungs-FAchmannes. Ich sah mal rein, und der Malermeister war mir recht sympathisch. So sind wir zu unserem Maler gekommen... da war der Weg zum Orthopäden doch nicht ganz für die Katz.

Ende Mai war dann endlich klar, dass wir nicht früher in das Haus einziehen können. Die Vormieter zogen dann schließlich Ende Juni aus, wir konnten eine Woche früher in das Haus.

Dann ging es los mit renovieren. Der Malermeister ging in den Urlaub. Sein Kompagnion übernahm, und etwas verzögert legten sie los. Volker und ich hatten uns bereits den Kopf zerbrochen, wie man die einzelnen Zimmer streichen könnte. Wir hatten teils recht unterschiedliche Vorstellungen. Volker war sehr gegen "grün". Jetzt ist der Küche-Ess-Bereich in einem sehr schönen Grünton gestrichen, zu dem unsre Birke-Küche und die Holzmöbel gut passen. Ich konnte mir "rosé" im Schlafzimmer überhaupt nicht vorstellen. Es ist aber sehr sehr schön geworden.

Die Appel´sche Arbeitsabordnung rückte an: Volkers Schwester, sowie die Schwiegereltern, legten los, bevor wir überhaupt offiziell drin waren. Tapeten in Idas Zimmer wurden runtergerissen. Das war recht mühsame Arbeit, da die Rauhfaser mehrfach übergestrichen war und sich nur mit viel Wasser und Einweichen gut von der Wand lösen ließ. Ich stand die ganze Zeit nur dumm rum oder beschäftigte Ida. Mit meinem inzwischen hochschwangeren Bauch hatte ich quasi Arbeitsverbot.

Zwei gute Freundinnen, M. und M. :-)begannen mit dem Tapezieren. - Insbesondere M., die mehrmals kam und mit mir einiges "organisierte", kaufte und auf die Beine stellte, sei hier erwähnt!! - . Auf Anraten des Malers klebten wir erst Makulatur (Volkers Schwester: So was hab ich nie gemacht! Braucht man nicht!...). Ein Tipp an alle, die mal Makulatur kleben wollen: Ganz kurz einweichen und ganz schnell an die Wand bringen!!!!!! Ist ganz anders als richtige Tapete, die ja erst eine Weile mit Kleister eingeweicht wird.

Es sei noch erwähnt, dass wir ja zeitgleich "zu Hause" Kartons packen mussten/sollten/wollten. Ich glaube, Volker und ich haben zusammen vielleicht 50 Kartons gepackt. Die restlichen 100 Stück verteilen sich auf: meine Eltern, meine liebe Freundin Christina und die Möbelpacker, die das Geschirr aus der Küche am Umzugstag einpackten.

So, bevor die Zeitkurve für alle Leser noch konfuser wird, hör ich jetzt mal auf und geh ins Bett. Eine kurze chronologische Abfolge sowie Fotos folgen.

08 September 2008

Viel Neues...

... deswegen auch ein neuer Versuch mit dem Blog. Im letzten halben Jahr ist so viel passiert, und es gibt so viele Leute, die nur einen kleinen Teil mitbekommen haben. Ich habe mir fest vorgenommen, zwischen den Umzugskartons und den zwei kleinen Kindern diesen Blog mit unserer Geschichte des letzten halben Jahres zu füttern. Kann bisschen dauern... und verzeiht mir, wenn mal wieder eine längere Pause entsteht.

Aber der Reihe nach.

schwanger


Irgendwann im Oktober oder November letzten Jahres hatte ich so das Gefühl, es ist jetzt wieder Platz für ein weiteres Familienmitglied. Mein geliebter Volker war da natürlich Feuer und Flamme... und schwupps war ich schwanger...

die Wohnung wird zu klein


Heute ist es mir ein echtes Rätsel, wie wir den ganzen Krempel auf 85m² untergebracht haben. Ich weiß es einfach nicht.
Damals ist uns nur klar gewesen: mit 2 Kindern geht das hier gar nicht. Vor allem ich war sehr fürs Umziehen, weil mich das Sachen-Rauf-und-Runter-Tragen in den 2. Stock echt nervte und ich mir beim besten willen nicht vorstellen konnte, zwei Kinder plus Einkauf zu schleppen...
Also machten wir uns auf Wohnungssuche. Was uns sehr geholfen hat, und sehr zu empfehlen ist: wir haben eine Anzeige in die Zeitung gesetzt. Darauf hin haben sich einige Leute bei uns gemeldet. Wir haben so auch recht "lustige" Begegnungen gehabt. Wie z.B. mit dem Ehepaar, was sein Reihenhaus vermieten wollte. Dieses etwas ältere RMH hatte ungefähr 6 Zimmer auf 3 Etagen und eine vielleicht 60cm schmale Treppe zwischen diesen Etagen. Allein die Vorstellung, mit Baby auf dem Arm da rauf und runter zu stolpern... :-) Vom Preis möchte ich nicht reden...

Das war ungefähr im Februar/März diesen Jahres. Eines Tages rief uns ein nettes Ehepaar an, sie hätten da eine Doppelhaushälfte, die Mieter würden bald ausziehen. Sind wir also hingefahren und haben es uns angeschaut. Unser erster Eindruck war: hier passt ja so ziemlich alles: großer Garten, Garage, Keller (für Volker seeehr wichtig); im EG viel Licht mit großen Fenstern, ein großes Wohn-Ess-Küche-Zimmer, was ich sehr schön finde, weil man die Kinder immer im Blick hat und trotzdem Platz für die Erwachsenen ist; tja, und auch sonst schien alles perfekt.

Wir können uns nie nicht entscheiden


Nur die damaligen Mieter waren grad am Haus bauen. Sie wollten zwar Ende Mai ausziehen, aber sie hatten zu Ende Juni gekündigt. Garantien gab es keine.

Zudem wusste Volker grad nicht, ob er nun von einem Standort seiner Firma zum anderen wechseln wollte oder nicht.
So konnten auch wir nichts versprechen. Netterweise wollten die Vermieter auf unsere Entscheidung warten, bevor sie nach anderen Mietern suchen wollten. Ich weiß nicht, das war uns sehr sympathisch und hat uns viel Druck genommen.
Wir haben uns dann natürlich die Gegend um den zweiten Firmenstandort angeschaut und überlegt, ob wir uns vorstellen könnten, da hinzuziehen. Für Volker war es aber vor allem eine Frage der Arbeitszeiten. Er meinte, er müsste dann viel mehr arbeiten und hätte viel weniger Zeit für die Familie. (Fragt mich mal, wie es jetzt ist!)

Somit fiel dann nach den Osterferien und unserem schönen Urlaub in Pui die Entscheidung: Volker bleibt am alten Standort, und wir ziehen in das Haus!