22 August 2014
Hiobs Zweifel
Wer hat schon einmal versucht, das Buch Hiob in der Elberfelder Übersetzung zu lesen? Oder in der Hoffnung für Alle? Und jetzt ehrlich: Wer hat es ganz durchgelesen und das Gefühl gehabt, dass dieses Buch einfach stark ist? Bei mir waren die Emotionen meist eher so: So langatmig und hölzern. Ich kapier gar nicht ganz wovon die reden. Was für ein schwieriges Buch..
Ich lese seit einiger Zeit Hiob in der New King James Version und kann Euch sagen: Was für ein himmelweiter Unterschied! Wie konnte ich mich jahrelang um diese coole Bibelübersetzung bringen!
Warum?
In der NKJV ist Hiob in so einer Art "Versform" geschrieben. Kein Blocksatz.
Da macht das alles plötzlich viel mehr Sinn, ist gegliedert, ist auch literarisch lesenswert.
Hiob ist mir hochsympathisch. Echt. Er fühlt sich von seinen Freunden sowas von nicht verstanden, dass er sich schon fast die Haare rauft. Gleichzeitig sind sie ihm natürlich nicht egal.
Hiob wirft ganz grundsätzliche Fragen auf. Hiob hadert mit Gott und mit seinem Leben. Und das in der Bibel! ;)
Mir ist das sympathisch.
Ich habe auch schon gehadert.
Wer nicht?
Wer nicht, kennt eine Dimension des Glaubens nicht.
Wir kämpfen alle manchmal ganz schön in unseren Leben. Dann kommen die netten, guten befreundeten Christen und erzählen einem, wie man es besser macht. Und dass wir schließlich selbst schuld sind an unserem ganzen Dilemma. Und wenn wir nur immer Gottes Gebote gehalten hätten, dann...
Es hat sich nicht so viel verändert in den letzten paar tausend Jahren seit Hiob.
Oder?
Ich hoffe, dass ich den Zweifelnden, den Kämpfenden und Ringenden anders begegnen kann. Dass ich sie in Liebe annehmen kann. Sie nicht alleine lasse, aber auch nicht mit guten Ratschlägen zutexte.
Sie aushalte, aushalte, aushalte. Mit ihnen Gott in Frage stelle. Und weitermache, weiter glaube, weiter an der himmlischen Ewigen dranbleibe.
Denn sie liebt uns ja trotzdem.
21 August 2014
Finnland Schnipsel
In Helsinki sind die öffentlichen Verkehrsmittel für Erwachsene mit Kinderwagen umsonst, d.h. man steigt ein ind macht sich keinen Kopf ums Ticket.
Marimekko hat sooo schöne Ofenhandschuhe.
Finnische Frauen sind anders. Sie entschuldigen sich, wenn sie "nur" 30h die Woche arbeiten.
Mona hat mir was gebastelt und ich hab finnisches Design dazu an probiert.
Hier ein paar Fotos:
27 Juli 2014
Strand Kunst
26 Juli 2014
Finnland ist halt weiter...
Hier geht die Gleich Berechtigung bis ins Detail. In D sind es immer noch Frauen, die ihre Kinder über den Gehweg fuhren.
Aufgenommen in Helsinki.
18 Juli 2014
Kam, sah und siegte...
Na gut ganz so einfach war es nicht. Übermütig habe ich mich zu einer freiwilligen Nähaktion für die Pfadfinder der Gemeinde gemeldet. Jeder, der mich kennt weiß, dass Handarbeiten nicht gerade zu meinen Talenten gehört. Egal: ich habs geschafft, Weste und Kappe sind fertig. V.a. die Kappe war viel einfacher als ich befürchtet habe. Jetzt muss es nur noch alles passen.
07 Juli 2014
Predigten
Richter 9,8-15... vielleicht die erste zu dieser Bibelstelle überhaupt. :)
Stöbert doch selbst, vielleicht entdeckst Du eine Predigt, die Dich weiterbringt oder anspricht.
http://worthaus.org/mediathek/
Du musst auch nicht alles gut finden. Es darf alles öffentlich hinterfragt werden! (Zitat Prof. Zimmer)
02 April 2014
Genesis 2, 1-3
In den ersten Sätzen des 2. Kapitels ruht Gott von seiner Arbeit. Er segnet und heiligt diesen Ruhetag. Wir sind herausgefordert, an einem Tag in der Woche inne zu halten. Können wir das noch?
01 April 2014
Genesis 1 - brandaktuell
Es ist ziemlich überwältigend, wie viel praktische Relevanz das erste Kapitel der Bibel hat. Weil mich einige Verse echt getroffen haben, schreibe ich es mal auf, vielleicht findet sich noch wer wieder.
Die Verse sind der englischen New King James Übersetzung entnommen, weil ich zur Zeit in dieser Bibel lese. Übrigens ein guter Tipp, die Bibel auch mal in einer anderen Übersetzung oder Sprache zu lesen, da das neue Horizonte eröffnet.
1. "Darkness he called NIGHT, and the Light he called DAY." (V.5)
Wie sieht das heute aus, und oft genug in meinem Leben? Gott hat mich beim Lesen hier direkt angesprochen. Wie oft machen wir die Nacht zum Tag! Aber so hat Gott sich das nicht gedacht. Das Dunkel ist die Nacht. Das Licht ist der Tag. Ich möchte bewusster danach leben, denn es tut meinem Körper und meiner Seele gut.
(Allerdings weiß ich nicht so genau, wie ein Bibelleser am Polarkreis diesen Vers interpretiert...)
Sehr interessant finde ich die Tatsache, dass in Genesis die Tage mit dem Abend beginnen: "And it was evening and morning: a new day. Auch das ist eine neue Sichtweise, die ich mehr verinnerlichen möchte.
2. "Let US make...." (V.26) - an dieser Stelle nennt Gott sich in der Mehrzahl. Ein erster Hinweis auf die Dreieinigkeit.
3. "So God created man in His own image, in the image of God He created him, male and female he created him."
Das war Gottes ursprünglicher Plan: Mann und Frau von gleichem Wert, beide Gott ähnlich. Ich möchte diesen Satz verinnerlichen. God created me in His own image, und so sieht Gott mich immer noch. Um Missverständnisse zu vermeiden, wird die message sogar wiederholt! Manchmal muss ich mir dies vergegenwärtigen, gerade dann, wenn jemand vor mir steht, mit dem mir der Umgang schwerfällt. Jede/r Einzelne/r ist nach Gottes Ebenbild geschaffen und wertvoll.
4. Then God said: "Let the earth bring forth grass, the herb that yields seed, and the fruit tree that yields fruit according to its kind, whose seed is in itself , on the earth."
Ein recht aktuelles Thema: Gottes Plan war es, dass sich alle Pflanzen durch ihren Samen vermehren und aus dem Samen eine "entsprechende" Pflanze wächst. Heute gibt es zunehmend Bestrebungen hin zu Hybridpflanzen und auch Getreidesorten, die man nicht wieder aussäen kann. Dies zwingt Bauern dazu, die Samen "nachzukaufen". Durch die Gentechnik sind Pflanzen ein "Investment mit Dividende" geworden. Wir wissen, dass dies gerade in Ländern wie Indien oder Afrika zunehmend ein Problem wird. Näheres gibt es hier: Welt-Ernährung
So viel erst mal. Alles dabei: Persönliches - Gesellschaft - Gottesbild - Menschenbild.
10 Januar 2014
Wiederbelebungsmaßnahmen für meinen Blog
Neues Jahr, neuer Versuch:
Wiederbelebung meines blogs. Vielleicht braucht der Blog einen anderen Namen. So schlimm ist das Leben ja auch wieder nicht.
Die heutige Losung (Ps. 103,13 und 1. Joh. 4,10) habe ich heute abend am eigenen Körper gespürt. Mein Kleiner war so aufgewühlt und wütend, wollte nicht ins Bett und sich sowieso nicht wickeln und ausziehen lassen. Nach sehr viel Gebrüll setzten wir uns in den Hängesessel und er kuschelte sich an mich und nuckelte Mama-Milch. Dabei entspannte er und ich fing an zu beten.
Es war ein bisschen so, als ob Gott sagte: So liebe ICH Dich. Wie (ein Vater oder) eine Mutter, die ihr Kind liebt und tröstet, obwohl es sich völlig irrational verhält, wütet, tritt und brüllt. Können wir uns das vorstellen? Dass Gott uns liebt, auch wenn wir gerade unsere allerschlimmste Seite herauskehren? Dass Er uns zur Ruhe bringen möchte in der größten Aufwühlung?
Ich spürte auch, dass Gott mich verändern möchte mehr zu Ihm hin. Zu diesem Charakter hin, der Liebe und Trost spenden kann, wenn Mitmenschen sehr aufgewühlt, wütend und "dagegen" sind. Mir gelingt das gerade im Umgang mit den Kindern oft genug nicht. Woran liegt das?
Ich stellte fest, dass es mir nur gut gelingt, wenn ich Zeit mit Jesus verbringe. Nicht nur am Sonntag in GoDi. Und nicht als "Pflichterfüllung" oder Dienst. Ich merke für mich, dass mich nur diese Zeiten mit Jesus befähigen werden, den Trubel mit meiner fünfköpfigen Familie zu bestehen, ohne selbst wütend, aggressiv und unausgeglichen zu werden.
Das ist mein Thema für das neue Jahr:
Bei Gott zu sein ist mein Glück.
Aber ich bin nicht automatisch bei Gott, nur weil ich Christ bin und "christliche Dinge" tue.
