25 März 2011

God´s Economy: 1. Teil

Im ersten Kapitel schreibt der Autor, dass wir das Evangelium unter anderem so verstehen, dass Gott uns schon an die richtigen "guten" Positionen bringen wird und erzählt nochmals die Geschichte von Joseph.

Joseph hat einen Traum, und er ist so naiv, diesen seinen Brüdern zu erzählen. Seine Brüder sind alles andere als begeistert, und wie wir wissen, wird Joseph nach Ägypten in die Sklaverei verkauft. Bei Potifar erlebt er seinen ersten Aufstieg. Er ist moralisch stark und wiedersteht der Hausherrin, die ihn verführen will, und landet schließlich im Gefängnis. Dort deutet er zwei Menschen die Träume. Der Mundschenk erinnert sich einige Zeit später an ihn, als niemand die Träume des Pharao deuten kann. Wie wir wissen, erklärt Joseph die Träume und gibt auch noch den guten Ratschlag, einen Teil der Ernte in den guten Jahren in großen Lagerhallen zu lagern, damit in der Hungersnot genügend Korn zur Verfügung steht.
Schließlich wird Joseph zur Rechten Hand des Pharao.
Ein kometenhafter Aufstieg, nicht wahr? Aber Gott sieht das Herz. Denn schließlich begegnet Joseph seinen Brüdern wieder, und sie sind in seiner Hand. Die Geschichte zeigt sehr deutlich, dass Joseph innerlich gekämpft hat, bis er bereit war, ihnen zu vergeben.
Er sagt:"Aber Gott hat mich vor Euch hergesandt,... um euch am Leben zu erhalten zu einer großen Errettung." (Genesis 45,7)

Gott geht es in dieser Geschichte nicht so sehr um den wirtschaftlichen Erfolg Josephs, sondern um sein Herz und seine Haltung zu seinen engsten Verwandten, zu seinem "Haus": seinen Brüdern. Wäre er hartherzig geblieben,wäre es sehr wahrscheinlich nicht weitergegangen mit dem Volk Israel, und das, bevor es richtig begonnen hatte. Nicht der Reichtum Josephs ist hier das Ausschlaggebende, sondern dass Gott Joseph befreit in seinem Herzen, so dass er ein Segen sein kann für seine Brüder. Dieser Segen ist letztlich der Überfluss an Leben, den Jesus meint. U

Merke: Wo Vergebung fließt, kann Gottes Reichtum fließen!

Einleitung zur Reihe "God´s Economy"

In etwas älteren Einträgen auf diesem Blog könnt Ihr nachlesen, dass Volker und ich uns eine Weile mit der alternativen Lebensform der "Neuen Klöster" beschäftigt haben. Jeder, der darüber mehr wissen möchte, kann sich diese homepage ansehen.

In letzter Zeit muss ich wieder öfter an diese Lebensgemeinschaften denken. Auch deswegen, weil ich es sehr unbefriedigend empfinde, mich den Zwängen dieser Welt auszuliefern. Ich habe irgendwie wenig Interesse daran, z.B. ein Haus zu erwerben und dann mit Volker zusammen 30 Jahre lang den dazugehörigen Kredit abzubezahlen. Es würde für uns beide viel Zeitaufwand für Geldverdienen bedeuten, Zeit, die wir eigentlich viel lieber mit anderen Dingen verbringen möchten:
- mit unseren Kindern
- Volker mit Fahrräder schrauben und fliegen
- mit Jesus abhängen
- Freunde treffen, Leben teilen
- etwas für andere tun, mich einbringen z.B. in der Gemeinde
- viele viele andere Ideen...

Bei meinem letzten Ausflug auf oben genannte Homepage bin ich auf etwas Literatur gestoßen, die man auch in Deutschland zumindest über einen großen (internationalen) Buchversand bekommen kann, und so habe ich mir "God´s Economy" von Jonathan Wilson-Hartgrove besorgt. Und es in ca. 2 Tagen durchgelesen. (Ja ich weiß, ich sollte eigentlich lernen...)

Weil ich das Buch sehr herausfordernd und faszinierend finde, werde ich in den nächsten Tagen und Wochen, so Gott will, die essentiellen Aussagen herausdestillieren und hier einstellen. Gott segne Euch damit!

14 Januar 2011

15 Mai 2010

Zum Thema schwedisches Möbelhaus...

... konsum und co.
sowie
frängische Musi
hier ein Lingk:

http://www.myspace.com/sellarie

Lassts euch gfalla!

18 Februar 2010

bad hair day und schmerzhaftes Chaos -alter Post, lag noch rum-

Diese Woche stand im Zeichen der Chaos-Strubbel-Frisur. Eigentlich wollte ich schon vor ungefähr 2 Wochen zum Friseur - kurze Haare muss man irgendwann nachschneiden - leider wurde Ida krank und mein Friseur fiel ins Wasser.

Der Reihe nach:

1. bad hair day: Dienstag, 16. Februar 2010
Ich kann mich nicht mehr daran erinnern, den Wecker gehört zu haben. Volker berichtet allerdings, ich hätte gemurmelt, ich wolle ihn auch garnicht hören... Jedenfalls schaffe ich es, um 7:00h aufzustehen. Um 7:30h muss ich in der Klinik sein. Das bedeutete: Haare legen, frühstücken und Kinder knuddeln war nicht drin. Zum Glück hatte ich an diesem Tag das Auto, so dass ich tatsächlich um 7:35h bei der Frühbesprechung anwesend sein kann. Anschließend erschlagen mich zwei volle Blutabnahme-Tabletts. Ich mache mich an die Arbeit, die an diesem Tag besonders frustrierend ist. Nach der xten nicht gelungenen Blutabnahme und Viggo, die para liegt, bin ich nahe einem Weinkrampf. Einige Patienten sind nicht da wo sie sein sollen, Schwestern geben blöde Kommentare, Angehörige halten mich für die Ärztin (fühle mich genau 10 sec. geschmeichelt) oder wahlweise für die Schwester (na danke!). So gegen 10h bin ich durch mit den Blutabnahmen. Habe ich die Noro-Virus-Zimmer erwähnt, vor denen man sich immer mit Mundschutz, Kittel und Handschuhen vermummen muss?
Zumindest findet an diesem Tag keine Chefarzt-Visite statt, der ist nämlich unterwegs. (es ist ja auch Faschings-Dienstag...)
Nach den Blutabnahmen kommen die Viggos... ich weiß nicht, wie viele ich versemmelt habe...

Danach irgendwann geht es - mit nach wie vor leerem Magen - nach Hause. Unterwegs noch ein paar Dinge erledigt, komme ich um 13h mit in den Kniekehlen hängenden Eingeweihden an. Mona stürzt sich auf mich und will erst mal was trinken. Na danke!! Und Volker hat leider nichts gekocht. Mona hätte keinen Hunger gehabt, und er hat sich mit Broten zufrieden gegeben.

Also koche ich für meine Wenigkeit eine Kleinigkeit...

...schon wieder so ein unvollendeter Beitrag... aber ich kann Euch versichern, in dem Stil ging der Tag weiter :-)....

06 Dezember 2009

Geschenke und Gedanken vor Weihnachten (alter Beitrag..

Vor kurzem fragte Ida mich: "Irgendeine Zahl muss doch die letzte Zahl sein, oder?" Da hätte ich dann über Unendlichkeit reden können. Aber mir fiel ein Artikel im National Geographic ein, den wir kürzlich gelesen hatten: Das Volk der Hadza, mit die letzten Jäger und Sammler, kennen nur Zahlwörter von eins bis vier. Armselig, könnte man meinen. Aber nein, sie sind unendlich reich: denn fünf Leute sind bereits "viele", und sechs Affenbrotbaumfrüchte sind auch "viele" Früchte. Was würde es in unserem Denken verändern, wenn wir zu allem, was jenseits des Zahlwortes "vier" liegt, "viele" sagen würden? - Sobald wir hier einen Menschen zu Besuch haben, sind wir viele. Wenn im Kühlschrank noch fünf Eier liegen, sind das viele. Fünf oder zehn Euro im Geldbeutel sind viel. So gesehen, haben wir viele, viele Freunde und sind überhaupt mit einem unermesslichen Reichtum gesegnet. Wir haben von allem viel. Vielleicht manchmal zu viel.
Ich möchte sensibler sein für Armut und Reichtum, für echten Reichtum im Leben und Armseligkeit trotz Überfluss. Für mich ist das ein Dauerthema. Ich komme mir oft vor wie der Reiche, der nicht durchs Nadelöhr passt. Gerade jetzt vor Weihnachten ist Konsum wieder ein großes Thema. Das geht schon mit den Geschenken für die Kinder los... Ich merke, wie gut es uns trotz Krise geht. Vieles, was für mich heute selbstverständlich ist, war es nicht in meiner Kindheit. Ich kann nicht sagen, ob es an meiner Familie, den Einstellungen meiner Eltern, oder einfach dem anderen "Zeitgeist" lag. Damals war dieses "höher, schneller, besser, mehr, weiter, toller, noch viel mehr", dieses Unersättliche nicht so ausgeprägt vorhanden wie heute, wie bis vor der Krise. Ich frage mich, wann die Kehrtwende kommt. Sie muss kommen. Es ist Utopie zu meinen, es ginge immer weiter bergauf, es gäbe immer mehr L*go, playm*bil und d*plo im Kinderzimmer, immer mehr Autos, eine wachsende Zahl an einkunftsstarken gesunden Menschen, eine immer breitere Mittelschicht. Nein, die Mittelschicht schrumpft, die Ränder werden breiter, die Schere größer. In der Süddeutschen Zeitung habe ich dazu einen ganz tollen Artikel gelesen, der den Bogen schlägt zur Klimakonferenz: in der "Außenansicht" von David Suzuki.
Seid gesegnet! Gottes Maß für Reichtum ist eben ein anderes als unseres...

14 November 2009

Hab die Haare wieder kurz...

... war mal wieder fällig.



Lese zur Zeit das Buch "Heimspiel" von Lisa Ortgies und lasse mich inspirieren, hinterfrage mein Tun und Lassen. Ob ich wohl mit Stoff wickle als eine Art Kompensation, weil ich ja nicht mehr ständig da bin? Nein wohl eher nicht, ich habe ja auch schon zuvor mit Stoff gewickelt. Frau Ortgies geht auf ziemlich viele "Mütter-Phänomene" ein, leider auch sehr, sehr negativ zum Thema Stillen. Ich finde, sie vermischt hier medizinische Tatsachen mit einer ganz bestimmten "Mütter-Propaganda", die ich auch gar nicht wegdiskutieren will.
Allerdings bin ich schon ganz klar auf dem Standpunkt, dass man Stillen und Arbeiten durchaus vereinbaren kann, z.B. durch Abpumpen: oder so wie es jetzt bei uns ist: Mona stillt eben, wenn ich da bin. Wenn ich nicht da bin, ist es auch ok für sie. Aber abends und wenn ich sie abhole und oft auch früh möcht sie halt trinken. Die aus medizinischer Sicht positiven Effekte sind meiner Meinung nach derart vielfältig und relevant, dass ich dies meinen Kindern nicht vorenthalten will.
Ich finde das Buch wirklich sehr inspirierend. Zum Einen hinterfrage ich mich selbst. Zum anderen fange ich an, uns so einzusortieren. Wo ich früher vielleicht dachte, mein Mann wäre weit entfernt vom sich einbringenden Vater, muss ich doch erkennen, dass er sich verglichen mit dem Durschnittsmann wirklich viel kümmert. Es ist aber auch so, wie Frau Ortgies schreibt: eine Tendenz zum Rosinen-Picken ist nicht zu leugnen. Windeln in die Waschmaschine schmeißen oder aufräumen gehört nicht gerade zu seinen Lieblingsbeschäftigungen. :-)
Und es ist leider auch bei uns so, dass Arbeit, die Geld bringt, wertvoller/besser/wichtiger/.... ist als Arbeit, die kein Geld bringt (und die keiner sieht).
Soweit ich das Buch jetzt gelesen habe, kommen die Männer echt schlecht weg. Aber die Frauen nicht minder! Ok es ist ein langer Weg, und die eigene Prägung kann keiner einfach ausschalten.

soviel erst mal... muss schlafen gehen.

08 Oktober 2009

PJ mit Kindern

Seit kurzem bin ich an 3 Tagen im KKH, das entspannt die Situation deutlich. Wir kommen einigermaßen klar, Gott sei Dank hilft Volker wirklich sehr viel. Im Moment bringt er die Kinder an den 3 "KKH-Tagen" in den Kindergarten bzw. zur Tagesmutter. Ich hole an 2 Tagen ab, am 3. Tag holt Volker auch ab, was für ihn schon ziemlich stressig ist, da er dann nur 4 h auf Arbeit ist.

Im KKH ist es sehr ... nett! Die Atmosphäre in diesem Krankenhaus ist sehr gut, gerade die Zusammenarbeit zwischen Pflege und Ärzteschaft, das ist nicht selbstverständlich! Also ich bin momentan auf einer hämato-onkologischen Station, was für den Einstieg schon herausfordernd ist. Die Krankheitsbilder sind in aller Regel sehr komplex. - Na gut, wir haben auch ein paar Patienten mit "Schwindel" auf Station... Und es gibt mehrere Palliativ-Zimmer. Der Tod ist um die Ecke, es verstirbt eigentlich jede Woche mindestens 1 Patient. Oder geht nach Hause, um kurz darauf zu sterben.

Diese Situation beschäftigt mich schon sehr. - Auch Patienten, die sehr alt, bettlägrig, kaum ansprechbar sind... klar kenne ich das auch von früher. Jetzt denke ich dabei manchmal an meine verstorbene Großmutter, die am Ende in einer ähnlichen Situation war. Ich habe sie nicht mehr so erlebt, ich war zu weit weg. Das läuft mir jetzt ein bisschen nach. --
Ich bin auch etwas irritiert, wie schnell die Patienten teilweise versterben. Drei Tage zuvor noch mit ihm/ihr ein gutes Gespräch geführt und dann schon tot! Meine medizinischen Kenntnisse sind da noch zu rudimentär, und auch die Erfahrung fehlt, wie schnell es gehen kann. Aber es hat so viel mit der Seele und dem Geist zu tun. Gerade, wenn die Ärzte sich und dem Patienten eingestanden haben, dass sie endgültig nichts mehr für ihn/sie tun können, geht es häufig sehr schnell. Auf der anderen Seite ein Patient, der mir von einem Traum berichtet, der ihn letztlich sehr bestärkt hat, weiter leben zu wollen. Und das ein Patient mit diversen malignen Erkrankungen! -- Leider fehlt die Supervision. Hier wäre so vieles zu reflektieren, auch mich selbst zu hinterfragen. War meine Antwort nun gut, förderlich oder eher negativ?

Manchmal ist der Sprung für mich schon heftig, aus dem Krankenhaus raus, zu meinen Mädels, die mich brauchen!!! Brauchen!!! Weit mehr, als ich es gedacht habe. Gerade meine "Große" Ida, ich habe den Eindruck, sie ist innerlich wieder mal in einer Umbruchs-Phase, weiß noch nicht, was dabei heraus kommt. Sie geht sehr gerne in die Musikschule. Sie ist so unheimlich kreativ und hat auch vom Malen her innerhalb kürzester Zeit einen Riesen-Sprung gemacht vom "Krickeln" zum "Gegenständlichen Malen".




Hier zu sehen: Familie Appel! :-)

Es geht also vom Sterben zum prallen Leben, und dafür LIEBE ich meine Kinder! Ohne sie wär das alles noch viel trister.

Morgen wird hier richtig viel Leben in der Bude sein, denn Ida hat 4. Geburtstag. Wir werden unseren 1. richtigen Kindergeburtstag ohne Eltern feiern. Volker und ich werden die Party schon schaukeln. Ich freu mich drauf, muss mich aber auch bewusst drauf einlassen, da ich eigentlich nicht so der Spiele-Spaß-Quatsch-Mensch bin. Ich werd mein Bestes geben!



Bis denn...

21 August 2009

Stoffis und Co.

Stoffwindeln


Also ich wickle immer noch mit Stoff, obwohl Volker wieder arbeitet. Und Monas Tagesmutter hat auch kein Problem damit, so dass es also auch während des PJs weitergehen wird. Inzwischen habe ich ganz selten "Nässeunfälle", das ist dann meist selbst verschuldet (zB. enge BW-Hose über Wollhöschen... das nässt durch..) Nachts wickle ich Mona allerdings meistens mit Papier, weil ich den Eindruck hab, dass sie dann besser schläft. (Heut aber nicht...) Insgesamt ist es einfach SCHÖN, mit Stoff zu wickeln.

Praktisches Jahr
Es war ziemlich nervaufreibend, aber schließlich und endlich hat alles so geklappt, wie ich es mir vorgestellt habe. Jetzt kann ich das PJ am 31. August im 6km entfernten Krankenhaus anfangen, und das sogar in Teilzeit. Mona ist nun auch schon ganz gut an Isabell gewöhnt, nächste Woche kommt die "Generalprobe", auch für uns, wir müssen nämlich endlich mal früher aufstehen. Das klappt hier noch gar nicht, wir sind allesamt Langschläfer, einschließlich der Kinder. Ida wird selten vor 7:30h wach, Mona so um 7h. Na... mit Gottes Hilfe werden wir es schon schaffen!
Schweden

Wir waren ja 2 Wochen in Schweden, mit einer Freundin und ihrem kleinen Sohn Yannick. Es war eine sehr erholsame Zeit. Die Kinder haben echt schön miteinander gespielt! Die Großen haben viel gelesen, in der Sonne gesessen, Süßkram gegessen, Windeln gewaschen... :-) Doch, war sehr nett!

Irgendwie bin ich heut zu müde für tiefgreifende Gedankengänge.. wünsche eine gute Nacht!!




09 Juni 2009

Stoffwindeln

Das Konsumfasten hat bei mir ganz gut geklappt! Es hat sogar zu der Erkenntnis geführt, dass ich mit Stoff wickeln möchte.

Das wollte ich eigentlich schon damals bei Ida, habe es dann aber nicht getan: Wir wohnten im 2. Stock, ich hätte also noch mehr Wäsche treppauf, treppab schleppen müssen. Und ich war ja viel am Studieren und wollte mich nicht noch zusätzlich "belasten".

Im Moment hat Volker ja noch Elternzeit und ist zu Hause, also sehr günstige Voraussetzungen, um es doch noch zu probieren. Bis jetzt klappt es recht gut. Klar haben wir immer mal eine eingenässte Mona, und für nachts habe ich noch keine richtig gute Lösung. Aber... Ich hab ja noch nicht mal meine "Windelsammlung" komplett. Ich empfinde das Waschen nicht als große zusätzliche Belastung. Wir haben im 4-Personen-Haushalt doch so viel Wäsche, dass es nicht soo sehr auffällt. Gut finde ich, dass es mich zum regelmäßigen Waschen zwingt. So entstehen auch nicht mehr so riesige Wäschehaufen... höchstens mit sauberer Wäsche, die wegsortiert werden muss... Das Wickeln selbst ist heutzutage eher unspektakulär. Mit Höschenwindeln geht das fast so schnell wie mit den Papierwindeln.

Ich bin gespannt, wie es wird, wenn Volker wieder arbeitet... und besonders, wenn ich PJ mache! Wir bleiben dran. Und ich bin da auch nicht völlig verbissen... Papierwindeln gibt es ja auch noch.

Vielleicht fragt sich der eine oder andere, warum ich das mache. Das ist eine gute Frage. Also, einmal spart es schon eine ganze Menge Müll. Sonst ist die Umweltbilanz wahrscheinlich nicht viel besser als bei modernen (Öko-)Papierwindeln. Es ist auf jeden Fall billiger. Tja, und dann gehen mir die rationellen Argumente aus....

Für mich ist es in erster Linie ein Statement in dieser Wegwerfgesellschaft. Ein Ausrufezeichen!! Es geht auch ohne Wegwerfen.

Mein Schlüsselerlebnis: Ich habe mir zunächst eine einzelne Stoffwindel von einer Freundin geliehen und 2 Wochen lang "getestet". Und da machte es irgendwie *klick*: Ich hielt die (vollgepinkelte, triefend nasse) Windel in der Hand und dachte: So, und *Du* kommst jetzt nicht in die Mülltonne, sondern in die Waschmaschine! Und es fühlte sich einfach "richtiger" an.

Wäre sehr cool, wenn sich noch mehr Eltern anschließen. Nicht aus einem seltsam-überzogenen Ökodenken heraus, sondern - als Ausrufezeichen in einer Gesellschaft, die auf Wegwerfen gepolt ist.

Mona ist übrigens eher indifferent. Ihrem recht empfindlichen Po tut es meiner Meinung nach gut. Wenn die Haut ganz trocken liegt und kaum Luft drankommt, habe ich den Eindruck, versucht sie sich zu kratzen und es juckt sie. Eine ganze Nacht in nasser Stoffwindel dagegen macht dem Po gar nichts, zu meinem eigenen Erstaunen. Ich hatte die Angst, sie würde dann mit wundem, knallrotem Po aufwachen... neenee, eher im Gegenteil! - Ich habe zudem Windeln (oder diese hier oderoderoder...) gefunden, die ihre Bewegungsfreiheit kaum einschränken. Klar trägt Stoff mehr auf als Papierwindeln. Mona ist trotzdem recht "websig"....

So denn. Wir fahren bald nach Schweden! Ein kurzer Bericht wird folgen.