16 Oktober 2008

Fotos eingefügt

Ich füge so nach und nach noch Fotos in alte Posts, es lohnt sich also, da nochmal zu schaun!!

Rückblende: Umzugstag

Am 21. Juli 2008 kamen die Möbelpacker und verfrachteten unseren Hausstand in den LKW.

Zuvor mussten natürlich Kartons gepackt werden... dazu kamen u.a. meine Eltern angereist, sie haben bestimmt 30-50(?) Kartons gepackt. Ich hatte ja schon einen dicken Bauch und war für solche Arbeiten eben nur begrenzt einsetzbar. Ich hab zwar auch einiges in Kartons gepackt (v.a. unsere Bücher und Anziehsachen), aber ohne die tatkräftige HIlfe verschiedener Leute hätten wir das nicht geschafft.


Sehr schade war allerdings, dass wir wegen des Umzugs nicht zur Hochzeit von Freunden konnten. Sie heirateten am Samstag vor unserem Umzugs-Montag, und da war einfach noch so viel zu tun...

Am Montag bin ich dann mit Ida zu meiner lieben Freundin Maria "ausgewandert". Sie war auch schwanger, allerdings mit Nr. 3. Irgendwie kriegt sie das sehr gut hin mit ihren Kindern, so dass es kein Problem war, dass wir sie "belagert" haben. Na, die Kids konnten ja auch miteinander spielen! Ida ist sehr gern bei Maria, da sie einen Garten haben. (Na, wir haben ja jetzt auch einen...)

Volker war den ganzen Tag schwer beschäftigt: Der Keller war noch nicht ganz verpackt. In der Küche war noch einiges übrig (Ich dachte, sie packen nicht nur das Geschirr ein.) Die vom Umzugsunternehmen veranschlagten 8h waren völlig utopisch. Ich glaube, insgesamt dauerte es 12h bis alles umgezogen war. Noch heute ärgere ich mich, wenn beschriftete Kartons im falschen Zimmer stehen. Gut, es waren auch einige nicht beschriftet... das ist dann auch was anderes.

Abends... das Schlafzimmer ist so riesig, ich hätte nicht gedacht, dass auch mit den aufgebauten Möbeln noch so viel Platz ist. Volker war sehr geschafft und musste am nächsten Tag arbeiten. Trotz allem waren und sind wir froh, den Schritt getan zu haben.

Die erste Woche war ein bisschen abenteuerlich: wie koche ich einigermaßen gesundes Essen ohne Herd? Na gut, wir sind dann auch einmal zu McDonald´s gefahren. Improvisation ist alles. Würstchen kann man mit heißem Wassser aus dem Wasserkocher überbrühen und ein paar minuten "ziehen" lassen.. :-) Ein Eimer taugt auch zum Abspülen...

In der zweiten Woche schafften wir es, mit Hilfe von meinen Vater, (der nochmal kam) und zwei guten Freunden, die Küche soweit aufzubauen, dass sie benutzbar war. Das war sehr viel wert. Sehr, sehr gut war auch, dass Susanne, Volkers Schwester, uns mit ihren Kindern besuchte. Sie hat maßgeblich dazu beigetragen, dass die Küche auch eingeräumt war und also sinnvoll benutzbar war, bevor Mona zur Welt kam. Wir werden sehen, die Küche spielte auch eine wichtige Rolle unter der Geburt...


Das war in den Tagen bis Anfang August nicht einfach: Ich war mit dem Bauch und Ida zu Hause, wir kannten noch kaum wen, es war teils sehr heiß, Ida vermisste ihre EKI und wollte bespaßt werden. Anfang August (Errechneter Termin war der 30. Juli, aber meine Kinder finden es immer sehr schön im Bauch...) habe ich darauf bestanden, dass Volker zu Hause bleibt. Das war die einzig richtige Entscheidung.

In den zwei Wochen vor der Geburt passierten noch haufensweise Katastrophen. Die gibts im nächsten Eintrag... :-)

26 September 2008

Rückblende: Uni und EKI

Da ja sonst alles ganz konfus läuft, drösle ich hier die einzelnen "Themenkreise" der letzten Monate auseinander.

Ein wichtiger Lebensabschnitt für mich und auch für Ida ging zu Ende.
Uni

Ich habe meine letzten Kurse belegt und ein paar Prüfungen abgelegt:

Zu Beginn des Semesters konnte ich Rechtsmedizin belegen: vier Wochen lang eineinhalb Tage die Woche. Die sehr guten Vorlesungen der Professorin Ritz-Timme kann ich wirklich sehr empfehlen. Das Baby im Bauch hat aber immer gestrampelt, als sie die ekligen Bilder an die Wand geworfen hat. Da hab ich mich ja schon gefragt, ob das so gut ist... Sehr interessant fand ich den Themenkreis Häusliche Gewalt sowie Umgang mit Gewaltopfern. Als Arzt wird man immer wieder auf diese Probleme stoßen. Die Opfer sind oft gar nicht bereit, sich als solche zu sehen. Täter kommen manchmal aufgrund der fehlenden Dokumentation ungeschoren davon. Frauen bleiben bei ihren schlagenden Männern, weil sie emotional nicht rauskommen.

Die mündliche Prüfung war sehr angenehm. Ich hatte zwar das Gefühl, alle anderen hätten viel fundiertere Antworten gegeben, aber letztendlich haben wir alle die gleiche Note bekommen. Also wieder ein Punkt abgehakt.

Als nächstes kam dann Humangenetik dran. Das war zwar nur eine VL, aber mit Anwesenheitspflicht. Da EKI erst um 8:30 begann, die VL aber um 8:00h, war das für mich schwierig, wenn Volker früh zur Arbeit ging und Ida nicht in die EKI bringen konnte. Der Dozent war aber sehr entgegenkommend, ich habe mehrmals mit ihm gesprochen, und schlussendlich waren meine Fehlzeiten kein Problem. Die schriftliche Prüfung war bekanntermaßen gut zu bestehen. Da waren wir zwar schon so halb am Umziehen, aber irgendwie geht immer was.

Nebenbei musste ich noch für Augenheilkunde lernen, da fehlte mir noch die Prüfung. Diese war ziemlich schwer, was zu erwarten war. Ich hab´s bestanden, das war für mich die Hauptsache.

EKI


Die Elterninitiative, die Ida besuchte, befand sich bereits in einer Umbruchphase. Einige Kinder kamen in den Kindergarten. Neue Kinder kamen dazu. Dadurch auch neue Eltern. Gleichzeitig hatten wir unsere Wohnung schon halb in Umzugkartons gepackt, und alle paar Tage fuhren wir zum neuen Haus. Dadurch war EKI noch so das beständigste in Idas Leben.

Am 18. Juli hatten wir dann unseren letzten Tag in der EKI und "feierten" Abschied, zusammen mit Yannick. Es war schön, aber es waren nur wenige Kinder da, das war wiederum schade.
Da EKI ja eine Elterninitiative ist, und man so einen recht engen Kontakt zu den anderen Eltern bekommt, bricht für uns ein "soziales Netz" weg. Zu einigen haben wir schon noch Kontakt, aber die Entfernungen sind doch so groß, dass man sich nicht mal eben besuchen kann. Na, es ist ja meistens so: wenn man sich gerne hat, spielt die Distanz keine Rolle, wenn beide Parteien Interesse haben, dann findet sich ein Weg.

22 September 2008

Kinderliebe

Heute war ein guter Tag: Früh nettes Frühstück mit den Frauen vom Geburtsvorbereitungskurs (aber es war schrecklich, bis wir losgekommen sind...), danach eine ruhige Zeit zu Hause, Essen war vorgekocht, also auch damit kein Stress!

Heute Nachmittag hatte Ida die Idee, dass eins ihrer Playmobil-Männchen "sich so doll verletzt hat, dass es stirbt!" Sie lachte dabei. Da habe ich ihr erklärt, dass man jemanden, der stirbt, in eine Kiste legt und beerdigt. Wir mussten dann also das Playmobil-Männchen beerdigen. Ich habe ihr von unserer Seele erzählt und dass Jesus die lebendig macht und mit in den Himmel nimmt und dass wir dann bei Gott sind. Was sagt meine Maus? "Dann ist das wie bei Jesus." "Ja, so ähnlich, der ist auch auferstanden und in den Himmel gekommen."

Volker fliegt morgen für ein paar Tage nach Amerika, Cedar Rapids, Iowa. Deswegen war der Abend etwas konfus, Volker versuchte zu packen, ich versuchte zu stillen und gleichzeitig Ida ins Bett zu bringen. Funktionierte natürlich nicht. Also hab ich erstmal gestillt, während Volker eine Geschichte vorlas. Dann habe ich wieder übernommen. Mit Ida und Mona gekuschelt, gesungen, gebetet. Ida hat das Thema des Nachmittages wieder aufgegriffen: Sie fragte mich, wie alt der Papa bei seinem nächsten Geburtstag wird. Ich: "40 Jahre".. Sie: "Na dann muss er ja bald sterben!" ich: "Nein, das glaub ich nicht, guck, Opa ist ja auch schon viel älter und lebt noch. Wir wollen, dass Papa noch gaaaanz lange lebt." "Ich will, dass Papa gar nicht stirbt." Hmm. Was sagt man da? Im Lauf des Gespräches kam dann noch: "Ich sterbe ja auch einmal." Ich habe ihr dann noch mal von Jesus erzählt und das fand sie, glaub ich, gut! Ich weiß nicht, ob ich hierbei alles richtig mache... Erziehung und alles was dazu gehört ist wirklich spannend.

Als Ida dann neben mir im Bett schlief und Mona auf der Matratze auf der anderen Seite, war ich irgendwie sehr glücklich. Schaute von einem Kind zum anderen. Fand es einfach so schön, zwei Kinder zu haben. Fragte mich, ob ich noch mehr von der Sorte will. Spürte eine Ruhe und einen Frieden. Oft bin ich nicht so nett zu Ida, finde ich. Mehr Klarheit und Ausgewogenheit täten gut. Ich arbeite daran. Ich glaube, ich darf unperfekt sein, meine Kinder werden daran nicht kaputt gehen. Solange sie spüren, dass ich sie liebe...

21 September 2008

Ritterliches

Zur Abwechslung mal was aus unserem "Alltag", wobei, Wochenende ist ja nicht Alltag. Gestern waren wir mit Y. und M. zusammen in Z. am Kunsthandwerkermarkt und - besonsers wichtig! - bei den Ritterspielen. Y. ist ein ganz lieber kleiner Junge, Idas bester Freund noch aus EKI-Zeiten. Sie verstehen sich sehr gut, und Ida mag M.auch sehr gerne - da werd ich manchmal schon neidisch. Aber Monika ist eben auch eine ganz, ganz Liebe! So haben sich also beide riesig gefreut, dass sie mal wieder zusammen spielen konnten. Am Nachmittag sind wir mit dem Bus also nach Z. gefahren. Das ist ein kleines, schon fast mittelalterlich wirkendes Städtchen mit einem Schloss, einer Freilichtbühne und einer Windmühle (leider nicht funktionstüchtig). Mit Mona ging das sehr unproblematisch, auch wenn sie beim Stillen wieder bisschen geschrien hat. Stillen ist mit Mona nicht so einfach. Ich habe teils sehr viel Milch, die dann richtig "einschießt". Mir zieht´s dabei im Busen, und Mona kriegt fast keine Luft, weil sie in Milch ertränkt wird. Zudem hat sie Schnupfen, deswegen kann sie noch schlechter atmen beim Trinken. Ich fand den Nachmittag sehr erholsam: Drei Erwachsene (Volker war ja auch dabei), und drei Kinder. Sehr entspannt. Um 16h gab es dann ein richtiges Ritterturnier, mit mittelalterlichem Prunk, Pferden, richtiger Ritterrüstung, Lanzen, Pfeil und Bogen und was man sich so vorstellen kann. Die Kinder haben es genossen. Allerdings, irgendwann war es doch etwas langatmig, da sind wir wieder gegangen. Anschließend sind wir noch eine ganze Weile durch die Stadt gebummelt, denn der Handwerkermarkt zog sich durch die ganze Innenstadt; die schönsten Stände fanden sich im Schlossinnenhof. Da gab es leckeren Käse aus der Region, sehr schöne Ledertaschen (ich hab eine gekauft!), hübsche getöpferte Kleinigkeiten für Haus und Hof, lustige Vögel aus Ton mit "Metallfedern" für den Garten, Schmuck, Holztiere, Geschmiedetes, Wollstulpen, Schaffelle... Mir hat vieles sehr gut gefallen. Abends hat Volker die beiden nach Hause gefahren, und ich habe es doch tatsächlich geschafft, beide Kinder alleine zum Schlafen zu bringen. Gute Übung für nächste Woche, Volker fliegt für ein paar Tage in die USA. Aber so wie es aussieht, kommt meine liebe Schwester!

20 September 2008

Wir mieten ein Haus...

Im April (meine ich) unterschreiben wir den Mietvertrag. --

Zuvor waren wir zwei Wochen in Puimoisson auf dem Segelflugplatz, zusammen mit Familie M. - Sie haben auch zwei Töchter, und die Kinder hatten viel Spaß zusammen und haben gerne miteinander gespielt. Leider waren dann auch die zwei kleinen krank mit Fieber; Ida hat sogar wieder ins Bett gemacht, obwohl sie schon ein paar Wochen keine Windel mehr hatte. Es war ziemlich kalt (Volker hatte mir noch vorher vorgeschwärmt, dass es bestimmt an die 20 Grad haben wird...), zum Glück hatten wir komplette Winterausrüstung mit dabei. Ich hatte schwangerschafts- und kältebedingt Symphysenschmerzen (Schambeinschmerzen), die teilweise wirklich heftig waren. Volker hatte zwei Tage ein entzündetes Auge und konnte also auch nicht fliegen. Der Strom fiel zwei, drei mal aus, da gingen dann die Elektroheizungen im Bungalow auch nicht mehr :-) ... na es war ein recht gelungener Urlaub... nein, irgendwie war es ja doch sehr schön! Gerade für die Kinder, und die Männer haben ein paar gute Flüge gemacht. Und die Frauen haben sich gut unterhalten, immer schön bei einer Tasse Kaffee oder Caro-Kaffee.

Der Mietvertrag galt ab 1. Juli. Die Vormieter jedoch hatten angedeutet, dass ihr Hausbau vielleicht schon früher so weit ist, dass sie einziehen könnten - sie wollten zu Ende Mai ausziehen. Das fanden wir sehr positiv, schließlich sollte das Baby Anfang August kommen, und renovieren wollten wir im "neuen" Haus ja auch noch.

Oh, ich habe glaube ich noch nicht erwähnt, dass das ganze Haus in verschiedenen Orange-Tönen gehalten war... die Vormieter hatten eine Vorliebe für echte Knallfarben. Uns war also klar, dass hier Profis ran müssen..


In der Zwischenzeit hatte die Uni wieder angefangen. Bald schon war mir Fahrrad fahren mit Anhänger mit Ida drin echt zu anstrengend, was auf viel nervige Autofahrerei hinauslief. Ich fragte mich zeitweise, wie ich auf die glorreiche Idee gekommen war, gerade Rechtsmedizin und Humangenetik im schwangeren Zustand belegen zu müssen... Rechtsmedizin war teilweise schon etwas schaurig. Das Baby im Bauch strampelte immer in den Vorlesungen! Nun ja, es waren meine beiden letzten noch verbliebenen Fächer. Die mündliche Prüfung in Rechtsmedizin war gut zu machen, und so hatte ich im Mai einen weiteren Schein in der Tasche. Blieben nur noch zwei Klausuren.

EKI - Die Elterninitiative, in der Ida betreut wurde - wurde auch immer anstrengender für mich mit Bauch. Wegen meiner Schambeinschmerzen konnte ich im Prinzip nicht mehr schwer heben, also auch keine Kleinkinder mehr durch die Gegend schleppen. Zum Glück hatte ich meinen Dienst-Tag immer mit M. zusammen, die mir sehr viel abnahm und sehr, sehr viel Verständnis hatte. Sie ist aber auch Physiotherapeutin...

Meine Schambeinschmerzen hatten aber auch etwas Gutes: Ich wollte zum Orthopäden. Es ist ja bekannt, dass das deutsche Gesundheitssystem nur begrenzt funktioniert. Insbesondere bei Orthopäden hat man immer ein Problem mit den Wartezeiten... Ich sollte also um 8h in der Früh da sein. Das klappte aus diversen Gründen nicht (Volker konnte Ida nicht in die EKI bringen), also war ich erst um 10h da. Da wurde ich dann aber abgewiesen, sie könne nun wirklich keine Patienten mehr annehmen für den Tag...
Als ich aus der Praxis raus Richtung Auto lief, entdeckte ich den Ladenraum eines Maler- und Renovierungs-FAchmannes. Ich sah mal rein, und der Malermeister war mir recht sympathisch. So sind wir zu unserem Maler gekommen... da war der Weg zum Orthopäden doch nicht ganz für die Katz.

Ende Mai war dann endlich klar, dass wir nicht früher in das Haus einziehen können. Die Vormieter zogen dann schließlich Ende Juni aus, wir konnten eine Woche früher in das Haus.

Dann ging es los mit renovieren. Der Malermeister ging in den Urlaub. Sein Kompagnion übernahm, und etwas verzögert legten sie los. Volker und ich hatten uns bereits den Kopf zerbrochen, wie man die einzelnen Zimmer streichen könnte. Wir hatten teils recht unterschiedliche Vorstellungen. Volker war sehr gegen "grün". Jetzt ist der Küche-Ess-Bereich in einem sehr schönen Grünton gestrichen, zu dem unsre Birke-Küche und die Holzmöbel gut passen. Ich konnte mir "rosé" im Schlafzimmer überhaupt nicht vorstellen. Es ist aber sehr sehr schön geworden.

Die Appel´sche Arbeitsabordnung rückte an: Volkers Schwester, sowie die Schwiegereltern, legten los, bevor wir überhaupt offiziell drin waren. Tapeten in Idas Zimmer wurden runtergerissen. Das war recht mühsame Arbeit, da die Rauhfaser mehrfach übergestrichen war und sich nur mit viel Wasser und Einweichen gut von der Wand lösen ließ. Ich stand die ganze Zeit nur dumm rum oder beschäftigte Ida. Mit meinem inzwischen hochschwangeren Bauch hatte ich quasi Arbeitsverbot.

Zwei gute Freundinnen, M. und M. :-)begannen mit dem Tapezieren. - Insbesondere M., die mehrmals kam und mit mir einiges "organisierte", kaufte und auf die Beine stellte, sei hier erwähnt!! - . Auf Anraten des Malers klebten wir erst Makulatur (Volkers Schwester: So was hab ich nie gemacht! Braucht man nicht!...). Ein Tipp an alle, die mal Makulatur kleben wollen: Ganz kurz einweichen und ganz schnell an die Wand bringen!!!!!! Ist ganz anders als richtige Tapete, die ja erst eine Weile mit Kleister eingeweicht wird.

Es sei noch erwähnt, dass wir ja zeitgleich "zu Hause" Kartons packen mussten/sollten/wollten. Ich glaube, Volker und ich haben zusammen vielleicht 50 Kartons gepackt. Die restlichen 100 Stück verteilen sich auf: meine Eltern, meine liebe Freundin Christina und die Möbelpacker, die das Geschirr aus der Küche am Umzugstag einpackten.

So, bevor die Zeitkurve für alle Leser noch konfuser wird, hör ich jetzt mal auf und geh ins Bett. Eine kurze chronologische Abfolge sowie Fotos folgen.

09 September 2008

blogger name

Da ich heute zu müde bin, um vom Umziehen und Renovieren zu erzählen, heute also die Erklärung zu cruelty to flowers:

Ich war vor vielen Jahren für zwei Wochen in London, das ist wirklich sehr sehr lange her - ich war damals in der 7. Klasse, eine Sprachreise.Dort habe ich mir eine Telefonkarte gekauft, mit der sinnigen Werbung für die britische Telekom:

She loves me
she loves me not
stop cruelty to flowers
call her


Na. Und dazu hab ich einen blumigen Namen: Iris - also: (stop) cruelty to flowers...
Das Leben ist schließlich nicht immer einfach.

08 September 2008

Viel Neues...

... deswegen auch ein neuer Versuch mit dem Blog. Im letzten halben Jahr ist so viel passiert, und es gibt so viele Leute, die nur einen kleinen Teil mitbekommen haben. Ich habe mir fest vorgenommen, zwischen den Umzugskartons und den zwei kleinen Kindern diesen Blog mit unserer Geschichte des letzten halben Jahres zu füttern. Kann bisschen dauern... und verzeiht mir, wenn mal wieder eine längere Pause entsteht.

Aber der Reihe nach.

schwanger


Irgendwann im Oktober oder November letzten Jahres hatte ich so das Gefühl, es ist jetzt wieder Platz für ein weiteres Familienmitglied. Mein geliebter Volker war da natürlich Feuer und Flamme... und schwupps war ich schwanger...

die Wohnung wird zu klein


Heute ist es mir ein echtes Rätsel, wie wir den ganzen Krempel auf 85m² untergebracht haben. Ich weiß es einfach nicht.
Damals ist uns nur klar gewesen: mit 2 Kindern geht das hier gar nicht. Vor allem ich war sehr fürs Umziehen, weil mich das Sachen-Rauf-und-Runter-Tragen in den 2. Stock echt nervte und ich mir beim besten willen nicht vorstellen konnte, zwei Kinder plus Einkauf zu schleppen...
Also machten wir uns auf Wohnungssuche. Was uns sehr geholfen hat, und sehr zu empfehlen ist: wir haben eine Anzeige in die Zeitung gesetzt. Darauf hin haben sich einige Leute bei uns gemeldet. Wir haben so auch recht "lustige" Begegnungen gehabt. Wie z.B. mit dem Ehepaar, was sein Reihenhaus vermieten wollte. Dieses etwas ältere RMH hatte ungefähr 6 Zimmer auf 3 Etagen und eine vielleicht 60cm schmale Treppe zwischen diesen Etagen. Allein die Vorstellung, mit Baby auf dem Arm da rauf und runter zu stolpern... :-) Vom Preis möchte ich nicht reden...

Das war ungefähr im Februar/März diesen Jahres. Eines Tages rief uns ein nettes Ehepaar an, sie hätten da eine Doppelhaushälfte, die Mieter würden bald ausziehen. Sind wir also hingefahren und haben es uns angeschaut. Unser erster Eindruck war: hier passt ja so ziemlich alles: großer Garten, Garage, Keller (für Volker seeehr wichtig); im EG viel Licht mit großen Fenstern, ein großes Wohn-Ess-Küche-Zimmer, was ich sehr schön finde, weil man die Kinder immer im Blick hat und trotzdem Platz für die Erwachsenen ist; tja, und auch sonst schien alles perfekt.

Wir können uns nie nicht entscheiden


Nur die damaligen Mieter waren grad am Haus bauen. Sie wollten zwar Ende Mai ausziehen, aber sie hatten zu Ende Juni gekündigt. Garantien gab es keine.

Zudem wusste Volker grad nicht, ob er nun von einem Standort seiner Firma zum anderen wechseln wollte oder nicht.
So konnten auch wir nichts versprechen. Netterweise wollten die Vermieter auf unsere Entscheidung warten, bevor sie nach anderen Mietern suchen wollten. Ich weiß nicht, das war uns sehr sympathisch und hat uns viel Druck genommen.
Wir haben uns dann natürlich die Gegend um den zweiten Firmenstandort angeschaut und überlegt, ob wir uns vorstellen könnten, da hinzuziehen. Für Volker war es aber vor allem eine Frage der Arbeitszeiten. Er meinte, er müsste dann viel mehr arbeiten und hätte viel weniger Zeit für die Familie. (Fragt mich mal, wie es jetzt ist!)

Somit fiel dann nach den Osterferien und unserem schönen Urlaub in Pui die Entscheidung: Volker bleibt am alten Standort, und wir ziehen in das Haus!

17 Oktober 2006

Gedichte und leben und sterben

Nächste Woche fängt auch für mich endlich wieder die Uni an. Das hat mich doch kürzlich dazu gebracht, endlich mal meinen Schreibtisch aufzuräumen. Dabei bin ich auf ein Gedicht gestoßen:
long lasting love in ewiger Treue wohin führt das wovon träumst du poesie wo bist du hinter bäumen versteckt in wiesenkraut lilane sternchen auf dem gras am sternenhimmel verdeckt von wolken durchdringend der schein hell am Morgenrot was willst du mehr herz was suchst du den tod und das siechtum rechts und links lass liegen lebe lebe lebe der himmel ist weit der tag lang lass die sorgen ruhe mein herz ruhe vergiss vergiss vergiss long lasting love
Beim Blättern bin ich auf noch ein anderes Gedicht gestoßen:
Diesseits Im diesseits unberührt angehaucht eingeschränkt betrachtend ohne mühe vergeblich suchend nicht wissend ahnend hoffend angerührt entfacht un vorstellbar bereit weiter ein schritt ins dasein
Es muss auch nicht jeder etwas damit anfangen können. Selbst ich kann nicht mehr unbedingt nachvollziehen, woher die Worte kamen... Das erste Gedicht entstand aber in einer Zeit, in der zwei Menschen gestorben sind und in der mich mein Studium durch den Patho-Kurs auch ziemlich durcheinander gebracht hat, gerade was den Glauben angeht. Die Tatsache, dass es so viel persönliches Leid gibt auf dieser Welt ist dann umso schockierender, wenn man mit diesen lebenszeichen konfrontiert wird. Denn auch das gehört zum Leben. Gestern haben eine Freundin und ich uns ausgetauscht über das Leben, das wir als Mediziner sehen. Wir (und meine Freundin weit mehr als ich, sie arbeitet bereits) sehen die tiefsten Abgründe, die stärksten Emotionen, das, was Menschen in ihren Grundfesten erschüttert. Und den Anfang und das Ende des Lebens. Das leben ist doch so anders als wir oft denken. Es besteht aus so viel mehr Tiefe soviel mehr liebe und weite. Leben und sterben: das Kloster... ist wohl vorerst gestorben. Die Leute, die sich das unter Umständen vorstellen konnten, sind einer nach dem anderen weggebrochen. Das heißt nicht, dass wir den Gedanken komplett beerdigen. Aber... vielleicht ist es der falsche Ort oder die falsche Zeit. Oder wir sind noch nicht genug vorbereitet. Oder oder oder.... Jedenfalls gibt es in unserem Leben, in unserer Ehe genug Entwicklungspotential für einen "klostermäßigen Lebensstil", dass wir auch so erst mal beschäftigt sind. Das geht mit regelmäßigen Zeiten für Jesus los und hört noch lange nicht beim gemeinsamen Abendessen auf... Gott arbeitet an uns und verändert uns. Ich selbst habe immer mehr eine tiefe Sehnsucht nach echtem Glauben, nach... ich kann es so schlecht greifen. Nach Ganzheitlichkeit. Nicht nur am Sonntag in den GoDi gehen, nicht nur ab und zu Bibel lesen, sondern unser Leben - auch das physische - von Gott durchdringen lassen, von seinem Rhythmus bestimmen lassen. Gottes Atem einatmen. Seinem Herzschlag nachspüren und so schwingen wie Er. Klingt abstrakt, ja? Ist es aber eben gar nicht. Es ist nicht nur eine geistliche Handlung, ein innerlicher Prozess, sondern auch ein äußerer, sichtbarer Prozess. Leib, Seele und Geist gehören untrennbar zusammen! Das ist nicht so ganz einfach mit einem Kleinkind. Aber es wird besser. :) Soviel erstmal für heute. Ich könnt noch weiterschreiben, aber ich möcht noch Obstmus einkochen.

30 September 2006

long time no write...

Meine liebe Schwester hat mich daran erinnert, mal wieder was zu bloggen! Es ist auch schon eine Ewigkeit her, dass ich hier geschrieben habe. Das liegt daran, dass ich den ganzen August und einen guten Teil des Septembers bei den Schwiegereltern war und dort ein Praktikum für mein Studium gemacht habe. Dabei ist alles andere zu kurz gekommen.

Ich habe mich auch recht wenig mit dem
"klostergedanken"
beschäftigt in letzter Zeit. Ein Teil der Leute, die Interesse hatten, sind nun vor kurzem umgezogen. Ein anderer Teil ist für das nächste halbe Jahr weg. Ich bin ein bisschen desillusioniert. Wahrscheinlich wäre es am besten, wir würden eine Zeit lang in einer Gemeinschaft mitleben. Vielleicht können wir uns dann auch besser vorstellen, wie das ist. Was geht. Was wichtig ist. -- Markus, der uns inspiriert hat, ist weitergegangen. Mehr kann man hier nachlesen. Ich finde das total klasse, was da passiert. Ich hab den Eindruck, da zieht an mir was vorbei, ich fühl mich wie "ausgesperrt", wie ein Zuschauer, der leider nicht mit dabei ist. Dabei ist mir schon ganz klar, dass es an mir/uns liegt, dass wir hier sind. Wir tun nichts und warten darauf, dass Gott alles tut. Wie blöde!

Ida
ist nun schon fast ein Jahr alt und braucht nicht mehr lange, bis sie laufen kann. Sie ist eine total süße Maus. Ich bin sehr begeistert von ihr. Es ist erstaunlich, wie viel sie schon versteht von dem, was ich zu ihr sage. Sie redet auch sehr viel in ihrer ureigenen Sprache, was schade ist, weil ich kein Ida-isch kann. Sie kann schon mama und baba sagen, sie sagt "ba" für ball und "buu" für Buch! Das ist schon ganz schön viel für ein knappes Jahr. Ich versuche auch, ihr Handzeichen beizubringen. So langsam begreift sie es. Aber sie ist eben vor allem mit dem Laufenlernen beschäftigt, sie konzentriert sich lieber ganz auf eine Sache...
Volker und ich
wünschen uns, dass mein Studium baaald zu Ende ist. In gewisser Weise bremst es uns auch aus. Wir möchten nicht für immer in der Gegend bleiben. Wenn ich fertig bin, sind wir in unserer Ortwahl doch deutlich freier.

Ich bin sehr damit beschäftigt, Idas Betreuung für das neue Semester / und generell auf die Beine zu stellen. Nächste Woche sind wir wieder bei der Tagesmutter. Und ich werde mir ein paar Elterninitiativen an der Uni ansehen. Uns gefällt der Gedanke, mitarbeiten zu können und dadurch auch größeren Einfluss zu haben. Mir gefällt der Gedanke, mich mit Leuten anzufreunden, die in einer ähnlichen Situation sind wie ich. Und langfristig ist es für Ida sehr wichtig, dass sie unter Kindern ist. Hier im Haus gibt es ja keine Kinder. In der näheren Umgebung schon, aber es fällt mir nicht so leicht, Kontakte zu knüpfen. Gern wäre ich zu einer Spielgruppe gegangen, aber mit meinem unregelmäßigen Stundenplan kann ich das vergessen. Ich habe leider nicht jeden Freitag von 9:00h - 11:00h frei.

Ich merke, ich brauch noch viel Heilung und Hilfe. Vieles in mir ist verdreht, das merke ich nun viel mehr - durch Ida. Kinder sind Spiegel...