03 Juli 2020

Ein Jahr Bullet Journal

Ich weiß ja nicht, wie ihr Euer Familienleben so organisatorisch hinbekommt. Ich bin seit einem dreiviertel Jahr unter der Woche quasi alleinerziehend, da mein Mann eine Stelle weit weg angenommen hat. Genau rechtzeitig, nämlich in den letzten Sommerferien, hat mir meine beste Freundin ihr Bullet Journal gezeigt. Sie ist eine Ästhetin. Ihr BuJo ist voller schöner Bildchen, Washi Tape und Stickern. Aber sie ist auch eine wirklich toughe Frau, die sich schon von Berufs wegen mit Organisation von Organisationen beschäftigt... Sie hat mir das grobe Prinzip erklärt. Ich habe noch im Urlaub in einer einfachen französischen Kladde angefangen und habe mir zuhause ein "richtiges" Bullet Journal gekauft. Seitdem nutze ich es.


Was ist ein Bullet Journal für mich?


Es ist im Prinzip ein self made calendar, Notizbuch, Ideenspeicher, Zukunftsplaner, ToDo Liste(n), Hilfe, um wichtige Dinge nicht aus dem Auge zu verlieren. Es muss nicht so hübsch sein. Bei mir ist es meist schwarz auf weiß. Mit wenig Bildchen, ich kann nämlich wirklich nicht malen. Dafür hat mein Mann mir netterweise ein paar Schablonen geschenkt, die ich gelegentlich zur Verzierung verwende.
Im Internet gibt es tausend und eine Ideen, was man mit diesem Notizbuch so anstellen kann. Aber eigentlich ist es ganz simpel.
Der Erfinder des ganzen ist Ryder Carrol.
Er hat es eigentlich nur für sich selbst entworfen, um besser in einer sich immer schneller drehenden Welt klarzukommen. Und um seine vielen Gedanken und Ideen, alles, was er irgendwann mal umsetzten möchte und all die wichtigen Informationen festzuhalten.

Also für mich ist es zum Beispiel super lästig, das Rezept fürs Sauerteigbrot immer wieder im Internet aufzurufen, durchzuscrollen zu den wesentlichen Infos etc. Steht jetzt im Bullet Journal. Da das BuJo Seitenzahlen und einen Index hat, finde ich das Rp. ruck zuck wieder
Oder diese ewigen Packlisten. Stehen im BuJo.
Oder welches Kind welche Gemüsesorten mag und welche nicht. Hilft ihnen aber trotzdem nicht viel, weil meistens irgendwas im Essen ist, was irgendwer nicht mag. 😀

Ich habe auch eine "Irgendwann möchte ich mal... "-Liste. Diese Liste hat mir enorm geholfen, Dinge loszulassen und auf einzelne Projekte zu fokussieren. Diese Projekte sind zwar immer noch nur teilweise umgesetzt. Aber ... sonst wären alle 20 Projekte weiter in meinem Hirn und würden Energie fressen. Neben den täglichen ToDo Listen ist für mich der größte Gewinn das "Kopf-frei-bekommen". Und wenn ich eine Sache fast 12 Monate durchhalte... dann... ist es eine wirklich gute Sache.
Ich schreibe auch Vortragsprojekte ins BuJo. Und Fortbildungsinhalte. Ich bin dazu übergegangen, alles, was mir wichtig erscheint, da rein zu schreiben. Warum? Weil ich es da auch wiederfinde.

09 August 2019

Sommer, Hitze, Großeinkauf per Rad.

Ich weiß ja nicht, wie da bei Euch ist. Bei uns bedeutet Sommer insbesondere für mich: wenig Schlaf. Wir haben eine Teenagerin hier , die immer öfter abends bis 23h unterwegs ist, z.B. in der Gemeindejugend. Und wir haben einen 7jährigen Frühaufsteher. Der ist auch um 7 schon wach... Die präpubertäre fast 11jährige ist auch öfters mal noch früh auf. Dazu kommt der Schlafmangel, den die Hitze verschuldet...

Im Moment ist es ja quasi täglich sehr warm, sonnig und trocken. Da gibt es dann keine Ausreden mehr, wenn es um den Einkauf mit dem Fahrrad geht. In letzter Zeit habe ich ein paar Versuche gestartet, auch unseren Großeinkauf (für 5 Personen!) mit dem Fahrrad zu erledigen.

Wie das funktionieren kann?

Wir besitzen ein besonderes Tandem, ein Liege-Sitz-Tandem von der Fa. Haase. Die neuen Modelle sehen so aus:

Haasebikes

Es war meiner Meinung nach mit die beste Anschaffung, die wir in den letzten Jahren gemacht haben. Als wir noch keine Kinder hatten, haben wir das Tandem mal Probe gefahren und waren damals schon begeistert. Nur halt nicht vom Preis. Und überhaupt, nutzen wir so ein Tandem oft genug?
Jahre später, als alle drei Kinder schon da waren, wollten wir gerne endlich mal wieder eine große Radtour machen. Der Jüngste mit 1,5Jahren sollte in den Fahrradanhänger. Die "große" 7jährige sollte selbst radeln, ihr trauten wir 15-20km am Tag zu.
Unsere Mittlere, 5 Jahre alt, hätte längere Strecken nicht geschafft. Wir überlegten hin und her. Für das Pino gibt es ein Kindertretlager, das man vorne einsetzten kann, sodass auch Menschen mit kurzen Beinen mittreten können. Mit viel Glück fanden wir ein gebrauchtes Pino und kauften es schließlich. Hätten wir das bloß mal früher gemacht!

Inzwischen war das Pino schon sehr viel im Einsatz: als Kinder(garten)-Taxi. Bei einer Radtour zu zweit an der Nordsee. Für Hol- und Bringfahrten jeglicher Art.
Aber einen Großeinkauf hatte ich noch nicht gemacht.

Mein Mann hat mir dann ganz einfach mit ein paar Expandern eine Faltkiste vorne drauf befestigt. Und los ging´s.



Für einen Großeinkauf (ohne Getränke) reicht uns die Faltkiste und 1-2 große Fahrradtaschen. Da geht wirklich viel rein...

Richtig gut funktioniert das Ganze, wenn es einen Fahrradparkplatz direkt vor dem Supermarkt gibt und dieser Supermarkt nicht im Industriegebiet weit ab vom Schuss liegt. Zum Glück haben wir so etwas in unserem Stadtteil.


Ich denke, wenn mehr Leute mit dem Rad fahren, braucht es auch mehr solcher Infrastruktur. Zunehmender Radverkehr  führt vielleicht langfristig auch zu einer Wiederbelebung der Innenstadt.
Aber das muss man auch wollen. Für mich dauert es nicht länger, mit dem Rad zu fahren als mit dem Auto. Ich bin sogar schneller, weil ich nicht mehr an den Stadtrand fahre. Mein Supermarkt hat auch seit kurzem viele Bioprodukte im Programm, das hat mir die Entscheidung leicht gemacht.

Ich schaffe es nicht, immer nur Bioprodukte zu kaufen. Zum einen ist es mir zu aufwändig, mehrere verschiedene Geschäfte anzufahren. Zum anderen ist es mir teilweise auch zu teuer.
Wir haben zum Glück auch noch einen Bauernladen  in unmittelbarer Nähe, wo wir frische Eier und Obst und Gemüse, meist aus der Region, kaufen können. Die Eier kommen vom ca. 500m (!)  entfernten Stall.

So wie es jetzt ist, haben wir einen recht umweltverträglichen Kompromiss gefunden. Finde ich.


16 November 2018

Guter Artikel.

Holocaust-Gedenken - Warum wir in den Abgrund von Auschwitz blicken müssen http://www.sueddeutsche.de/1.2322790

12 November 2018

Termine, Termine

Bei drei Kindern und zwei Erwachsenen fallen ständig Termine an. Bei uns gibt es eigentlich kaum "Standardwochen" mit den üblichen Sport- und Musikunterrichts-Termine. Ständig ist irgendwo was los: Wenn nicht in der Schule, dann bei mir auf der Arbeit oder im Sportverein. Oder in der Gemeinde. Vor allem die Erwachsenen haben manchmal Schwierigkeiten damit, sich gegenseitig auf dem Laufenden zu halten.

Um mal ganz ehrlich zu sein: bisher mussten wir uns eigentlich mindestens einmal pro Woche hinsetzen, um die Termine zu koordinieren. Und dennoch konnte es passieren, dass wir irgend einen beruflichen oder privaten Extratermin übersehen haben oder uns nicht mitgeteilt haben.

Nun. Die Erwachsenen (und ein Teil der Kinder ja auch!) haben ja smartphones. Als ich nun genzwungenermaßen für mein neues Handy eine neue Kalender-App brauchte, bin ich auf eine sehr, sehr coole App gestoßen:

TimeTree!

Ich sags Euch: ich bin begeistert!
Die App ist erstens unabhängig von Google. Zweitens von sehr kreativen und praktisch veranlagten Japanern entworfen. Drittens kann man gaaanz einfach Kalender teilen, und das quasi in Echtzeit:
wenn ich einen Termin eintippe, dann hat mein Mann den direkt auf dem Bildschirm.
Man kann auch Dateien und Bilder hinterlegen. Also können Info-Zettel einfach abfotografiert
und eingebunden werden.
Es ist auch möglich, mit verschiedenen Menschen verschiedene Kalender zu teilen...
Alles ist möglich... :-)

Also. Wenn ihr mal eine Kalender-App sucht, dann nehmt doch
TimeTree!

P.S.: Hier ist ein kleines Video von einem anderen angetanen Nutzer!

22 August 2014

Hiobs Zweifel

Ich lese zur Zeit Hiob.
Wer hat schon einmal versucht, das Buch Hiob in der Elberfelder Übersetzung zu lesen? Oder in der Hoffnung für Alle? Und jetzt ehrlich: Wer hat es ganz durchgelesen und das Gefühl gehabt, dass dieses Buch einfach stark ist? Bei mir waren die Emotionen meist eher so: So langatmig und hölzern. Ich kapier gar nicht ganz wovon die reden. Was für ein schwieriges Buch..

Ich lese seit einiger Zeit Hiob in der New King James Version und kann Euch sagen: Was für ein himmelweiter Unterschied! Wie konnte ich mich jahrelang um diese coole Bibelübersetzung bringen!
Warum?
In der NKJV ist Hiob in so einer Art "Versform" geschrieben. Kein Blocksatz.
Da macht das alles plötzlich viel mehr Sinn, ist gegliedert, ist auch literarisch lesenswert.

Hiob ist mir hochsympathisch. Echt. Er fühlt sich von seinen Freunden sowas von nicht verstanden, dass er sich schon fast die Haare rauft. Gleichzeitig sind sie ihm natürlich nicht egal.
Hiob wirft ganz grundsätzliche Fragen auf. Hiob hadert mit Gott und mit seinem Leben. Und das in der Bibel! ;)
Mir ist das sympathisch.
Ich habe auch schon gehadert.
Wer nicht?
Wer nicht, kennt eine Dimension des Glaubens nicht.

Wir kämpfen alle manchmal ganz schön in unseren Leben. Dann kommen die netten, guten befreundeten Christen und erzählen einem, wie man es besser macht. Und dass wir schließlich selbst schuld sind an unserem ganzen Dilemma. Und wenn wir nur immer Gottes Gebote gehalten hätten, dann...

Es hat sich nicht so viel verändert in den letzten paar tausend Jahren seit Hiob.

Oder?

Ich hoffe, dass ich den Zweifelnden, den Kämpfenden und Ringenden anders begegnen kann. Dass ich sie in Liebe annehmen kann. Sie nicht alleine lasse, aber auch nicht mit guten Ratschlägen zutexte.
Sie aushalte, aushalte, aushalte. Mit ihnen Gott in Frage stelle. Und weitermache, weiter glaube, weiter an der himmlischen Ewigen dranbleibe. 

Denn sie liebt uns ja trotzdem.






21 August 2014

Finnland Schnipsel

In Helsinki sind die öffentlichen Verkehrsmittel für Erwachsene mit Kinderwagen umsonst, d.h. man steigt ein ind macht sich keinen Kopf ums Ticket.

Marimekko hat sooo schöne Ofenhandschuhe.

Finnische Frauen sind anders. Sie entschuldigen sich, wenn sie "nur" 30h die Woche arbeiten.

Mona hat mir was gebastelt und ich hab finnisches Design dazu an probiert.

Hier ein paar Fotos:

27 Juli 2014

Die Hand

Strand Kunst

Mona mit Kunstwerk Hand mit Zaun. Helsinki. Hier gibt es stadtnah total schöne Natur. Und Wasser. Zum Baden. Das ist schon unser zweiter Badetag.

26 Juli 2014

Finnland ist halt weiter...

Hier geht die Gleich Berechtigung bis ins Detail. In D sind es immer noch Frauen, die ihre Kinder über den Gehweg fuhren.
Aufgenommen in Helsinki.

18 Juli 2014

Kam, sah und siegte...

Na gut ganz so einfach war es nicht. Übermütig habe ich mich zu einer freiwilligen Nähaktion für die Pfadfinder der Gemeinde gemeldet. Jeder, der mich kennt weiß, dass Handarbeiten nicht gerade zu meinen Talenten gehört. Egal: ich habs geschafft, Weste und Kappe sind fertig. V.a. die Kappe war viel einfacher als ich befürchtet habe. Jetzt muss es nur noch alles passen.