03 April 2011

Link zum Thema Geld & Finanzen...

... diesen Artikel der SZ fand ich sehr aufschlussreich, ich hatte die ganze "REttungsschirm-Aktion" nie so ganz begriffen und bin auch keine Volkswirtschaftlerin:

Rettungsschirm für den Euro

02 April 2011

Ein Zu Hause finden

Bevor ich weiterschreibe über God´s Economy möchte ich Euch (liest hier eigentlich jemand??) teilhaben lassen an einer wahren Geschichte aus unserem Leben, die mir zur Zeit nachgeht und deren entgültige Bedeutung und Bewertung (muss man das überhaupt?) noch aussteht.

In unserer alten Heimatgemeinde hatte es sich in einer kleinen Gruppe Singles verschiedenen Alters eingebürgert, sich recht regelmäßig nach dem Sonntag zum Essen zu treffen, mal hier, mal da, jeder bringt mit, was er hat, und irgendwie sind wir immer satt geworden und haben eine gute Zeit gehabt. Wir waren im Kern sechs Leute, die sich öfters gegenseitig besucht haben. Ein lieber Freund aus der Gruppe hat sich zudem öfters mit Volker unter der Woche getroffen, abends zum Essen, keine lange, aufwendige Sache: Zusammen gekocht, zusammen gegessen und geredet, und dann wieder nach Hause. Dieser Freund, nennen wir ihn D., war schon länger Single und auf der Suche nach einem "zu Hause", wie er uns immer wieder sagte. Als Christ gibt es dann ja schon diverse Möglichkeiten. Eine davon ist es, in eine Gemeinschaft zu ziehen und zu hoffen, dass dies das Zuhause wird.

So ging es auch D. Er wollte sich gerne sozial engagieren und ging deswegen in eine Gemeinschaft, die sich um Abhängige auf dem Weg aus der Abhängigkeit kümmerte. Er nahm sich eine längere Zeit unbezahlten Urlaub, vielleicht kündigte er sogar seine Arbeitsstelle, das weiß ich nicht mehr. Er stellte seine Möbel bei Bekannten und Verwandten unter und zog in besagte Gemeinschaft.

Wir blieben in Verbindung. Hin und wieder telefonierten wir, und leider war D. nicht besonders glücklich in dieser Gemeinschaft. Er hatte sehr wenig Raum für sich. Wenn er ein Problem hatte, hieß es, er solle dieses mit Gott klären. Es war definitiv kein Zu Hause für ihn geworden. Er sehnte sich zurück in seine "alte" Heimat, die für ihn dennoch keine richtige Heimat war.
Immer noch auf der Suche nach einem Ort, an dem er Wurzeln schlagen konnte...

Schließlich beschloss er, wieder zurückzukehren. Das war ziemlich genau zu dem Zeitpunkt, als wir wegzogen. Volkers Wohnung hatten wir gerade leergeräumt, als er uns fragte, ob er dort für eine Weile einziehen könnte, bis er eine eigene Wohnung gefunden hätte. Da der Mietvertrag ohnehin noch ein paar Wochen lief, hatten wir da rein gar nichts dagegen.

Wir waren eben ein paar Tage umgezogen, als uns eine gute Freundin anrief: "D. liegt im Krankenhaus, er fühlte sich schlecht und ist ins Krankenhaus. Bitte betet für ihn."
Einen Tag später kam die schreckliche Nachricht: "Iris, Volker, D. ist gestorben. Er hatte einen Herzinfarkt. Sie konnten ihn nicht retten. Es ging alles so schnell, keiner hat damit gerechnet!"

Wie vor den Kopf gestoßen waren wir... er war einer unserer besten Freunde in der alten Heimat. Ich hatte noch ein paar Tage zuvor mit ihm telefoniert, als er in die Wohnung gezogen war. Ich erinnere mich noch dunkel, dass es auch da wieder um das Zu Hause ging, das Ankommen, das zu Hause sein. In dem Gespräch ist mir so klar geworden, dass wir hier auf Erden kein endgültiges Zuhause finden werden, egal wie sehr wir uns bemühen. Ob wir nun Häuser bauen oder nicht, ob wir in einer Gemeinschaft leben oder nicht: unser Nest ist nicht von dieser Welt. Oder wie Augustinus in seinen Confessiones schreibt:
"...denn du hast uns zu dir hin geschaffen, und unser Herz ist unruhig, bis es Ruhe findet in dir."
(Augustinus, Confessiones 1,1, 400 n.Chr., ins Deutsche übertragen von Iris K. Hoenisch.)

Für mich blieb ein Gefühl, ein Eindruck über D.´s Leben und Sterben: dass er nun endlich zu Hause angekommen ist, dass all sein Suchen und Streben von Gott letztgültig beantwortet worden war. Das hat mir den Sinn seines Sterbens leichter gemacht, denn es erscheint immer sinnlos, wenn ein (relativ) junger Mensch stirbt.

Was das mit God´s Economy zu tun hat? Das werdet ihr schon noch herausfinden...

2Wie lieblich sind deine Wohnungen, HERR der Heerscharen!
3 Es sehnt sich, ja, es schmachtet meine Seele nach den Vorhöfen des HERRN, mein Herz und mein Leib, sie jauchzen dem lebendigen Gott entgegen.
4 Auch der Vogel hat ein Haus gefunden und die Schwalbe ein Nest für sich, wo sie ihre Jungen hingelegt hat - deine Altäre, HERR der Heerscharen, mein König und mein Gott!
5 Glücklich sind, die in deinem Haus wohnen. Stets werden sie dich loben. //

(Rev. Elberfelder Bibel, Psalm 84, Verse 2-5)

25 März 2011

God´s Economy: 2. Teil

Es ist nicht so ganz einfach, die Kapitel zusammenzufassen, da Jonathan viele kleine Geschichten und Beispiele mit einflicht, die ich jetzt weglasse, weil sonst müsste ich sein Buch komplett abschreiben. Also, wer das Ganze etwas praktischer vor Augen haben will, besorge sich o.g. Buch oder leihe es sich bei mir aus.

Im letzten Kapitel haben wir gesehen, dass es Gott nicht um äußeren, sondern inneren Reichtum geht, und dass nur dieser innere Reichtum an Vergebung (z.B.) den äußeren Reichtum freisetzen kann für Gottes Zwecke.

Im zweiten Kapitel geht es um die Sehnsucht nach "mehr" in uns. Wir wollen uns nicht mit dem "pie-in-the-sky" abspeisen lassen, d.h. ein Warten auf ein besseres Leben im Jenseits kann uns nicht glücklich machen.

Außerdem geht es darum, welche Rolle Geld auf dieser Welt spielt und was Jesus dazu sagt.
Ein Satz beschreibt die ganze Angelegenheit ganz gut: "But what Jesus concerns about money isn´t so much how we should use it... as how it affects our relationship with God." (S. 34)
(Jesus ist nicht so sehr damit beschäftigt, was wir mit dem Geld anfangen sollten, als vielmehr damit, wie es unsere Beziehung zu Gott beeinflusst.)
"Wer geldgierig ist, bekommt nie genug, und wer den Luxus liebt, hat immer zu wenig - auch das ist völlig sinnlos!" (Prediger 5,10) - Geld ist eine starke Macht für die, die welches haben. Aber wie ist das mit den Armen? Jonathan berichtet von einer Begegnung mit einem Obdachlosen (übrigens hier um die Ecke in Köln!), die ihn gelehrt hat, dass Geld auch das Denken und das Herz beeinflusst, wenn man es nicht hat.

Im nächsten Absatz kommt Jonathan auf den Punkt:
Er hat die Realität der Armen in den Slums Lateinamerikas und an anderen Orten der Welt gesehen, und diese Armut hat nichts "sozialromantisches". wir können sie nicht mit ein paar guten Werken abschaffen. Zwischen Arm und Reich tut sich ein Abgrund auf, der immer größer wird. Auch in christlichen Kreisen ist dieser Abgrund bekannt. Trotz nicht geringer weltweiter Anstrengung werden die Unterschiede nach wie vor immer größer. Armut ist ein Geschwür weltweit.
Diese Tatsachen haben Jonathan dazu bewegt, das Phänomen "Geld" als etwas völlig anderes zu betrachten:

Geld ist eine geistliche Macht, die diese Welt im Griff hat.

"But seeing poverty firsthand shook me from my illusions and convinced me that money is a power that works with the devil to steal, kill and destroy.....Rich and poor alike, the powers hold our imagination captive." (S. 47; frei übersetzt: Als ich Armut aus erster Hand begegnete, verlor ich meine Illusionen und überzeugte mich, dass Geld eine Macht ist, die mit dem Teufel zusammenarbeitet, um zu stehlen, zu töten und zu vernichten... Reiche wie Arme, unsere Vorstellungen werden von diesen Mächten gefangen gehalten.")

Jesus sagt: "Der Dieb kommt, um zu stehlen, zu schlachten und zu vernichten. Ich aber bringe Leben - und dies im Überfluss. (Joh 10,10) und "Ich bin der gute Hirte. Der gute Hirte lässt sein Leben für die Schafe."

Jesus lädt uns ein in eine Ökonomie jenseits aller weltlichen Ökonomien. Sein Tod und seine Auferstehung ist der Knackpunkt und Wendepunkt für eine völlig andere "Wirtschaftsform". Jesus bietet uns Seinen göttlichen Überfluss an, der unser Leben echt reich macht. Jenseits weltlichen Reichtums. Aber eben nicht nur seelisch/geistlich, sondern auch real, indem Er uns von der Macht des Geldes befreit!

God´s Economy: 1. Teil

Im ersten Kapitel schreibt der Autor, dass wir das Evangelium unter anderem so verstehen, dass Gott uns schon an die richtigen "guten" Positionen bringen wird und erzählt nochmals die Geschichte von Joseph.

Joseph hat einen Traum, und er ist so naiv, diesen seinen Brüdern zu erzählen. Seine Brüder sind alles andere als begeistert, und wie wir wissen, wird Joseph nach Ägypten in die Sklaverei verkauft. Bei Potifar erlebt er seinen ersten Aufstieg. Er ist moralisch stark und wiedersteht der Hausherrin, die ihn verführen will, und landet schließlich im Gefängnis. Dort deutet er zwei Menschen die Träume. Der Mundschenk erinnert sich einige Zeit später an ihn, als niemand die Träume des Pharao deuten kann. Wie wir wissen, erklärt Joseph die Träume und gibt auch noch den guten Ratschlag, einen Teil der Ernte in den guten Jahren in großen Lagerhallen zu lagern, damit in der Hungersnot genügend Korn zur Verfügung steht.
Schließlich wird Joseph zur Rechten Hand des Pharao.
Ein kometenhafter Aufstieg, nicht wahr? Aber Gott sieht das Herz. Denn schließlich begegnet Joseph seinen Brüdern wieder, und sie sind in seiner Hand. Die Geschichte zeigt sehr deutlich, dass Joseph innerlich gekämpft hat, bis er bereit war, ihnen zu vergeben.
Er sagt:"Aber Gott hat mich vor Euch hergesandt,... um euch am Leben zu erhalten zu einer großen Errettung." (Genesis 45,7)

Gott geht es in dieser Geschichte nicht so sehr um den wirtschaftlichen Erfolg Josephs, sondern um sein Herz und seine Haltung zu seinen engsten Verwandten, zu seinem "Haus": seinen Brüdern. Wäre er hartherzig geblieben,wäre es sehr wahrscheinlich nicht weitergegangen mit dem Volk Israel, und das, bevor es richtig begonnen hatte. Nicht der Reichtum Josephs ist hier das Ausschlaggebende, sondern dass Gott Joseph befreit in seinem Herzen, so dass er ein Segen sein kann für seine Brüder. Dieser Segen ist letztlich der Überfluss an Leben, den Jesus meint. U

Merke: Wo Vergebung fließt, kann Gottes Reichtum fließen!

Einleitung zur Reihe "God´s Economy"

In etwas älteren Einträgen auf diesem Blog könnt Ihr nachlesen, dass Volker und ich uns eine Weile mit der alternativen Lebensform der "Neuen Klöster" beschäftigt haben. Jeder, der darüber mehr wissen möchte, kann sich diese homepage ansehen.

In letzter Zeit muss ich wieder öfter an diese Lebensgemeinschaften denken. Auch deswegen, weil ich es sehr unbefriedigend empfinde, mich den Zwängen dieser Welt auszuliefern. Ich habe irgendwie wenig Interesse daran, z.B. ein Haus zu erwerben und dann mit Volker zusammen 30 Jahre lang den dazugehörigen Kredit abzubezahlen. Es würde für uns beide viel Zeitaufwand für Geldverdienen bedeuten, Zeit, die wir eigentlich viel lieber mit anderen Dingen verbringen möchten:
- mit unseren Kindern
- Volker mit Fahrräder schrauben und fliegen
- mit Jesus abhängen
- Freunde treffen, Leben teilen
- etwas für andere tun, mich einbringen z.B. in der Gemeinde
- viele viele andere Ideen...

Bei meinem letzten Ausflug auf oben genannte Homepage bin ich auf etwas Literatur gestoßen, die man auch in Deutschland zumindest über einen großen (internationalen) Buchversand bekommen kann, und so habe ich mir "God´s Economy" von Jonathan Wilson-Hartgrove besorgt. Und es in ca. 2 Tagen durchgelesen. (Ja ich weiß, ich sollte eigentlich lernen...)

Weil ich das Buch sehr herausfordernd und faszinierend finde, werde ich in den nächsten Tagen und Wochen, so Gott will, die essentiellen Aussagen herausdestillieren und hier einstellen. Gott segne Euch damit!

14 Januar 2011

15 Mai 2010

Zum Thema schwedisches Möbelhaus...

... konsum und co.
sowie
frängische Musi
hier ein Lingk:

http://www.myspace.com/sellarie

Lassts euch gfalla!

18 Februar 2010

bad hair day und schmerzhaftes Chaos -alter Post, lag noch rum-

Diese Woche stand im Zeichen der Chaos-Strubbel-Frisur. Eigentlich wollte ich schon vor ungefähr 2 Wochen zum Friseur - kurze Haare muss man irgendwann nachschneiden - leider wurde Ida krank und mein Friseur fiel ins Wasser.

Der Reihe nach:

1. bad hair day: Dienstag, 16. Februar 2010
Ich kann mich nicht mehr daran erinnern, den Wecker gehört zu haben. Volker berichtet allerdings, ich hätte gemurmelt, ich wolle ihn auch garnicht hören... Jedenfalls schaffe ich es, um 7:00h aufzustehen. Um 7:30h muss ich in der Klinik sein. Das bedeutete: Haare legen, frühstücken und Kinder knuddeln war nicht drin. Zum Glück hatte ich an diesem Tag das Auto, so dass ich tatsächlich um 7:35h bei der Frühbesprechung anwesend sein kann. Anschließend erschlagen mich zwei volle Blutabnahme-Tabletts. Ich mache mich an die Arbeit, die an diesem Tag besonders frustrierend ist. Nach der xten nicht gelungenen Blutabnahme und Viggo, die para liegt, bin ich nahe einem Weinkrampf. Einige Patienten sind nicht da wo sie sein sollen, Schwestern geben blöde Kommentare, Angehörige halten mich für die Ärztin (fühle mich genau 10 sec. geschmeichelt) oder wahlweise für die Schwester (na danke!). So gegen 10h bin ich durch mit den Blutabnahmen. Habe ich die Noro-Virus-Zimmer erwähnt, vor denen man sich immer mit Mundschutz, Kittel und Handschuhen vermummen muss?
Zumindest findet an diesem Tag keine Chefarzt-Visite statt, der ist nämlich unterwegs. (es ist ja auch Faschings-Dienstag...)
Nach den Blutabnahmen kommen die Viggos... ich weiß nicht, wie viele ich versemmelt habe...

Danach irgendwann geht es - mit nach wie vor leerem Magen - nach Hause. Unterwegs noch ein paar Dinge erledigt, komme ich um 13h mit in den Kniekehlen hängenden Eingeweihden an. Mona stürzt sich auf mich und will erst mal was trinken. Na danke!! Und Volker hat leider nichts gekocht. Mona hätte keinen Hunger gehabt, und er hat sich mit Broten zufrieden gegeben.

Also koche ich für meine Wenigkeit eine Kleinigkeit...

...schon wieder so ein unvollendeter Beitrag... aber ich kann Euch versichern, in dem Stil ging der Tag weiter :-)....

06 Dezember 2009

Geschenke und Gedanken vor Weihnachten (alter Beitrag..

Vor kurzem fragte Ida mich: "Irgendeine Zahl muss doch die letzte Zahl sein, oder?" Da hätte ich dann über Unendlichkeit reden können. Aber mir fiel ein Artikel im National Geographic ein, den wir kürzlich gelesen hatten: Das Volk der Hadza, mit die letzten Jäger und Sammler, kennen nur Zahlwörter von eins bis vier. Armselig, könnte man meinen. Aber nein, sie sind unendlich reich: denn fünf Leute sind bereits "viele", und sechs Affenbrotbaumfrüchte sind auch "viele" Früchte. Was würde es in unserem Denken verändern, wenn wir zu allem, was jenseits des Zahlwortes "vier" liegt, "viele" sagen würden? - Sobald wir hier einen Menschen zu Besuch haben, sind wir viele. Wenn im Kühlschrank noch fünf Eier liegen, sind das viele. Fünf oder zehn Euro im Geldbeutel sind viel. So gesehen, haben wir viele, viele Freunde und sind überhaupt mit einem unermesslichen Reichtum gesegnet. Wir haben von allem viel. Vielleicht manchmal zu viel.
Ich möchte sensibler sein für Armut und Reichtum, für echten Reichtum im Leben und Armseligkeit trotz Überfluss. Für mich ist das ein Dauerthema. Ich komme mir oft vor wie der Reiche, der nicht durchs Nadelöhr passt. Gerade jetzt vor Weihnachten ist Konsum wieder ein großes Thema. Das geht schon mit den Geschenken für die Kinder los... Ich merke, wie gut es uns trotz Krise geht. Vieles, was für mich heute selbstverständlich ist, war es nicht in meiner Kindheit. Ich kann nicht sagen, ob es an meiner Familie, den Einstellungen meiner Eltern, oder einfach dem anderen "Zeitgeist" lag. Damals war dieses "höher, schneller, besser, mehr, weiter, toller, noch viel mehr", dieses Unersättliche nicht so ausgeprägt vorhanden wie heute, wie bis vor der Krise. Ich frage mich, wann die Kehrtwende kommt. Sie muss kommen. Es ist Utopie zu meinen, es ginge immer weiter bergauf, es gäbe immer mehr L*go, playm*bil und d*plo im Kinderzimmer, immer mehr Autos, eine wachsende Zahl an einkunftsstarken gesunden Menschen, eine immer breitere Mittelschicht. Nein, die Mittelschicht schrumpft, die Ränder werden breiter, die Schere größer. In der Süddeutschen Zeitung habe ich dazu einen ganz tollen Artikel gelesen, der den Bogen schlägt zur Klimakonferenz: in der "Außenansicht" von David Suzuki.
Seid gesegnet! Gottes Maß für Reichtum ist eben ein anderes als unseres...

14 November 2009

Hab die Haare wieder kurz...

... war mal wieder fällig.



Lese zur Zeit das Buch "Heimspiel" von Lisa Ortgies und lasse mich inspirieren, hinterfrage mein Tun und Lassen. Ob ich wohl mit Stoff wickle als eine Art Kompensation, weil ich ja nicht mehr ständig da bin? Nein wohl eher nicht, ich habe ja auch schon zuvor mit Stoff gewickelt. Frau Ortgies geht auf ziemlich viele "Mütter-Phänomene" ein, leider auch sehr, sehr negativ zum Thema Stillen. Ich finde, sie vermischt hier medizinische Tatsachen mit einer ganz bestimmten "Mütter-Propaganda", die ich auch gar nicht wegdiskutieren will.
Allerdings bin ich schon ganz klar auf dem Standpunkt, dass man Stillen und Arbeiten durchaus vereinbaren kann, z.B. durch Abpumpen: oder so wie es jetzt bei uns ist: Mona stillt eben, wenn ich da bin. Wenn ich nicht da bin, ist es auch ok für sie. Aber abends und wenn ich sie abhole und oft auch früh möcht sie halt trinken. Die aus medizinischer Sicht positiven Effekte sind meiner Meinung nach derart vielfältig und relevant, dass ich dies meinen Kindern nicht vorenthalten will.
Ich finde das Buch wirklich sehr inspirierend. Zum Einen hinterfrage ich mich selbst. Zum anderen fange ich an, uns so einzusortieren. Wo ich früher vielleicht dachte, mein Mann wäre weit entfernt vom sich einbringenden Vater, muss ich doch erkennen, dass er sich verglichen mit dem Durschnittsmann wirklich viel kümmert. Es ist aber auch so, wie Frau Ortgies schreibt: eine Tendenz zum Rosinen-Picken ist nicht zu leugnen. Windeln in die Waschmaschine schmeißen oder aufräumen gehört nicht gerade zu seinen Lieblingsbeschäftigungen. :-)
Und es ist leider auch bei uns so, dass Arbeit, die Geld bringt, wertvoller/besser/wichtiger/.... ist als Arbeit, die kein Geld bringt (und die keiner sieht).
Soweit ich das Buch jetzt gelesen habe, kommen die Männer echt schlecht weg. Aber die Frauen nicht minder! Ok es ist ein langer Weg, und die eigene Prägung kann keiner einfach ausschalten.

soviel erst mal... muss schlafen gehen.