Im April (meine ich) unterschreiben wir den Mietvertrag. --
Zuvor waren wir zwei Wochen in
Puimoisson auf dem Segelflugplatz, zusammen mit Familie M. - Sie haben auch zwei Töchter, und die Kinder hatten viel Spaß zusammen und haben gerne miteinander gespielt. Leider waren dann auch die zwei kleinen krank mit Fieber; Ida hat sogar wieder ins Bett gemacht, obwohl sie schon ein paar Wochen keine Windel mehr hatte. Es war ziemlich kalt (Volker hatte mir noch vorher vorgeschwärmt, dass es bestimmt an die 20 Grad haben wird...), zum Glück hatten wir komplette Winterausrüstung mit dabei. Ich hatte schwangerschafts- und kältebedingt Symphysenschmerzen (Schambeinschmerzen), die teilweise wirklich heftig waren. Volker hatte zwei Tage ein entzündetes Auge und konnte also auch nicht fliegen. Der Strom fiel zwei, drei mal aus, da gingen dann die Elektroheizungen im Bungalow auch nicht mehr :-) ... na es war ein recht gelungener Urlaub... nein, irgendwie war es ja doch sehr schön! Gerade für die Kinder, und die Männer haben ein paar gute Flüge gemacht. Und die Frauen haben sich gut unterhalten, immer schön bei einer Tasse Kaffee oder Caro-Kaffee.
Der Mietvertrag galt ab 1. Juli. Die Vormieter jedoch hatten angedeutet, dass ihr Hausbau vielleicht schon früher so weit ist, dass sie einziehen könnten - sie wollten zu Ende Mai ausziehen. Das fanden wir sehr positiv, schließlich sollte das Baby Anfang August kommen, und renovieren wollten wir im "neuen" Haus ja auch noch.
Oh, ich habe glaube ich noch nicht erwähnt, dass das ganze Haus in verschiedenen Orange-Tönen gehalten war... die Vormieter hatten eine Vorliebe für echte Knallfarben. Uns war also klar, dass hier Profis ran müssen..

In der Zwischenzeit hatte die Uni wieder angefangen. Bald schon war mir Fahrrad fahren mit Anhänger mit Ida drin echt zu anstrengend, was auf viel nervige Autofahrerei hinauslief. Ich fragte mich zeitweise, wie ich auf die glorreiche Idee gekommen war, gerade
Rechtsmedizin und
Humangenetik im schwangeren Zustand belegen zu müssen... Rechtsmedizin war teilweise schon etwas schaurig. Das Baby im Bauch strampelte immer in den Vorlesungen! Nun ja, es waren meine beiden letzten noch verbliebenen Fächer. Die mündliche Prüfung in Rechtsmedizin war gut zu machen, und so hatte ich im Mai einen weiteren Schein in der Tasche. Blieben nur noch zwei Klausuren.
EKI - Die Elterninitiative, in der Ida betreut wurde - wurde auch immer anstrengender für mich mit Bauch. Wegen meiner Schambeinschmerzen konnte ich im Prinzip nicht mehr schwer heben, also auch keine Kleinkinder mehr durch die Gegend schleppen. Zum Glück hatte ich meinen Dienst-Tag immer mit M. zusammen, die mir sehr viel abnahm und sehr, sehr viel Verständnis hatte. Sie ist aber auch Physiotherapeutin...
Meine Schambeinschmerzen hatten aber auch etwas Gutes: Ich wollte zum Orthopäden. Es ist ja bekannt, dass das deutsche Gesundheitssystem nur begrenzt funktioniert. Insbesondere bei Orthopäden hat man immer ein Problem mit den Wartezeiten... Ich sollte also um 8h in der Früh da sein. Das klappte aus diversen Gründen nicht (Volker konnte Ida nicht in die EKI bringen), also war ich erst um 10h da. Da wurde ich dann aber abgewiesen, sie könne nun wirklich keine Patienten mehr annehmen für den Tag...
Als ich aus der Praxis raus Richtung Auto lief, entdeckte ich den Ladenraum eines Maler- und Renovierungs-FAchmannes. Ich sah mal rein, und der Malermeister war mir recht sympathisch. So sind wir zu unserem Maler gekommen... da war der Weg zum Orthopäden doch nicht ganz für die Katz.
Ende Mai war dann endlich klar, dass wir
nicht früher in das Haus einziehen können. Die Vormieter zogen dann schließlich Ende Juni aus, wir konnten eine Woche früher in das Haus.
Dann ging es los mit renovieren. Der Malermeister ging in den Urlaub. Sein Kompagnion übernahm, und etwas verzögert legten sie los. Volker und ich hatten uns bereits den Kopf zerbrochen, wie man die einzelnen Zimmer streichen könnte. Wir hatten teils recht unterschiedliche Vorstellungen. Volker war sehr gegen "grün". Jetzt ist der Küche-Ess-Bereich in einem sehr schönen Grünton gestrichen, zu dem unsre Birke-Küche und die Holzmöbel gut passen. Ich konnte mir "rosé" im Schlafzimmer überhaupt nicht vorstellen. Es ist aber sehr sehr schön geworden.
Die Appel´sche Arbeitsabordnung rückte an: Volkers Schwester, sowie die Schwiegereltern, legten los, bevor wir überhaupt offiziell drin waren. Tapeten in Idas Zimmer wurden runtergerissen. Das war recht mühsame Arbeit, da die Rauhfaser mehrfach übergestrichen war und sich nur mit viel Wasser und Einweichen gut von der Wand lösen ließ. Ich stand die ganze Zeit nur dumm rum oder beschäftigte Ida. Mit meinem inzwischen hochschwangeren Bauch hatte ich quasi Arbeitsverbot.

Zwei gute Freundinnen, M. und M. :-)begannen mit dem Tapezieren. - Insbesondere M., die mehrmals kam und mit mir einiges "organisierte", kaufte und auf die Beine stellte, sei hier erwähnt!! - . Auf Anraten des Malers klebten wir erst Makulatur (Volkers Schwester: So was hab ich nie gemacht! Braucht man nicht!...). Ein Tipp an alle, die mal Makulatur kleben wollen: Ganz kurz einweichen und ganz schnell an die Wand bringen!!!!!! Ist ganz anders als richtige Tapete, die ja erst eine Weile mit Kleister eingeweicht wird.
Es sei noch erwähnt, dass wir ja zeitgleich "zu Hause" Kartons packen mussten/sollten/wollten. Ich glaube, Volker und ich haben zusammen vielleicht 50 Kartons gepackt. Die restlichen 100 Stück verteilen sich auf: meine Eltern, meine liebe Freundin Christina und die Möbelpacker, die das Geschirr aus der Küche am Umzugstag einpackten.
So, bevor die Zeitkurve für alle Leser noch konfuser wird, hör ich jetzt mal auf und geh ins Bett. Eine kurze chronologische Abfolge sowie Fotos folgen.